03.05.2012 · Bei „Anne Will“ ging es um Hitler und um die Frage, ob dessen Hetzschrift „Mein Kampf“ demnächst in der Schule behandelt werden soll. Wer auf Antworten hoffte, hoffte vergeblich.
Von Hannes HintermeierRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist mir ehrlich gesagt immer ein Rätsel gewesen, wieso einem
wirklich grottenschlechten Buch wie "Mein Kampf" ein derart
mystifizierender Status gewährt wird. Ich bezweifle, dass selbst
überzeugte Neonazis größtenteils das Buch nicht lesen,
obwohl es, dem digitalen Zeitalter sei Dank, für jeden nur ein
Mausklick entfernt ist.
Das Mißtrauen, dass dem eigenen Volk damit nach 60 Jahren
Demokratie entgegengebracht wird, verstehe ich nicht. Im Ausland ist es
erlaubt, und ich hab' noch nicht erlebt, dass die Lektüre qua
inherenter Infektion die Leser zu Nazis transformiert.
Somuncu hat hier überzeugend argumentiert, auch wenn ich die
Meinung, Kinder seien auch Täter gewesen (in Bezug auf die
Bombardierung Dresedens), ausgesprochen absurd finde. Ich finde es auch
richtig, dass er sich mit der Art seiner Lesungen offen über Hitler
lustig macht - denn abseits allen Schreckens IST Hitler lächerlich.
Den Vogel abgeschossen hat für mich Frau Barning, absurder und
themenfremder geht es kaum.
Natürlich, wobei diese schwer verdauliche Kost
nur etwas ab Klasse 10 sein könnte.
Ich wundere mich seit Jahrzehnten, dass wir zwar die Buchverbrennungen
der Nazis geißeln, aber "Mein Kampf" (in Deutschland)
nicht erworben werden kann. Das ist einer aufgeklärten und
freiheitlichen Gesellschaft schlicht und einfach unwürdig...
Wann hört endlich mal die Bevormundung auf
Das Buch nicht zu veröffentlichen ist Zensur. Als Demokrat bin ich selbstverständlich für eine Wiederveröffentlichung dieses Werkes. Bevor man mich jetzt mit der Nazikeule mundtot macht: ich bin kein NAZI, möchte mir aber selbst ein Bild vom Inhalt des Buches machen dürfen und dann möchte ich auch bitte nach der Lektüre als mündiger Büreger selbst entscheiden dürfen, diese Ideologie abzulehnen.
Mein Kampf wurde 1925/26 geschrieben und ist Anfang der 30er ein
Bestseller geworden. Wurde es richtig gelesen? Wurde es dann richtig
interpretiert? Wurde es dann ernst genug genommen? Wahrscheinlich nicht,
denn spätestens im Jahre 1945 wusste die Welt was Adolf Hitler in
seinem Buch meinte. Jedoch die neuen Generationen sollen die
Möglichkeit haben, sich zu informieren und daraus, die
tatsächliche Gefahr den Rechtsextremismus abzuleiten und zu
diskutieren. Deutschland darf nicht die Zeit des Nationalsozialismus
unter den Teppich kehren, denn es waren deutsche die, die 20 Jahre der
Weltgeschichte geprägt haben. Man darf nicht den Zweiten Weltkrieg
bagatellisieren. Die Jugend muss wissen, was falsch, ja sogar
abstoßend gemacht wurde, aber sie müssen auch wissen, dass
nicht alle Deutsche und vor allen nicht jeder Uniformtragender, ein
Kriegsverbrecher war.
Es waren nur 12 Jahre
und die Gründe für den zweiten Weltkrieg gehen bis 1870/71 zurück. Genauso wie Antisemitismus kein neuzeitliches Phänomen ist,sonder schon seit Jahrhunderten existiert! Eine Bagatelle werden die Weltkriege nie werden,denn 80 Millionen Tode kann man schwerlich übersehen! Allerdings hätte es Europa in dieser Form heute nicht ohne die Weltkriege gegeben. Letztlich wird die Zukunft über unsere Gegenwart urteilen,so wie wir über die Vergangenheit!
Mir kommt Hitler bald ober heraus
Entschuldigung für den Ausdruck, aber man kommt sich hier langsam wie in einem Irrenhaus vor. Warum? In den 80er Jahren hielt ich in der Schule selbst überzeugt ein Referat über das schreckliche, menschenverachtende 3. Reich. Ich war in der SPD, die ich auch bis 2005 lange Jahre gewählt habe. Aber solangsam reichts. Mir scheint, als Hitler immer mehr von denen zum Nabel des Deutschlands im 21. Jhrhdrt., die besonders davon profitieren. Und zwar Linke und Grüne, die heute im Jahr 2012 insofern aus der dauerwährenden vererbten Anklage gegen alle Deutschen Nutzen ziehen, wie sie damit ihre Politischen Ziele vorantreiben wollen. Egal um welche "Probleme" es geht: Fragwürdige Einwanderungspolitik, Probleme mit dem Islam, linke Gewalt, rechte Gewalt, Kampf "nur" gegen Rechts, Moscheenbau, Zigeuner und weiß Gott was: Es gibt nichts, wo man nicht verblüffend schnell wieder bei Hitler landet. Diese krankhafte "Erziehungsversuche" von denen, die davon profitieren, die habe ich restlos satt.
Ich bin gebürtiger Argentinier jedoch verdeutscht, denn ich kam
Ende der 50er um eine bessere Zukunft zu suchen und ich habe diese hier
gefunden. Vielleicht bin ich eine Seltenheit, aber ich betrachte mich
als ein selbstintegrierter deutscher Bürger. Ja, ich habe mich
integriert ohne große Anstrengungen, denn ich habe einfach nur die
geltenden Bestimmungen für den Erwerb der deutschen
Staatsangehörigkeit erfüllt, und das war‘s. Nun nehme
ich meine erworbenen deutschen Pflichten und Rechte sehr ernst und so,
werde ich hier auch meine Meinung äußern.
Sollen Schüler Hitler lesen? Nein, das Thema gehört nicht auf
die Schulbank einer Grundschule, jedoch es sollte ein Bestandteil der
allgemeinen Bildung sein und zwar ohne retouche. Nationalsozialismus ist
in Deutschland ein „Tabu“ aber im Ausland, kann man ohne
große Aufwendungen, Bücher und Informationsmaterial erhalten,
aber nicht immer Lupenrein. Mein Kampf wurde 1925/26 geschrieben und ist
Anfang der 30er ein Bestseller geworden. Wurde
Ich habe es als 14 jähriger gelesen
und obwohl mich das Thema "Nazideutschland" sehr interessierte,kann ich nur empfehlen es Auszugsweise zu lesen. Vielleicht gleichzeitig mit der Gegenüberstellung der späteren Realität. Es gibt genug Dokumentarfilme über die Verbrechen. Ansonsten ist dieses Buch kaum am Stück zu lesen,ich habe glaube 8 Wochen benötigt,um den verworrenen Gedanken folgen zu können und vor allen Dingen einzuschätzen.Man sollte nichts Totschweigen, ohne aber fast 70 Jahre danach,immer noch gebückt zu gehen. Ohne Versailles hätte es kein Nazideutschland gegeben,das sollten die Schüler ebenso wissen! Es spielten viele Faktoren eine Rolle! Jedoch darf es auch nicht die Verbrechen entschuldigen,die nicht nur Hitler und seine Schergen verübten,sondern viele einfache Menschen. Angefangen von der SA,SS,SD und Gestapo! Wovon viele weder bestraft wurden,noch zum Handicap in der Nachkriegszeit wurde. Auch das sollten die jungen Menschen wissen!
Verlegt das Buch mit wachsgetränkten Seiten.
Dann kann man es noch als Grillanzünder nutzen.
... dafür danke ich Anne Will. Nichts braucht unser Land mehr als frische Luft und dadurch Heilung.
Das Sommerloch muss noch nicht gefüllt werden
Nein, eindeutig nein. Diese Dummbatzlektüre, 'Mein Krampf', hat bei
Jugendlichen, mit deren noch geistigen Unreife nichts zu suchen. Die
können das was darin steht, ob ihrer noch schulischen unfertigen
Bildung eh gar nicht verstehen, aber höchstens in den falschen Hals
bekommen. Man solle nur ja nicht Glauben, Lehrer könnten denen das
Buch sachlich erklären und inhaltlich richtig vermitteln.
>
Ideologie egal welcher Richtung hat in schulischen Bildungsstätten
nichts zu suchen.
>
Der "Kampf" gegen den Faschismus ist in Dtl. zu einer Obsession geworden.
Alles, was faschistisch ist, oder dafür gehalten werden
könnte, wird in Dtl. bekämpft. Pränatal bis postmortal.
Wichtig ist dabei nicht, ob es sich wirklich um faschistisches
Gedankengut handelt, es reicht schon, dass es so sein könnte. Es
wird uns suggeriert, man dürfe in dem Kampf nie nachgeben, denn
sonst würde gerade in Deutschland der Rechtsextremismus zu alter
Stärke aufsteigen, wie ein Vulkan kurz vor der Eruption. In keiner
Wahlanalyse wird die NPD einzeln ausgewiesen. Als hätte es die
letzten 70 Jahre Demokratie, Bildung etc. nicht gegeben.
Jetzt wird darüber nachgedacht, ein Buch, das in 3,5 Jahren auf den
Markt kommen kann, im Unterrich zu lesen. Warum fragt keiner die
Schüler - die wählen und autofahren dürfen - ob sie von
dem braunen Zeug nicht schon die Nase voll haben.
Und wer z.B. eine Marine Le Pen mit den Faschos in eine Ecke stellt,
verkennt, dass national nicht rechtsradikal sein muss.
Die Berufenen dieser Obsession
zeigen bezüglich des Grades der Versessenheit oft selbst äquivalente verschrobene und intolerante Meinungsansätze. Gegen Hitler zu sein ist notwendig, aber nicht hinreichend, um ein Demokrat zu sein!
Obsession
... eine Obsession, also quasi eine Geisteskrankheit.
National = Rechtsradikal?
Damit ist jeder Fußballfan bereits ein latenter Nazi ...
Wir sind so sehr bemüht, den 5% "rechtem" Rand und dem
vermeintlich "Latenten" nachzustochern, dass wird den Rest der
Welt, also 99% vergessen.
Solange der Schrecken, den die Nazis angerichtet haben, nur für 1
Volk relevant hat, braucht auch der Rest der Welt NICHTS daraus lernen
..... eine fatale Philosophie ....
Wenn ich "Mein Kampf" und Schule höre, dann habe ich
dabei kein gutes Gefühl, weil ich mir bildlich vorstellen kann, wie
unsere Lehrerschaft aufgeregt alle 2Minuten "Scheiße!"
ruft, um nur ja im Gesamtzusammenhang bei den Schülern ein
negatives Image bezüglich des Buches zu hinterlassen.
Wenn schon schulische Auseinandersetzung, dann bitte richtig. Neben dem
bekannten Blödsinn enthält das Buch Stellen, die heute
undenkbar sind, damals aber allgemein akzeptiert waren, und darüber
hinaus einige sinnvolle Passagen (ich denke an Österreich-Ungarn
bzw. als Parallele die heutige EU). Um das zu erkennen muss man es
selbstverständlich gelesen haben ohne provisorisch über jeden
Buchstaben die Nase zu rümpfen.
Solange man als Deutscher allerdings nicht einsehen kann, dass auch
Hitler ab und an eine gute Idee hatte, solange müssen wir das Buch
nicht in den Lehrplan aufnehmen. Die heuchlerische, substanzlose
Debatte, wie wir sie seit Jahrzehnten führen, hat maßgeblich
zum Mythos beigetragen.
Zu dem "Türken" nur so viel, ...
Somuncu ist nicht nur mit seinen Lesungen "durch die Lande" gezogen, sondern auch durch Schulen. Er ist in der Runde wahrscheinlich der Einzige gewesen, der das Buch von vorn bis hinten gelesen hat - zwangsläufig - und darüber bestens informiert ist. Seine Lesung gibt es als CD zu kaufen, so dass man sich einen guten Eindruck verschaffen kann, und dass er darin Nazi-Opfer in keiner Weise verhöhnt. In seiner Lesung erfährt man darüber hinaus viele wissenwerte Details über das Buch. Und warum soll er nicht sagen: "Ich als Künstler"? Er ist doch einer: Sänger, Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller und Kabarettist - reicht das? Würde mit "Mein Kampf" so verfahren, wie Somuncu es tut und hätten wir endlich eine ordentlich kommentierte Ausgabe und käme beides in unsere Schulen, dann wüssten mehr Schüler vielleicht auch wieder wer Honecker war, denn diese Sachen bedingen sich in gewisser Weise. Der "Türke", wie Herr Hintermeier Somuncu bezeichnet, ist übrigens Deutscher.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.05.2012 12:16 Uhr@ Herr Göldner
Der "Türke" hat mit seiner türkischen Abstammung
kokettiert, um ja nicht in den Geruch der "Erbschuld" zu gelangen.
Zu diesesm Buch gibt es keine wissenswerte Details Herr Göldner
zum Autor nur soviel...
Antworten? Konnten wir denn wirklich Antworten erwarten?
Eine perfekte Zusammenfassung, fehlte nicht der Hinweis auf die in der
Show getätigte Feststellung, daß Hitlers Politik auf
fruchtbaren deutschen Boden fiel. Eine Feststellung, die die Schuld
Hitlers relativiert und die Mitschuld der Mehrheit der Deutschen jener
Zeit klarstellt. Die Begrenzung auf jene Zeit ist wichtig, da Schuld
etwas Persönliches ist, die Greueltaten der Nazis keine
Erbsünde darstellen. Einzig die Einbeziehung manipulierter Kinder
und Jugendlicher erscheint mir unzutreffend zu sein. Jedoch fehlte die
Frage, inwieweit sich die Schuld hinsichtlich weiter bestehender Folgen
der Arisierung vererbt. BMW und Quandt seien da beispielhaft genannt.
Gut war auch, auf das unangebrachte Selbstmitleid hinzuweisen, das zum
Beispiel jedes Jahr in Dresden zur Schau gestellt wird. Das stellt die
Kausalität auf den Kopf.
Zum Thema: Wer Bücher verbietet, steht damit auf einer Stufe mit
denen, die Bücher verbrennen. Das Verbot ein Fehler, der heute den
Neonazis in die Hände spielt.
Sehr geehrter Herr Schneider,
wäre die Trauerfeier nicht öffentlich, fände sie ohne
politische Mitwirkung statt und/oder würde dort der Opfer des
Nationalsozialismus und nicht vordergründig der Opfer eines
Bombenangriffes gedacht, es gäbe überhaupt kein Problem. So
aber stellt diese Trauerfeier eine ungute Nähe zu den zeitgleich
demonstrierenden Neonazis her, die dort ihre Verluste beklagen.
So geht das nicht, das ist ein Schlag in's Gesicht aller Opfer des
Nationalsozialismus. Daran ändert auch der
begrüßenswerte Widerstand gegenüber der Neonazi-Demo
nichts. Die Geschichte darf nicht relativiert werden. Es darf keinen
Zweifel daran geben, daß alle Opfer Opfer des Nationalsozialismus
waren. Es gibt keine Opfer durch Opfer.
Und ja, die Art und Weise der Trauerfeier darf und muß kritisiert
werden, wenn sie unangemessen ist. Das sind wir unserer Geschichte schuldig.
Wohlgemerkt, es handelt sich nicht um Kritik der Trauer an sich, sondern
um Kritik an der Trauerfeier.
Sehr geehrter Herr Meier,
vollkommenes Einverständnis zu den beiden ersten Absätzen.
Zum letzten Absatz muss ich allerdings sagen, dass ich ihn den Dresdnern
gegenüber unfair finde. Einerseits weil es defätistisch ist,
Menschen eine bitteschön angemessene und politisch korrekte
Trauerarbeit vorzuschreiben. Vor allem, da die dort öffentlich
Trauernden zum Zeitpunkt des Angriffs kleine Kinder waren oder
Nachgeborene sind und aktiv keinen Beitrag zu irgendeinem Krieg
geleistet haben.
Und das parallel Neonazis demonstrieren hat nicht mit den Menschen in
Dresden zu tun, sondern mit der deutschen Rechtsordnung und deren
Auslegung durch die Dresdner Stadtverwaltung. Das legale Mittel, dem zu
begegnen, die Gegendemonstration wird jedes Jahr von zahlreichen
Menschen in Dresden ergriffen.
Wer Wind sät, wird Sturm ernten.
Sehr geehrte Frau Barre,
ob es sich um ein Kriegsverbrechen handelte, um simple Rache für
die Bombardierung Londons, um eine unnötige Kriegshandlung,
darüber wird wohl noch lange gestritten. Aber darum geht es doch
nicht. Niemand will den Menschen in Dresden oder wo auch immer verbieten
oder verübeln, um ihre Angehörigen zu trauern. Aber, der Ton
macht die Musik.
Der Krieg ging nun einmal von Deutschland aus und im Krieg kommt es
immer zu unmenschlichen Entgleisungen. Diesbezüglich haben sich die
Kriegsparteien selten gegenseitig etwas vorzuwerfen. Aus Opfern
können Täter werden, aber aus Tätern niemals Opfer, es
sei denn, Opfer ihres eigenen Täterseins.
Die Art und Weise der Durchführung der jährlichen
Veranstaltung in Dresden vermittelt mir nicht den Eindruck, daß
den Menschen in Dresden oder in Deutschland bewußt ist, daß
sie sich ihr Leid selbst zugefügt haben. Insbesondere, wenn
zeitgleich Neonazis quasi ungehindert demonstrieren. Auch Ihr Beitrag
läßt diese Einsicht vermissen.
unangebrachte Selbstmitleid - jedes Jahr in Dresden
Sehr geehrter Herr Meier,
die Tatsache, dass eines größten Einzel-Kriegsverbrechen des
Zweiten Weltkrieges , das durch NICHTS begründet und gerechtfertigt
war, dessen furchtbare Wirkung durch die Allierten bewusst geplant und
in seinem Ausmaß erwünscht - da das Überquellen der
Stadt durch Frauen, Kinder und alten Menschen sehr wohl bekannt - war ,
als ein solches zu leugnen , zu minimisieren, zu rechtfertigen oder
sogar als "Gut" zu heißen -( wie auf Plakaten : Do it
again") stellt diejenigen, die dies tun, auf die gleiche Stufe wie
die Holocaust-Leugner, wenn nicht sogar -Befürworter.
Hitler sells! Selbst Anne Will und die ARD haben das inzwischen
begriffen. Gähn. Etwas fixer war dieser seltsame Kabarettist. Dein
Laden läuft nicht? Mensch, mach' doch was mit Hitler! Die Medien
werden dich lieben!
Ob Schüler Hitler lesen sollen? Populistische Quark-Frage. Die
sollen lesen, was sie wollen, wenn es sie interessiert.
Wer "Mein Kampf" wirklich mal anblättern wollte, konnte
das übrigens schon immer - es ist in jeder größeren
Bibliothek ausleihbar.
PS.: Wie lange will uns die ARD eigentlich noch mit diesen entsetzlich
dünnpfiffigen Laber-Sendungen quälen? Krasser Fall von Lebenszeitverschwendung.
was bitte schön haben die schulische Leistungen in Mecklenburg mit der Befassen mit Mein Kampf zu tun?
Talkrunde oder Therapierrunde!?
Man hatte das Gefühl Gabriele Baring wähnte sich nicht in einer Talkrunde, sondern in einer Sitzung mit ihren Patienten. Zu guter Letzt wird sie wohl versucht haben, die Sendung über die Kasse abzurechnen. Ihre Thesen sind zum Thema „deutsche Krankheit“ und der „Opferrolle“ wirken drei Generationen danach einfach wichtigtuerisch. Wir Deutschen müssen mit unserer Geschichte leben, große Teile unsers Landes wirken aufgeklärt, das Land erscheint Weltoffen und würden andere Länder ihre Vergangenheit ähnlich „verwerten“, wäre das nicht der schlechteste Ansatz. Und wenn die Dame auf das Ausland verweist, mit den Hinweis das die Briten, Amis und sonst wer von einer „deutschen Krankheit“ sprechen, sollte man einfach mal deren Presse lesen, wenn zum Beispiel die „deutschen Panzer“ mal wieder im „Blitzkrieg“ ein Elfmeterschießen gewinnen. Leben wir mit der Vergangenheit und geben wir den nächsten Generationen nicht ein Alibi über Opfer und Täterrolle eine Erklärung zu suchen, die es nur in K
Wer die richtigen Fragen stellt...
bekommt auch die richtigen Antworten. Bei der Frage um "Mein Kampf" geht es um 3 wichtige Punkte. Zum einen war in den 20er bis 40er Jahren das Problem, daß niemand dieses Buch gelesen hat, obwohl es überall im Wohnzimmer stand. In diesem Buch steht alles drin, was Hitler und seine Nazi Schergen durchgezogen haben. Hieraus könnte man schlussfolgern, daß dies durchaus vermeidbar gewesen wäre, wenn jemand mal "Mein Kampf" gelesen hätte. Der nächste Aspekt ist, das niemand heutzutage "Mein Kampf" lesen sollte, also muss, sondern es lesen können soll, wenn er es denn für notwendig hält. Es zum Schulstoff zu machen ist definitiv zu viel der Ehre und bereitet mir Übelkeit. Die derzeitige Schulaufklärung zu diesem Thema ist mehr als gut genug. Als 3. Aspekt kommt hinzu, daß ab 2015 die Schrift frei ist, und jeder Ausgaben erstellen kann. Der Freistaat Bayern tut also recht daran, jetzt eine kommentierte Ausgabe auf den Markt zu bringen, um sich nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
Im Vorjahr brachte die FAZ zum 25. Jahrestag des Historikerstreits einen
interessanten Artikel. Erst seit 1986 haben unsere Medien das verquere
Bild der 68er vom 3. Reich aufgegriffen. Seidem wird jeder der nicht
diesem Bild des Nationalsozialismus folgt als Brauner, Faschist, Neonazi
und Rassist beschimpft. Wie die diesem Bild folgende Frau Bruhn
erklärte waren alle Deutschen schuldige Opfer.
Daß bei der Wahl von 1932 die Deutschen die Wahl hatten zwischen
Pest und Cholera wird nicht thematisiert. Hitler war keineswegs so
populär, wie das heute behauptet wird. Die Kommunisten hatten aber
schon ihre Bereitschaft zu Verbrechen bewiesen und da war Hitler das
kleiner Übel. Es ist unerträglich, wenn man so dummdreiste
Schlagworte von den "schuldigen Opfern" durch eine, die Nazis
in der Familie hatte, hören muss. Sie macht genau das, was die
nazis machten. Sie nimmt ein Volk in Sippenhaft.
Antwort 2
Eine Änderung hätte nur ein anderes Menschenbild gebracht. Die sozialen Nöte der 1920er Jahre in Deutschland können nicht so einfach auf die Reparationsleistungen zurückgeführt werden. Auch in den USA gab es damals soziale Probleme und die USA gehörte bekanntlich zu den Gewinnern des ersten Weltkrieges. Wie man so hört und liest, waren die Kornkammern aber gleichzeitig gefüllt. Was wiederum zeigt, daß auch in der Zeit der Weltwirtschaftskrise die Produktivität noch vorhanden war. Lediglich der Warenfluß war versiegt.
"Die sozialen Verwerfungen der 1920er Jahre wären überhaupt nicht notwendig gewesen. "
Eine kühne Behauptung. Wie hätten sie denn nach Ihrer Meinung auf die Schnelle geändert werden können wenn die ganze Welt in einer Wirtschftkrise steckte? Wenn es so einfach wäre, warum haben wir denn in Europa diese Krisen?
Antwort
Sicher war Hitler zunächst nicht besonders populär. Dazu sind
die Nationalsozialisten in der Öffentlichkeit viel zu
rüpelhaft aufgetreten und haben das eher auf Ruhe und Ordnung
bedachte Bürgertum zunächst verschreckt. Es bedurfte schon
einer künstlichen Zuspitzung der Lage um den Gedanken von dem
kleineren Übel entstehen zu lassen. Nur war die Zuspitzung halt
künstlich. Die sozialen Verwerfungen der 1920er Jahre wären
überhaupt nicht notwendig gewesen. Womit wir wieder bei dem
Menschenbild sind.
Das Buch "Mein Kampf" ist sicherlich nur eine
Äußerungsform dieses Menschenbildes.
Solange in Deutschlands Schulen nicht mal die GRUNDRECHERNARTEN
beherrscht werden und die einfachsten GRAMMATIKREGELN sitzen, ist diese
Idee schlicht BLÖDSINNIG.
In Mecklenburg Vorpommern gibt es 15-jährige die nicht wissen wer
Honecker und Mielke waren.
Das ist auch gut so, denn es wird Zeit daß man die letzten
unseligen Hundert Jahre in Deutschland nicht noch aufwertet.