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FAZ.NET-Fernsehkritik Sollen Schüler Hitler lesen?

 ·  Bei „Anne Will“ ging es um Hitler und um die Frage, ob dessen Hetzschrift „Mein Kampf“ demnächst in der Schule behandelt werden soll. Wer auf Antworten hoffte, hoffte vergeblich.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (46)

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Suzana Mayr

Typisch deutsche Diskussion.

Es ist mir ehrlich gesagt immer ein Rätsel gewesen, wieso einem wirklich grottenschlechten Buch wie "Mein Kampf" ein derart mystifizierender Status gewährt wird. Ich bezweifle, dass selbst überzeugte Neonazis größtenteils das Buch nicht lesen, obwohl es, dem digitalen Zeitalter sei Dank, für jeden nur ein Mausklick entfernt ist.
Das Mißtrauen, dass dem eigenen Volk damit nach 60 Jahren Demokratie entgegengebracht wird, verstehe ich nicht. Im Ausland ist es erlaubt, und ich hab' noch nicht erlebt, dass die Lektüre qua inherenter Infektion die Leser zu Nazis transformiert.

Somuncu hat hier überzeugend argumentiert, auch wenn ich die Meinung, Kinder seien auch Täter gewesen (in Bezug auf die Bombardierung Dresedens), ausgesprochen absurd finde. Ich finde es auch richtig, dass er sich mit der Art seiner Lesungen offen über Hitler lustig macht - denn abseits allen Schreckens IST Hitler lächerlich.

Den Vogel abgeschossen hat für mich Frau Barning, absurder und themenfremder geht es kaum.

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Michael Arndt

Natürlich, wobei diese schwer verdauliche Kost

nur etwas ab Klasse 10 sein könnte.
Ich wundere mich seit Jahrzehnten, dass wir zwar die Buchverbrennungen der Nazis geißeln, aber "Mein Kampf" (in Deutschland) nicht erworben werden kann. Das ist einer aufgeklärten und freiheitlichen Gesellschaft schlicht und einfach unwürdig...

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Frank Weiss

Wann hört endlich mal die Bevormundung auf

Das Buch nicht zu veröffentlichen ist Zensur. Als Demokrat bin ich selbstverständlich für eine Wiederveröffentlichung dieses Werkes. Bevor man mich jetzt mit der Nazikeule mundtot macht: ich bin kein NAZI, möchte mir aber selbst ein Bild vom Inhalt des Buches machen dürfen und dann möchte ich auch bitte nach der Lektüre als mündiger Büreger selbst entscheiden dürfen, diese Ideologie abzulehnen.

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Jorge Miguel Acosta

In der Grundschule nicht

Mein Kampf wurde 1925/26 geschrieben und ist Anfang der 30er ein Bestseller geworden. Wurde es richtig gelesen? Wurde es dann richtig interpretiert? Wurde es dann ernst genug genommen? Wahrscheinlich nicht, denn spätestens im Jahre 1945 wusste die Welt was Adolf Hitler in seinem Buch meinte. Jedoch die neuen Generationen sollen die Möglichkeit haben, sich zu informieren und daraus, die tatsächliche Gefahr den Rechtsextremismus abzuleiten und zu diskutieren. Deutschland darf nicht die Zeit des Nationalsozialismus unter den Teppich kehren, denn es waren deutsche die, die 20 Jahre der Weltgeschichte geprägt haben. Man darf nicht den Zweiten Weltkrieg bagatellisieren. Die Jugend muss wissen, was falsch, ja sogar abstoßend gemacht wurde, aber sie müssen auch wissen, dass nicht alle Deutsche und vor allen nicht jeder Uniformtragender, ein Kriegsverbrecher war.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 19:37 Uhr
Carsten Zimmermann

Es waren nur 12 Jahre

und die Gründe für den zweiten Weltkrieg gehen bis 1870/71 zurück. Genauso wie Antisemitismus kein neuzeitliches Phänomen ist,sonder schon seit Jahrhunderten existiert! Eine Bagatelle werden die Weltkriege nie werden,denn 80 Millionen Tode kann man schwerlich übersehen! Allerdings hätte es Europa in dieser Form heute nicht ohne die Weltkriege gegeben. Letztlich wird die Zukunft über unsere Gegenwart urteilen,so wie wir über die Vergangenheit!

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Wolfgang Weinmann

Mir kommt Hitler bald ober heraus

Entschuldigung für den Ausdruck, aber man kommt sich hier langsam wie in einem Irrenhaus vor. Warum? In den 80er Jahren hielt ich in der Schule selbst überzeugt ein Referat über das schreckliche, menschenverachtende 3. Reich. Ich war in der SPD, die ich auch bis 2005 lange Jahre gewählt habe. Aber solangsam reichts. Mir scheint, als Hitler immer mehr von denen zum Nabel des Deutschlands im 21. Jhrhdrt., die besonders davon profitieren. Und zwar Linke und Grüne, die heute im Jahr 2012 insofern aus der dauerwährenden vererbten Anklage gegen alle Deutschen Nutzen ziehen, wie sie damit ihre Politischen Ziele vorantreiben wollen. Egal um welche "Probleme" es geht: Fragwürdige Einwanderungspolitik, Probleme mit dem Islam, linke Gewalt, rechte Gewalt, Kampf "nur" gegen Rechts, Moscheenbau, Zigeuner und weiß Gott was: Es gibt nichts, wo man nicht verblüffend schnell wieder bei Hitler landet. Diese krankhafte "Erziehungsversuche" von denen, die davon profitieren, die habe ich restlos satt.

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Jorge Miguel Acosta

Sollen Schüler ...

Ich bin gebürtiger Argentinier jedoch verdeutscht, denn ich kam Ende der 50er um eine bessere Zukunft zu suchen und ich habe diese hier gefunden. Vielleicht bin ich eine Seltenheit, aber ich betrachte mich als ein selbstintegrierter deutscher Bürger. Ja, ich habe mich integriert ohne große Anstrengungen, denn ich habe einfach nur die geltenden Bestimmungen für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erfüllt, und das war‘s. Nun nehme ich meine erworbenen deutschen Pflichten und Rechte sehr ernst und so, werde ich hier auch meine Meinung äußern.
Sollen Schüler Hitler lesen? Nein, das Thema gehört nicht auf die Schulbank einer Grundschule, jedoch es sollte ein Bestandteil der allgemeinen Bildung sein und zwar ohne retouche. Nationalsozialismus ist in Deutschland ein „Tabu“ aber im Ausland, kann man ohne große Aufwendungen, Bücher und Informationsmaterial erhalten, aber nicht immer Lupenrein. Mein Kampf wurde 1925/26 geschrieben und ist Anfang der 30er ein Bestseller geworden. Wurde

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Carsten Zimmermann

Ich habe es als 14 jähriger gelesen

und obwohl mich das Thema "Nazideutschland" sehr interessierte,kann ich nur empfehlen es Auszugsweise zu lesen. Vielleicht gleichzeitig mit der Gegenüberstellung der späteren Realität. Es gibt genug Dokumentarfilme über die Verbrechen. Ansonsten ist dieses Buch kaum am Stück zu lesen,ich habe glaube 8 Wochen benötigt,um den verworrenen Gedanken folgen zu können und vor allen Dingen einzuschätzen.Man sollte nichts Totschweigen, ohne aber fast 70 Jahre danach,immer noch gebückt zu gehen. Ohne Versailles hätte es kein Nazideutschland gegeben,das sollten die Schüler ebenso wissen! Es spielten viele Faktoren eine Rolle! Jedoch darf es auch nicht die Verbrechen entschuldigen,die nicht nur Hitler und seine Schergen verübten,sondern viele einfache Menschen. Angefangen von der SA,SS,SD und Gestapo! Wovon viele weder bestraft wurden,noch zum Handicap in der Nachkriegszeit wurde. Auch das sollten die jungen Menschen wissen!

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 03.05.2012 12:38 Uhr

Verlegt das Buch mit wachsgetränkten Seiten.

Dann kann man es noch als Grillanzünder nutzen.

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Kerstin Münstermann-Bodewig

Finger in die Wunde ...

... dafür danke ich Anne Will. Nichts braucht unser Land mehr als frische Luft und dadurch Heilung.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 03.05.2012 12:09 Uhr

Das Sommerloch muss noch nicht gefüllt werden

Nein, eindeutig nein. Diese Dummbatzlektüre, 'Mein Krampf', hat bei Jugendlichen, mit deren noch geistigen Unreife nichts zu suchen. Die können das was darin steht, ob ihrer noch schulischen unfertigen Bildung eh gar nicht verstehen, aber höchstens in den falschen Hals bekommen. Man solle nur ja nicht Glauben, Lehrer könnten denen das Buch sachlich erklären und inhaltlich richtig vermitteln.
>
Ideologie egal welcher Richtung hat in schulischen Bildungsstätten nichts zu suchen.
>

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 03.05.2012 11:50 Uhr

Der "Kampf" gegen den Faschismus ist in Dtl. zu einer Obsession geworden.

Alles, was faschistisch ist, oder dafür gehalten werden könnte, wird in Dtl. bekämpft. Pränatal bis postmortal.
Wichtig ist dabei nicht, ob es sich wirklich um faschistisches Gedankengut handelt, es reicht schon, dass es so sein könnte. Es wird uns suggeriert, man dürfe in dem Kampf nie nachgeben, denn sonst würde gerade in Deutschland der Rechtsextremismus zu alter Stärke aufsteigen, wie ein Vulkan kurz vor der Eruption. In keiner Wahlanalyse wird die NPD einzeln ausgewiesen. Als hätte es die letzten 70 Jahre Demokratie, Bildung etc. nicht gegeben.
Jetzt wird darüber nachgedacht, ein Buch, das in 3,5 Jahren auf den Markt kommen kann, im Unterrich zu lesen. Warum fragt keiner die Schüler - die wählen und autofahren dürfen - ob sie von dem braunen Zeug nicht schon die Nase voll haben.
Und wer z.B. eine Marine Le Pen mit den Faschos in eine Ecke stellt, verkennt, dass national nicht rechtsradikal sein muss.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 13:34 Uhr
Wolfgang Weinmann

Die Berufenen dieser Obsession

zeigen bezüglich des Grades der Versessenheit oft selbst äquivalente verschrobene und intolerante Meinungsansätze. Gegen Hitler zu sein ist notwendig, aber nicht hinreichend, um ein Demokrat zu sein!

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Matthias Bonatus

Obsession

... eine Obsession, also quasi eine Geisteskrankheit.
National = Rechtsradikal?
Damit ist jeder Fußballfan bereits ein latenter Nazi ...
Wir sind so sehr bemüht, den 5% "rechtem" Rand und dem vermeintlich "Latenten" nachzustochern, dass wird den Rest der Welt, also 99% vergessen.
Solange der Schrecken, den die Nazis angerichtet haben, nur für 1 Volk relevant hat, braucht auch der Rest der Welt NICHTS daraus lernen ..... eine fatale Philosophie ....

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 03.05.2012 12:03 Uhr

Und das ist gut so

:-)

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Jan Matthias

Kann unsere Schule das?

Wenn ich "Mein Kampf" und Schule höre, dann habe ich dabei kein gutes Gefühl, weil ich mir bildlich vorstellen kann, wie unsere Lehrerschaft aufgeregt alle 2Minuten "Scheiße!" ruft, um nur ja im Gesamtzusammenhang bei den Schülern ein negatives Image bezüglich des Buches zu hinterlassen.
Wenn schon schulische Auseinandersetzung, dann bitte richtig. Neben dem bekannten Blödsinn enthält das Buch Stellen, die heute undenkbar sind, damals aber allgemein akzeptiert waren, und darüber hinaus einige sinnvolle Passagen (ich denke an Österreich-Ungarn bzw. als Parallele die heutige EU). Um das zu erkennen muss man es selbstverständlich gelesen haben ohne provisorisch über jeden Buchstaben die Nase zu rümpfen.

Solange man als Deutscher allerdings nicht einsehen kann, dass auch Hitler ab und an eine gute Idee hatte, solange müssen wir das Buch nicht in den Lehrplan aufnehmen. Die heuchlerische, substanzlose Debatte, wie wir sie seit Jahrzehnten führen, hat maßgeblich zum Mythos beigetragen.

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Alfred Göldner

Zu dem "Türken" nur so viel, ...

Somuncu ist nicht nur mit seinen Lesungen "durch die Lande" gezogen, sondern auch durch Schulen. Er ist in der Runde wahrscheinlich der Einzige gewesen, der das Buch von vorn bis hinten gelesen hat - zwangsläufig - und darüber bestens informiert ist. Seine Lesung gibt es als CD zu kaufen, so dass man sich einen guten Eindruck verschaffen kann, und dass er darin Nazi-Opfer in keiner Weise verhöhnt. In seiner Lesung erfährt man darüber hinaus viele wissenwerte Details über das Buch. Und warum soll er nicht sagen: "Ich als Künstler"? Er ist doch einer: Sänger, Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Kabarettist - reicht das? Würde mit "Mein Kampf" so verfahren, wie Somuncu es tut und hätten wir endlich eine ordentlich kommentierte Ausgabe und käme beides in unsere Schulen, dann wüssten mehr Schüler vielleicht auch wieder wer Honecker war, denn diese Sachen bedingen sich in gewisser Weise. Der "Türke", wie Herr Hintermeier Somuncu bezeichnet, ist übrigens Deutscher.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 12:16 Uhr
Closed via SSO

@ Herr Göldner

Der "Türke" hat mit seiner türkischen Abstammung kokettiert, um ja nicht in den Geruch der "Erbschuld" zu gelangen.

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Jürgen Vogel
Jürgen Vogel (pascht) - 03.05.2012 12:13 Uhr

Zu diesesm Buch gibt es keine wissenswerte Details Herr Göldner

zum Autor nur soviel...

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Jörg Ebert

Danke Herr Göldner

Genau so sehe ich das auch!

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Otto Meier

Antworten? Konnten wir denn wirklich Antworten erwarten?

Eine perfekte Zusammenfassung, fehlte nicht der Hinweis auf die in der Show getätigte Feststellung, daß Hitlers Politik auf fruchtbaren deutschen Boden fiel. Eine Feststellung, die die Schuld Hitlers relativiert und die Mitschuld der Mehrheit der Deutschen jener Zeit klarstellt. Die Begrenzung auf jene Zeit ist wichtig, da Schuld etwas Persönliches ist, die Greueltaten der Nazis keine Erbsünde darstellen. Einzig die Einbeziehung manipulierter Kinder und Jugendlicher erscheint mir unzutreffend zu sein. Jedoch fehlte die Frage, inwieweit sich die Schuld hinsichtlich weiter bestehender Folgen der Arisierung vererbt. BMW und Quandt seien da beispielhaft genannt.

Gut war auch, auf das unangebrachte Selbstmitleid hinzuweisen, das zum Beispiel jedes Jahr in Dresden zur Schau gestellt wird. Das stellt die Kausalität auf den Kopf.

Zum Thema: Wer Bücher verbietet, steht damit auf einer Stufe mit denen, die Bücher verbrennen. Das Verbot ein Fehler, der heute den Neonazis in die Hände spielt.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.05.2012 02:14 Uhr
Otto Meier

Sehr geehrter Herr Schneider,

wäre die Trauerfeier nicht öffentlich, fände sie ohne politische Mitwirkung statt und/oder würde dort der Opfer des Nationalsozialismus und nicht vordergründig der Opfer eines Bombenangriffes gedacht, es gäbe überhaupt kein Problem. So aber stellt diese Trauerfeier eine ungute Nähe zu den zeitgleich demonstrierenden Neonazis her, die dort ihre Verluste beklagen.

So geht das nicht, das ist ein Schlag in's Gesicht aller Opfer des Nationalsozialismus. Daran ändert auch der begrüßenswerte Widerstand gegenüber der Neonazi-Demo nichts. Die Geschichte darf nicht relativiert werden. Es darf keinen Zweifel daran geben, daß alle Opfer Opfer des Nationalsozialismus waren. Es gibt keine Opfer durch Opfer.

Und ja, die Art und Weise der Trauerfeier darf und muß kritisiert werden, wenn sie unangemessen ist. Das sind wir unserer Geschichte schuldig.

Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um Kritik der Trauer an sich, sondern um Kritik an der Trauerfeier.

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Sebastian Schneider

Sehr geehrter Herr Meier,

vollkommenes Einverständnis zu den beiden ersten Absätzen.
Zum letzten Absatz muss ich allerdings sagen, dass ich ihn den Dresdnern gegenüber unfair finde. Einerseits weil es defätistisch ist, Menschen eine bitteschön angemessene und politisch korrekte Trauerarbeit vorzuschreiben. Vor allem, da die dort öffentlich Trauernden zum Zeitpunkt des Angriffs kleine Kinder waren oder Nachgeborene sind und aktiv keinen Beitrag zu irgendeinem Krieg geleistet haben.
Und das parallel Neonazis demonstrieren hat nicht mit den Menschen in Dresden zu tun, sondern mit der deutschen Rechtsordnung und deren Auslegung durch die Dresdner Stadtverwaltung. Das legale Mittel, dem zu begegnen, die Gegendemonstration wird jedes Jahr von zahlreichen Menschen in Dresden ergriffen.

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Otto Meier

Wer Wind sät, wird Sturm ernten.

Sehr geehrte Frau Barre,
ob es sich um ein Kriegsverbrechen handelte, um simple Rache für die Bombardierung Londons, um eine unnötige Kriegshandlung, darüber wird wohl noch lange gestritten. Aber darum geht es doch nicht. Niemand will den Menschen in Dresden oder wo auch immer verbieten oder verübeln, um ihre Angehörigen zu trauern. Aber, der Ton macht die Musik.

Der Krieg ging nun einmal von Deutschland aus und im Krieg kommt es immer zu unmenschlichen Entgleisungen. Diesbezüglich haben sich die Kriegsparteien selten gegenseitig etwas vorzuwerfen. Aus Opfern können Täter werden, aber aus Tätern niemals Opfer, es sei denn, Opfer ihres eigenen Täterseins.

Die Art und Weise der Durchführung der jährlichen Veranstaltung in Dresden vermittelt mir nicht den Eindruck, daß den Menschen in Dresden oder in Deutschland bewußt ist, daß sie sich ihr Leid selbst zugefügt haben. Insbesondere, wenn zeitgleich Neonazis quasi ungehindert demonstrieren. Auch Ihr Beitrag läßt diese Einsicht vermissen.

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dominique barre

unangebrachte Selbstmitleid - jedes Jahr in Dresden

Sehr geehrter Herr Meier,
die Tatsache, dass eines größten Einzel-Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges , das durch NICHTS begründet und gerechtfertigt war, dessen furchtbare Wirkung durch die Allierten bewusst geplant und in seinem Ausmaß erwünscht - da das Überquellen der Stadt durch Frauen, Kinder und alten Menschen sehr wohl bekannt - war , als ein solches zu leugnen , zu minimisieren, zu rechtfertigen oder sogar als "Gut" zu heißen -( wie auf Plakaten : Do it again") stellt diejenigen, die dies tun, auf die gleiche Stufe wie die Holocaust-Leugner, wenn nicht sogar -Befürworter.

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Frank Fischer
Frank Fischer (Dr.FF) - 03.05.2012 11:04 Uhr

Popstar Hitler

Hitler sells! Selbst Anne Will und die ARD haben das inzwischen begriffen. Gähn. Etwas fixer war dieser seltsame Kabarettist. Dein Laden läuft nicht? Mensch, mach' doch was mit Hitler! Die Medien werden dich lieben!

Ob Schüler Hitler lesen sollen? Populistische Quark-Frage. Die sollen lesen, was sie wollen, wenn es sie interessiert.

Wer "Mein Kampf" wirklich mal anblättern wollte, konnte das übrigens schon immer - es ist in jeder größeren Bibliothek ausleihbar.

PS.: Wie lange will uns die ARD eigentlich noch mit diesen entsetzlich dünnpfiffigen Laber-Sendungen quälen? Krasser Fall von Lebenszeitverschwendung.

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G. Robert
G. Robert (Dopy) - 03.05.2012 11:00 Uhr

Denkfehler

was bitte schön haben die schulische Leistungen in Mecklenburg mit der Befassen mit Mein Kampf zu tun?

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Jörg Ebert

Talkrunde oder Therapierrunde!?

Man hatte das Gefühl Gabriele Baring wähnte sich nicht in einer Talkrunde, sondern in einer Sitzung mit ihren Patienten. Zu guter Letzt wird sie wohl versucht haben, die Sendung über die Kasse abzurechnen. Ihre Thesen sind zum Thema „deutsche Krankheit“ und der „Opferrolle“ wirken drei Generationen danach einfach wichtigtuerisch. Wir Deutschen müssen mit unserer Geschichte leben, große Teile unsers Landes wirken aufgeklärt, das Land erscheint Weltoffen und würden andere Länder ihre Vergangenheit ähnlich „verwerten“, wäre das nicht der schlechteste Ansatz. Und wenn die Dame auf das Ausland verweist, mit den Hinweis das die Briten, Amis und sonst wer von einer „deutschen Krankheit“ sprechen, sollte man einfach mal deren Presse lesen, wenn zum Beispiel die „deutschen Panzer“ mal wieder im „Blitzkrieg“ ein Elfmeterschießen gewinnen. Leben wir mit der Vergangenheit und geben wir den nächsten Generationen nicht ein Alibi über Opfer und Täterrolle eine Erklärung zu suchen, die es nur in K

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Dr. Paul Schmidt

Wer die richtigen Fragen stellt...

bekommt auch die richtigen Antworten. Bei der Frage um "Mein Kampf" geht es um 3 wichtige Punkte. Zum einen war in den 20er bis 40er Jahren das Problem, daß niemand dieses Buch gelesen hat, obwohl es überall im Wohnzimmer stand. In diesem Buch steht alles drin, was Hitler und seine Nazi Schergen durchgezogen haben. Hieraus könnte man schlussfolgern, daß dies durchaus vermeidbar gewesen wäre, wenn jemand mal "Mein Kampf" gelesen hätte. Der nächste Aspekt ist, das niemand heutzutage "Mein Kampf" lesen sollte, also muss, sondern es lesen können soll, wenn er es denn für notwendig hält. Es zum Schulstoff zu machen ist definitiv zu viel der Ehre und bereitet mir Übelkeit. Die derzeitige Schulaufklärung zu diesem Thema ist mehr als gut genug. Als 3. Aspekt kommt hinzu, daß ab 2015 die Schrift frei ist, und jeder Ausgaben erstellen kann. Der Freistaat Bayern tut also recht daran, jetzt eine kommentierte Ausgabe auf den Markt zu bringen, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

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@ Herr Bergh

Im Vorjahr brachte die FAZ zum 25. Jahrestag des Historikerstreits einen interessanten Artikel. Erst seit 1986 haben unsere Medien das verquere Bild der 68er vom 3. Reich aufgegriffen. Seidem wird jeder der nicht diesem Bild des Nationalsozialismus folgt als Brauner, Faschist, Neonazi und Rassist beschimpft. Wie die diesem Bild folgende Frau Bruhn erklärte waren alle Deutschen schuldige Opfer.
Daß bei der Wahl von 1932 die Deutschen die Wahl hatten zwischen Pest und Cholera wird nicht thematisiert. Hitler war keineswegs so populär, wie das heute behauptet wird. Die Kommunisten hatten aber schon ihre Bereitschaft zu Verbrechen bewiesen und da war Hitler das kleiner Übel. Es ist unerträglich, wenn man so dummdreiste Schlagworte von den "schuldigen Opfern" durch eine, die Nazis in der Familie hatte, hören muss. Sie macht genau das, was die nazis machten. Sie nimmt ein Volk in Sippenhaft.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 13:15 Uhr
Stefan Bergh
Stefan Bergh (Steber) - 03.05.2012 13:15 Uhr

Antwort 2

Eine Änderung hätte nur ein anderes Menschenbild gebracht. Die sozialen Nöte der 1920er Jahre in Deutschland können nicht so einfach auf die Reparationsleistungen zurückgeführt werden. Auch in den USA gab es damals soziale Probleme und die USA gehörte bekanntlich zu den Gewinnern des ersten Weltkrieges. Wie man so hört und liest, waren die Kornkammern aber gleichzeitig gefüllt. Was wiederum zeigt, daß auch in der Zeit der Weltwirtschaftskrise die Produktivität noch vorhanden war. Lediglich der Warenfluß war versiegt.

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"Die sozialen Verwerfungen der 1920er Jahre wären überhaupt nicht notwendig gewesen. "

Eine kühne Behauptung. Wie hätten sie denn nach Ihrer Meinung auf die Schnelle geändert werden können wenn die ganze Welt in einer Wirtschftkrise steckte? Wenn es so einfach wäre, warum haben wir denn in Europa diese Krisen?

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Stefan Bergh
Stefan Bergh (Steber) - 03.05.2012 11:39 Uhr

Antwort

Sicher war Hitler zunächst nicht besonders populär. Dazu sind die Nationalsozialisten in der Öffentlichkeit viel zu rüpelhaft aufgetreten und haben das eher auf Ruhe und Ordnung bedachte Bürgertum zunächst verschreckt. Es bedurfte schon einer künstlichen Zuspitzung der Lage um den Gedanken von dem kleineren Übel entstehen zu lassen. Nur war die Zuspitzung halt künstlich. Die sozialen Verwerfungen der 1920er Jahre wären überhaupt nicht notwendig gewesen. Womit wir wieder bei dem Menschenbild sind.

Das Buch "Mein Kampf" ist sicherlich nur eine Äußerungsform dieses Menschenbildes.

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Siegfried Kellner

Nein und nochmals Nein.

Solange in Deutschlands Schulen nicht mal die GRUNDRECHERNARTEN beherrscht werden und die einfachsten GRAMMATIKREGELN sitzen, ist diese Idee schlicht BLÖDSINNIG.

In Mecklenburg Vorpommern gibt es 15-jährige die nicht wissen wer Honecker und Mielke waren.
Das ist auch gut so, denn es wird Zeit daß man die letzten unseligen Hundert Jahre in Deutschland nicht noch aufwertet.

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Jahrgang 1961, Redakteur im Feuilleton.

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