08.01.2013 · Eigentlich wollte das Erste mit seinem neusten „Markencheck“ den großen Supermarktketten Edeka und Rewe auf den Zahn fühlen. Heraus kam dann aber bloß eine harmlose Parade bekannter Ladentricks. Frank Plasberg verhedderte sich nachher im Themendurcheinander.
Von Peer SchaderRichtlinien für Lesermeinungen
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Schlichtes Konzept, wie schon einige Male - und das für hohe Gebühren
Wieder einmal zeigte das ARD, dass man mit etwas Tralala PrimeTime
füllt. Das Konzept ist das gleiche wie in den vorangegangenen
Folgen. Die Reaktion der Zuschauer interessiert nicht und bezahlt wird
es ja eh.
Jeder Privatsender macht das genauso. Wozu brauchen wir bei dieser
Sendung ÖR?
Ceterum censeo... niedrigere Abgaben, Kontrolle und Transparenz bei den
ÖR oder den Laden zu machen.
Information nein, Propaganda ja
Information und Aufklärung lebt von der Vielfalt der Aussagen. Propaganda lebt von der ständigen Wiederholung einfacher Aussagen. Den ARD-Sendern vorzuwerfen, sie würden sich wiederholen verkennt ihren publizistischen Auftrag: Propaganda für den Mainstream, und der ist nun einmal antikapitalistisch, unternehmensfeindlich, expertengläubig, weiblich und total ökologisch.
"... anstatt ausführlich auf die wirklich wichtigen Punkte einzugehen."
Die da wären?!
Das von Plasberg und Co. nicht mehr viel zu erwarten ist, dürfte
mittlerweile hinreichend bekannt sein. Aber wenn sich die Printmedien in
ihrer Kritik darin erschöpfen, zu kritisieren, ohne Alternativen
oder zumindest mehr als vage Andeutungen zu bieten, dann ist das auch
nicht mehr als Papierverschwendung analog der Sendezeitverschwendung.
Dabei böte sich doch gerade im Lebensmittelbereich einmal an,
darüber zu berichten, welche gesundheitsschädlichen Stoffe bei
der Verarbeitung zum Einsatz kommen und in Resten im Endprodukt bleiben,
aber nicht auf den Verpackungen genannt werden müssen. Eine
Lücke im Lebensmittelrecht, die dringend geschlossen gehört.
Aber darauf wartet der leidlich aufgeklärte Konsument wohl vergeblich.
... und auch noch stolz darauf
Habe eben, um den "Check" anzuschauen, die ARD-Seite aufgerufen. Da kam er glatt ganz oben auf der Startseite. Man scheint bei der ARD mächtig stolz auf ihn zu sein.
War doch ne gut gemachte GoPro Werbung
Finde ich zumindest. Immer und überall wurden in der Doku
Action-Kameras dieser bestimmten Marke gezeigt.
Ich gehe übrigens aus ganz anderen Gründen als den gecheckten
zum einen oder anderen Supermarkt.
ard/zdf sollten lieber die gez-gelder verschwendung checken. da
gäbe es genug zu tun.
aber zwangseingetriebenes geld läßt sich so wuenderbar verschwenden.
ich werde jedenfalls keinen cent zahlen. mein vorsatz fürs neue
jahr: ich bin jetzt auch wutbürger.
Der Kommentar ist sehr zutreffend,
schließlich ist der deutsche LEH der härteste der Welt. Big
Player wie "Walmart" habens hier nicht geschafft, trotz
über 200 MIA Umsatz. Alle gescheckten Handelshäuser sind
jedenfalls in privater Hand und haften entsprechend - im Gegensatz zu
den Monopolisten ARD, ZDF mit entsprechender Vielzahl an
Regionalprogrammen. Mit mtl. Zwangsgebühren. Der EH Kunde kann
jedoch je nach Vertriebsform zwischen 1.000 - 40.000 Produkten FREI ENTSCHEIDEN!
Wenn ich die Hundertschaften beim Abspann von "Blasberg" sehe
und mir vorstelle,daß dazu
noch Subunternehmen kommen, dann wird mir regelmäßig
schlecht. Bundesfinanz-ministerien ARD, WDR, NDR, BR, MDR, ZDF mit
Regionalstudios, SWR, Phoenix, 3Sat etc.?
Diese Sender können soviel Müll produzieren, bezahlt werden
muss er vom Zuschauer. Herr "Blasberg", weniger heiraten und
dafür mehr den Montgomery von der "Bundesdreiste-kammer"
mit Patienten, die ihn bezahlen müssen einladen!
ARD-Programmchef Volker Herres hält "Markencheck" für "auf geradezu exzellente Weise investigativ"
Dazu habe ich 2 mögliche Erklärungen:
1. Er hält diesen reißerischen Quatsch
(Fußgängerzonenbefragungen, Wissenschaftler mit Kitteln und
Kolben, gerne auch Christoph Lütgers mit betroffenem
Gesichtsausdruck) wirklich für Investigativjournalismus und wundert
sich, warum Galileo keineJournalistenpreise gewinnt.
2. Er benutzt die Hyperbel als rhetorisches Mittel, um durch
maßlose Übertreibung den Eindruck zu erwecken, dass es sich
bei den ganzen "Checks" und "Storys" überhaupt
um Investigativjournalismus handelt (analog zur "besten
Bundesregierung seit der Wiedervereinigung" der Kanzlerin, die
damit suggerieren wollte, man sei eine gute Bundesregierung bzw.
überhaupt eine). Diese Pseudoberichterstattung soll davon ablenken,
dass ARD u. ZDF sich längst von der kritischen Begleitung des
politischen Geschehens verabschiedet haben und ganz bewusst Unwichtiges
aufbauschen, um Wichtiges zu vernachlässigen. Als Substitut
empfehle ich den Artikel "Ponzi-System" von Andreas Uhlig auf nzz.ch
Gern geschehen
Wenn Goldman Sachs, die trotz all der berechtigten Kritik auch in der
Krise ein sehr gutes Gespür bewiesen haben, vor dem Platzen der
einzigartigen Schuldenblase warnt, die die westlichen Industriestaaten
nach wie vor aufpumpen und die Boston Consulting Group gar nach einer
breit angelegten Studie vom "größten Ponzi-System"
spricht, "das die Welt je gesehen" habe und das
Wachstumsmodell der Industrieländer für "zerbrochen"
erklärt, sollte dies gefälligst auch deutschen Medien
zumindest eine Meldung wert sein.
Stattdessen hängt man sich an Promischeidungen, welken Salaten,
Frauenquoten und Vortragshonoraren auf.
Vielen Dank für ihren Hinweis zur nzz!
Hier und da wird doch nicht alles unter den Teppich gekehrt, immerhin. Nur im Deutschen Mainstream fällt so was der Zensur zum Opfer.
Da denkt man, daß schon alles gesagt ist, da dreht sich das
Karusell wieder von vorne.
Man wird aufgeklärt, über die bösen Einkaufsfallen.
Ergebnis: die gibt es bei den Diskountern nicht, aber da sind die Preise
ja zu niedrig, also ist das auch nicht richtig. Außerdem will man
ja doch etwas "Erlebnis"-Einkauf.
Frau Willicks beschwert sich darüber, dass ihr ein Neuwagen besser
erklärt wird, als eine Packung Schinken? Da blieb' mir erst einmal
die Luft weg.
Nachdem dann die selbsternannten Spezialisten nicht in der Lage waren,
Bio vom bösen herkömmlichen Fleisch zu unterscheiden, retteten
sie die Bioproduktion damit, dass ja das "gute Gewissen"
entscheidend sei.... und ich dachte, daß das Auge mitißt.
Das Testbild hätte am Ende genauso viel Neues gebracht. Die
Wiederholung einer Sendung aus 2011 wäre genauso informativ
gewesen, aber wesentlich günstiger ....
Und Pleitgen meint: Fünf Talkshows seien zu viel. Meinte er damit
auch "Hart aber Fair"?
oder sehe ich das jetzt falsch? Ich fühlte mich anschließend
ziemlich veralbert. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den
Käufern, die sich zu Spontankäufen verleiten lassen. Ich kaufe
nach Zettel und sonst nix und was nicht auf dem Zettel steht, wird nicht mitgenommen.
Sich über eine Schinkenpackung aufzuregen, nun ja, kann man machen.
Erkenntnisgewinn gleich Null. Solche Sendungen sind einfach nur ärgerlich.
Der Kommentar gefällt mir sehr gut. Insbesondere auch der Hinweis darauf, dass sich "Fast-Food" nicht nur auf das kulinarisch-haptische begrenzen lässt, sondern ebenso anwendbar ist auf das, was wir uns mit den übrigen Sinnen "einverleiben". Hier bietet das Fernsehen meiner Ansicht nach ein Übermaß an minderwertiger (geistiger) "Nahrung", was ebenso haften bleibt, wie sich mir Leid von Geschöpfen vermittelt, die um des günsigsten Preises wegen massenhaft im wahren Wortsinne "verbraucht" werden. Allzu sehr wird übersehen, dass wir hierbei eben nicht am Ende einer (Nahrungs-)Kette stehen, sondern selbst Teil eines Verwertungsprozesses sind, auf statistische Einheiten reduziert.
für diesen Artikel - wenngleich auch hier nur eine alte Erkenntnis bestätigt wurde: Frank Plasberg (Blaßzwerg) kann es nicht und das ganze Gechecke geht einem schon lange auf den Senkel.
Diese Sendung war an Dekadenz und Bigotterie nicht zu übertreffen
Unter dem Motto: "Man gibt eben etwas mehr Geld aus für Bioprudukte, dann weis man, dass die Tiere glücklich waren", läßt man es sich gut gehen. Dass es Menschen und das ist die Mehrheit in unserem Land, gibt, die es sich überhaupt nicht leisten können im elitären Bioladen einzukaufen, kommt in der Vorstellungskraft von Herrn Plasberg & Co. nicht vor. Nur bezahlen genau diese Menschen sein Gehalt.
Tja. Politische Themen kann man ja auch von Seiten der Medien
fast überhaupt nicht mehr anschneiden, ohne dass das komplette
Lügengebäude einzustürzen droht. Aber der Sendeplatz muss
ja mit irgendwas gefüllt werden. Deshalb wird der Zuschauer mit
möglichst wenig brisanten Nebensächlichkeiten
vollgemüllt. Nutzlose Verbraucherschutzsendungen, Sendungen
über den Garten, billiger Boulevardmüll oder
Naturdokumentationen werden wohl weiter zunehmen.
Die Volksverblödungsmaschinerie läuft auf Hochtouren. Plasberg
war doch ursprünglich mal als politische Talkshow gedacht, ebenso
die Talkshow in der ARD am Sonntagabend. Bemerkenswert, wie sich das
alles geändert hat.
Die Sirene der absoluten Kontrolle, was wir essen dürfen, Frau
Willicks, musste sich erklären, warum die Erzeuger noch nicht ihre
Hobbys auf der Packung bewerben dürfen. Deutschland durfte wieder
mal lachen und ich hoffe, diese Freude auch morgens in der U-Bahnen noch
zu haben. Lieber Vincent, gut gelacht ist besser als Bio-Fleisch.