18.03.2012 · Die Wahl des Bundespräsidenten ist auf vielen Fernsehkanälen zu sehen. Es zeigt sich: Auch eine Wahl, deren Ergebnis scheinbar feststeht, birgt Spannungspotential.
Von Benjamin Grau, Michael Hanfeld, Matthias Hannemann, Oliver Jungen und Frank LübberdingRichtlinien für Lesermeinungen
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Was für ein schöner TV-Sonntag
Für diese "wunderbare" Berichterstattung der BP-Wahl
haben gleich zwei öffentlich rechtliche Anstalten ihre besten
Vertreter an die Mikrofone geschickt. Dafür sei herzlich gedankt !
In Zukunft sollte es ausreichen wenn eine dieser Fernsehanstalten uns
mit nichtsagenden Phrasen und abgedroschenen Fragen belästigt. Aber
öffentlich rechtlich jammern über die längst
fälligen Sparprogramme !
Zur Frage der Frau Schausten an A. Merkel, ob Herr Gauck ihr jetzt die
Leviten lese, ist zu sagen daß es wünschenswert wäre,
wenn auf dem Mainzer Lerchenberg ihr jemand endlich die Leviten liest.
bundesdeutscher Politik ist jetzt erreicht.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.03.2012 11:44 UhrUnd Tante Käthe?
Es bleibt zu wünschen, dass sie mit Ihrer Meinung Recht behalten.
Allerdings befürchte ich, dass wir uns auch diesmal wieder an Tante
Käthe erinnern. Dass es auch hier wieder einen tieferen Tiefpunkt
geben wird.
Wie hatten wir uns doch über die schlimmen Verfehlungen des KT v.
Guttenberg aufgeregt und gedacht, jetzt alles erlebt zu haben, als die
Causa Wulff schon wieder unsere Vorstellungen überschritt.
... hatte ein bischen was von Weihnachten!
Jeder wußte vorher, was am Ende des Tages passiert sein
würde. Alle taten ganz aufgeregt, obwohl sie doch wußten, was
sie geschenkt bekommen. Deswegen war es ihnen auch ein bischen egal und
sie ein wenig unaufmerksam.
Und obwohl alle wissen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt,
versuchten alle zu vermeiden dies zu sagen.
Nach Köhler wollte die Regierung Gauck nicht, jetzt tut sie so, als
sei der damals schon die bessere Wahl gewesen. Köhler wollte nicht
mehr, Wulff hat nie das Format gehabt, jetzt muss Gauck versuchen, den
ramponierten Ruf wieder auszubeulen?
Und dafür wird eine Wahl in ein Amt ohne Macht, die vorher schon
ausgemachte Sache ist, an der die Bevölkerung keine Teilhabe hat,
auf allen Sendern stundenlang übertragen?
Früher war Demokratie spannender, Politik ehrlicher!
Bezeichnend ist, das die Reputation von Helmut Schmidt heute noch
höher ist, als die der heutigen Perwoll-Politiker!
Es fehlen leider diverse denkwürdige Ereignisse des Fernsehtages.
So zum Beispiel das Interview mit Frau Klarsfeld, die als Ziel ihrer
möglichen Bundespräsidentschaft nur das ziemlich
un-"Link" wirkende Ziel erklärt hat, sie möge die
Staaten Europas näher zusammenbringen, um im Fall
militärischer Interventionen im Ausland eine gemeinsame Armee
schicken zu können. Auch das Dazwischenplappern der Moderation auf
ARD mitten in Lammerts Abschlussworte vor der Nationalhymne hinein war
reine Wichtigmacherei.
Phasenweise fühlte man sich wie in einer Persiflage einer
königlichen britischen Hochzeit. "Und jetzt tunkt die
Prinzessin traditionsgemäß die Hände in den
königlichen Pudding..."
Danke für den Ticker! Und Frage an ZDF/ARD
Danke für den Live-Ticker
Wie immer einen großen Dank für diesen
Live-Ticker/Medianreportage der anderen Art.
Andere Frage die sich mir stellt: Warum werden die Sendungen von ARD/ZDF
nicht als Dauerwerbesendung für Facebook gekennzeichnet?
Mit das Beste an diesem Wahlsonntag . . .
ist Ihr Ticker, gewuerzt mit feiner Prise Ironie, amuesant, unterhaltend.
Einmalige Chance leider nicht genutzt.
5Millionen 155 Tausend Wähler der Partei Die Linke wurden von den
anderen Parteien des
Deutschen Bundestages nicht eingeladen einen gemeinsamen Kanditaden
für das stark an-
geschlagene Amt des od er der Bundespräsident tin zu finden.Welch einUndemokratisches
Demokratie
Verständnis,Lobbyismus,Ausländerfeindlichkeit,Koruptheit und
Co haben wieder
einmal die Überhand erreicht. Aber Die Linke hat mit Frau Klarsfeld
eine Kanditan aufgestellt
die es zu Ihrer Lebensaufgabe gemacht hat,den Nazis auf der Spur zu
bleiben,super engagiert,
couragiert,lebens bejahend, aber so etwas wird leider von den Springer
Medien und Co nicht
getrage. Echte Chance verpasst,Wahlmänner waren halt keine
Zeitarbeiter,Hartz 4 ler,Rentner,
Nebenjobber,Schwarzarbeiter usw.
Alles gute weiterhin Frau Klarsfeld..
Weil es in diesem Land noch 77 Mio Menschen gibt, die NICHT links wählen würden.
Und das schöne an einer Demokratie ist ja der Sieg des Mehrheitsprinzips.
Fällt Götzsch und Co. immer noch schwer zu verstehen, seit sie
sich echten demokratischen Wahlen stellen müssen...
Astreiner Linkenanhänger
Sie haben das Prinzip einer Demokratie schon voll verinnerlicht. Alle
Parteien stellen gemeinsam einen Konsenskandidaten auf und dann muss er
nur noch von der Bundesversammlung abgenickt werden. Somit haben sie,
wenn sie alle Bundestagabgeordnete hinter sich haben und auch nur 5%
aller sonstigen der Versammlung, die Bundesversammlung effektiv
ausgehebelt. Und wenn sie schon die Beteiligung von einem Haufen
Spinnern fordern, dann doch bitte die der NPD auch. Sowas gabs schon mal
in der DDR.
Das jetztige System ist doch schon eine Farce! Jede Partei sollte ihren
eigenen Kandidaten stellen. Die Wahlmänner (und ich sage hier
ausdrücklich NICHT das weibliche Pendant, da das PC-BS ist!)
sollten zufällig unter den Wahlberechtigten per Computer ermittelt
werden und dann in einer echten Wahl mit circa 3 Wahlgängen der
beste Kandidat zum Präsidenten gekührt werden. Es reicht schon
der Parteilinienzwang im Bundestag, warum jetzt auch in der Bundesversammlung.
Habe keine Erwartungen an Herrn Gauck
Der Rücktritt Köhlers hat alles ausgelöst. Vorher
kümmerte sich kein Aas um den BuPrä, seine Reden oder seine
First Lady. Weihnachtsansprache (als Film einer Ansprache), ein paar
exotische Reisen mit Niederschlag in den Medien unter ferner liefen,
zwei Reportagen (der BuPrä beim Wandern oder der BuPrä
informiert sich über das Waldsterben) und das Defilee der
Diplomaten zum Neujahrsempfang. Jetzt sollen wir alle Riesenerwartungen
haben, uns ducken unter einem Wortschwall, zum ersten Mal etwas von
Freiheit und Verantwortung hören. Da reicht mir die Kanzlerin mit
ihrer drögen nüchternen Art.
Und für Herrn Lammert, den ich sehr schätze: Ich gehöre
keiner Partei an, zahle seit dem 18. Lebensjahr Steuern (kumuliert sehr
viel), habe nie etwas verlangt geschweige denn erhalten, bin hier unter
Klarnamen und erwarte von Politikern nicht mehr, als daß sie ihre
Arbeit tun und sich von zwielichtigen Dingen fernhalten.
Lieber Herr Albrecht
Sie wissen gar nicht, wie viel Sie damit erwarten. Offensichtlich ist genau das für Politiker oft eine Überforderung.
Die schöne Reportage aus der Zwergenlandschaft unserer Politiker und Hofberichterstatter zeigt mir doch, daß ich meinen Sonntag ohne Glotze sehr viel sinnvoller verbracht habe. Welch erschreckendes intellektuelles Niveau bei Wahl"männern", Berufspolitikern und Fernsehschaffenden, welches hundertfache Wiederkäuen von Stereotypen ("Nazijägerin"). Denk' ich an Deutschland bei der Nacht...
abschaffen