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FAZ.NET-Frühkritik Alles muss vercheckt sein

 ·  Eigentlich wollte das Erste mit seinem neusten „Markencheck“ den großen Supermarktketten Edeka und Rewe auf den Zahn fühlen. Heraus kam dann aber bloß eine harmlose Parade bekannter Ladentricks. Frank Plasberg verhedderte sich nachher im Themendurcheinander.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Rolf Mueller
Rolf Mueller (raem) - 09.01.2013 12:38 Uhr

Information nein, Propaganda ja

Information und Aufklärung lebt von der Vielfalt der Aussagen. Propaganda lebt von der ständigen Wiederholung einfacher Aussagen. Den ARD-Sendern vorzuwerfen, sie würden sich wiederholen verkennt ihren publizistischen Auftrag: Propaganda für den Mainstream, und der ist nun einmal antikapitalistisch, unternehmensfeindlich, expertengläubig, weiblich und total ökologisch.

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Otto Meier

"... anstatt ausführlich auf die wirklich wichtigen Punkte einzugehen."

Die da wären?!

Das von Plasberg und Co. nicht mehr viel zu erwarten ist, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Aber wenn sich die Printmedien in ihrer Kritik darin erschöpfen, zu kritisieren, ohne Alternativen oder zumindest mehr als vage Andeutungen zu bieten, dann ist das auch nicht mehr als Papierverschwendung analog der Sendezeitverschwendung.

Dabei böte sich doch gerade im Lebensmittelbereich einmal an, darüber zu berichten, welche gesundheitsschädlichen Stoffe bei der Verarbeitung zum Einsatz kommen und in Resten im Endprodukt bleiben, aber nicht auf den Verpackungen genannt werden müssen. Eine Lücke im Lebensmittelrecht, die dringend geschlossen gehört.

Aber darauf wartet der leidlich aufgeklärte Konsument wohl vergeblich.

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Martin Adler
Martin Adler (bumaro) - 08.01.2013 15:04 Uhr

... und auch noch stolz darauf

Habe eben, um den "Check" anzuschauen, die ARD-Seite aufgerufen. Da kam er glatt ganz oben auf der Startseite. Man scheint bei der ARD mächtig stolz auf ihn zu sein.

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Erwin Löffler

War doch ne gut gemachte GoPro Werbung

Finde ich zumindest. Immer und überall wurden in der Doku Action-Kameras dieser bestimmten Marke gezeigt.

Ich gehe übrigens aus ganz anderen Gründen als den gecheckten zum einen oder anderen Supermarkt.

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peter myer

........

ard/zdf sollten lieber die gez-gelder verschwendung checken. da gäbe es genug zu tun.

aber zwangseingetriebenes geld läßt sich so wuenderbar verschwenden.

ich werde jedenfalls keinen cent zahlen. mein vorsatz fürs neue jahr: ich bin jetzt auch wutbürger.

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Christoph Runge

Der Kommentar ist sehr zutreffend,

schließlich ist der deutsche LEH der härteste der Welt. Big Player wie "Walmart" habens hier nicht geschafft, trotz über 200 MIA Umsatz. Alle gescheckten Handelshäuser sind jedenfalls in privater Hand und haften entsprechend - im Gegensatz zu den Monopolisten ARD, ZDF mit entsprechender Vielzahl an Regionalprogrammen. Mit mtl. Zwangsgebühren. Der EH Kunde kann jedoch je nach Vertriebsform zwischen 1.000 - 40.000 Produkten FREI ENTSCHEIDEN!

Wenn ich die Hundertschaften beim Abspann von "Blasberg" sehe und mir vorstelle,daß dazu
noch Subunternehmen kommen, dann wird mir regelmäßig schlecht. Bundesfinanz-ministerien ARD, WDR, NDR, BR, MDR, ZDF mit Regionalstudios, SWR, Phoenix, 3Sat etc.?

Diese Sender können soviel Müll produzieren, bezahlt werden muss er vom Zuschauer. Herr "Blasberg", weniger heiraten und dafür mehr den Montgomery von der "Bundesdreiste-kammer" mit Patienten, die ihn bezahlen müssen einladen!

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 08.01.2013 10:56 Uhr

ARD-Programmchef Volker Herres hält "Markencheck" für "auf geradezu exzellente Weise investigativ"

Dazu habe ich 2 mögliche Erklärungen:

1. Er hält diesen reißerischen Quatsch (Fußgängerzonenbefragungen, Wissenschaftler mit Kitteln und Kolben, gerne auch Christoph Lütgers mit betroffenem Gesichtsausdruck) wirklich für Investigativjournalismus und wundert sich, warum Galileo keineJournalistenpreise gewinnt.

2. Er benutzt die Hyperbel als rhetorisches Mittel, um durch maßlose Übertreibung den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei den ganzen "Checks" und "Storys" überhaupt um Investigativjournalismus handelt (analog zur "besten Bundesregierung seit der Wiedervereinigung" der Kanzlerin, die damit suggerieren wollte, man sei eine gute Bundesregierung bzw. überhaupt eine). Diese Pseudoberichterstattung soll davon ablenken, dass ARD u. ZDF sich längst von der kritischen Begleitung des politischen Geschehens verabschiedet haben und ganz bewusst Unwichtiges aufbauschen, um Wichtiges zu vernachlässigen. Als Substitut empfehle ich den Artikel "Ponzi-System" von Andreas Uhlig auf nzz.ch

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 16:17 Uhr
Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 08.01.2013 16:17 Uhr

Gern geschehen

Wenn Goldman Sachs, die trotz all der berechtigten Kritik auch in der Krise ein sehr gutes Gespür bewiesen haben, vor dem Platzen der einzigartigen Schuldenblase warnt, die die westlichen Industriestaaten nach wie vor aufpumpen und die Boston Consulting Group gar nach einer breit angelegten Studie vom "größten Ponzi-System" spricht, "das die Welt je gesehen" habe und das Wachstumsmodell der Industrieländer für "zerbrochen" erklärt, sollte dies gefälligst auch deutschen Medien zumindest eine Meldung wert sein.

Stattdessen hängt man sich an Promischeidungen, welken Salaten, Frauenquoten und Vortragshonoraren auf.

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hansi baumert
hansi baumert (Habaum) - 08.01.2013 14:13 Uhr

Vielen Dank für ihren Hinweis zur nzz!

Hier und da wird doch nicht alles unter den Teppich gekehrt, immerhin. Nur im Deutschen Mainstream fällt so was der Zensur zum Opfer.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 08.01.2013 10:48 Uhr

Wie ein alter Kaugummi

Da denkt man, daß schon alles gesagt ist, da dreht sich das Karusell wieder von vorne.
Man wird aufgeklärt, über die bösen Einkaufsfallen. Ergebnis: die gibt es bei den Diskountern nicht, aber da sind die Preise ja zu niedrig, also ist das auch nicht richtig. Außerdem will man ja doch etwas "Erlebnis"-Einkauf.
Frau Willicks beschwert sich darüber, dass ihr ein Neuwagen besser erklärt wird, als eine Packung Schinken? Da blieb' mir erst einmal die Luft weg.
Nachdem dann die selbsternannten Spezialisten nicht in der Lage waren, Bio vom bösen herkömmlichen Fleisch zu unterscheiden, retteten sie die Bioproduktion damit, dass ja das "gute Gewissen" entscheidend sei.... und ich dachte, daß das Auge mitißt.
Das Testbild hätte am Ende genauso viel Neues gebracht. Die Wiederholung einer Sendung aus 2011 wäre genauso informativ gewesen, aber wesentlich günstiger ....
Und Pleitgen meint: Fünf Talkshows seien zu viel. Meinte er damit auch "Hart aber Fair"?

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 08.01.2013 10:15 Uhr

Das war ne feine Werbesendung

oder sehe ich das jetzt falsch? Ich fühlte mich anschließend ziemlich veralbert. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Käufern, die sich zu Spontankäufen verleiten lassen. Ich kaufe nach Zettel und sonst nix und was nicht auf dem Zettel steht, wird nicht mitgenommen.

Sich über eine Schinkenpackung aufzuregen, nun ja, kann man machen. Erkenntnisgewinn gleich Null. Solche Sendungen sind einfach nur ärgerlich.

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Closed via SSO
Thomas Mank (tgamank) - 08.01.2013 10:09 Uhr

Fast-Food-Journalismus

Der Kommentar gefällt mir sehr gut. Insbesondere auch der Hinweis darauf, dass sich "Fast-Food" nicht nur auf das kulinarisch-haptische begrenzen lässt, sondern ebenso anwendbar ist auf das, was wir uns mit den übrigen Sinnen "einverleiben". Hier bietet das Fernsehen meiner Ansicht nach ein Übermaß an minderwertiger (geistiger) "Nahrung", was ebenso haften bleibt, wie sich mir Leid von Geschöpfen vermittelt, die um des günsigsten Preises wegen massenhaft im wahren Wortsinne "verbraucht" werden. Allzu sehr wird übersehen, dass wir hierbei eben nicht am Ende einer (Nahrungs-)Kette stehen, sondern selbst Teil eines Verwertungsprozesses sind, auf statistische Einheiten reduziert.

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Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 08.01.2013 09:34 Uhr

Vielen Dank...

für diesen Artikel - wenngleich auch hier nur eine alte Erkenntnis bestätigt wurde: Frank Plasberg (Blaßzwerg) kann es nicht und das ganze Gechecke geht einem schon lange auf den Senkel.

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Lars Werner

Diese Sendung war an Dekadenz und Bigotterie nicht zu übertreffen

Unter dem Motto: "Man gibt eben etwas mehr Geld aus für Bioprudukte, dann weis man, dass die Tiere glücklich waren", läßt man es sich gut gehen. Dass es Menschen und das ist die Mehrheit in unserem Land, gibt, die es sich überhaupt nicht leisten können im elitären Bioladen einzukaufen, kommt in der Vorstellungskraft von Herrn Plasberg & Co. nicht vor. Nur bezahlen genau diese Menschen sein Gehalt.

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siegmund maciejewski

langeweile und einmal lachen

Die Sirene der absoluten Kontrolle, was wir essen dürfen, Frau Willicks, musste sich erklären, warum die Erzeuger noch nicht ihre Hobbys auf der Packung bewerben dürfen. Deutschland durfte wieder mal lachen und ich hoffe, diese Freude auch morgens in der U-Bahnen noch zu haben. Lieber Vincent, gut gelacht ist besser als Bio-Fleisch.

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08.01.2013, 06:51 Uhr

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