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FAZ.NET-Fernsehkritik „Autofahrer sind mimosig“

 ·  Das Benzin ist zu teuer? Unsinn, sagt der Porsche-Fahrer in der Diskussion bei „Anne Will“: Autofahren ist heute auch nicht teurer als in den 70ern.

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Stefan Albert

Preisänderungen sind natürlichstes Wirtschaftsgeschehen

Offenbar jammern viele Automobilnutzer/innen über steigende oder sich ändernde Benzinpreise.

Wie kümmerlich!

Denn das ist doch natürlichstes Wirtschaftsgeschehen!
Jeder (!) der was verkauft versucht irgendwie mit Tricks möglichst hohen Gewinn
zu erwirtschaften (Achten Sie mal auf die variablen Preise in Lebensmittelgeschäften!) und wenn ein Benzinverkäufer zum Wochenende hin die Preise erhöht, ist das so natürlich wie Essen, Trinken u. Schlafen.

Falls Sie darüber abjammern, tun Sie es bitte nicht, denn dann kommen Sie aus dem Jammern nicht mehr heraus. Wenn es Sie ärgerlich macht, dann wehren Sie sich! Zeigen Sie Charisma!
Lassen Sie demonstrativ ihr Auto stehen oder tanken Sie demonstrativ nur für 8,5 Euro und beschweren Sich sich gleichzeitig beim Verkäufer. Aber "heulen" Sie bitte nicht im Freundes- oder Familienkreis 'rum.
Das zeigt Suchtcharakter, Ohnmacht und naive Abhängigkeit.
Bitte werden Sie erwachsen!

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Stefan Albert

Kollektives Scheitern (Teil 3 von 3) ein Liter Benzin ist ca. 8 kWh Energie

Denn in den 1960er Jahren ahnten die Klima-Wissenschaftler, dass CO2 einen Treihauseffekt hat, also globale Erwärmung bewirkt. Das ist belegbar durch Schriften aus dieser Zeit. Heute gilt es für über 99% aller Klima-Wissenschaftller als sicher, dass CO2 einen Treihauseffekt hat. Da ist es doch haarsträubend, dass sich die Emissionen dieses Gases in den letzten 50 Jahren wegen dem stark angestiegenen motorisierten Individualverkehr VERVIELFACHT hat.

Auf fatale Weise bedient das Auto verschiedenste charakterliche Defizite und/oder kindliche Sehnsüchte. An Krankheit grenzende Faulheit, Ungeduld, Imponiergehabe, Angst, Wunsch nach Entgrenzung, Wunsch nach Geborgenheit (vor "bösem Regen" z.B., der PKW als "Rollender Uterus"), Wunsch dabei zu sein [egal bei was!], Wunsch andere "einfach abzuhängen" und vieles mehr.
Nicht selten gilt: je größer und teurer das Auto je kleiner der Charakter der darin sitzt.

Nur ein Liter Benzin ist ca. 8 kWh Energie. Das allein zeigt schon den Irrsinn !

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Stefan Albert

Kollektives Scheitern / Automobil-Sucht (Teil 2 von 3)

Der ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrrad Club) äußerte, dass alle Fahrten bis acht Kilometer problemlos mit dem Fahrrad erledigt werden können.

Schon die Bezeichnung "Auto" (Abk. für Automobil) ist eine Lüge, denn das Auto bewegt sich nicht von selbst...

Obschon immer wieder mal auch gute Seiten der PKW-Nutzung vorkommen, wo klar erkennbar und kaum bestreitbar der PKW einen verantwortbaren Nutzen für die Menschen hat, ist es doch mittlerweile klar, dass sich in der täglichen und sorglosen Nutzung des Automobils schwerste Dummheit und (tendenzielle) Grausamkeit offenbart..
Dummheit wegen der massiven Selbstschädigung und Grausamkeit wegen der massiven Schädigung anderer Menschen und Tiere und Pflanzen (bei den Menschen gleicht es sich in einigen wenigen Fällen gewissermaßen aus) .
Die tägliche leichtfertige Nutzung des Automobils resultiert wohl aus der geistig-seelischen Einstellung: "Nach mir die Sintflut!" - Geht es noch schäbiger?

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Stefan Albert

Kollektives Scheitern / Automobil-Sucht (Teil 1 von 3)

"Von all' dem haben wir nichts gewusst. Wenn wir das gewusst hätten
dann..."
Eine insbesondere in Deutschland bedeutsame Aussage wird in Zukunft auch bezüglich der ignoranten PKW-Nutzung Anwendung finden.
Die Menschen in einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten werden eher schlecht über uns denken, wohl zu Recht.
Die SCHÄDEN an Menschen, Tieren und Pflanzen durch den PKW Individualverkehr sind bereits jetzt GIGANTISCH, aber es wird sich noch steigern.
Ich schaue mir das seit Jahrzehnten ganz bewusst an und die Anzahl der "Pestkutschen" nur in der B.R.D hat sich seitdem enorm vergrößert.

Wenn ich mit Freund/in im Auto/Cabrio durch eine schöne Landschaft oder meinetwegen auch durch die Stadt ohne Hektik 'rumfahre kann das was sinnlich Schönes sein.
Weil das aber ALLE nicht nur wollen sondern auch TUN wird die Sache INSGESAMT SEHR SEHR HÄSSLICH. Oder etwa nicht?
Die große Anzahl an PKW in der Stadt verschlechtert die Lebensqualität in Stadt, Land und Wasser ganz massiv.

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Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 26.04.2012 12:22 Uhr

Wenn die Preise Live in Internet stehen, dann werden die alle 5 Minuten geändert

So ist nun mal Wettbewerb. Börsenpreise ändern sich ja auch andauernd.

Man muss sich auch schon fragen ob etwas höhere aber nicht mehr so stark schwankende Preise vielleicht besser wären. Es macht die Leute doch kirre. Die ganze Energie die da verpulvert wird.

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Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 26.04.2012 12:10 Uhr

Hohe Preise sind tatsächlich nötig

Erschreckend, dass als Einzige eine taz-Redakteurin etwas Richtiges gesagt hat. Öl ist eine begrenzte Ressource, die für das Funktionieren unserer Gesellschaft essentiell ist. Ohne Öl keine Kunststoffe, das darf man nicht vergessen. Es ist doch obszön, diesen wertvollen Rohstoff wortwörtlich zu verbrennen.
Vor diesem Hintergrund erschreckend, dass ich im durchaus fahrradfreundlichen Düsseldorf-Oberkassel durchweg realistisch hundertmal mehr Autos als Fahrräder auf der Straße sehe.
Ob aber Autos mit niedrigem Verbrauch eine Lösung sind, weiß ich nicht.
Ein Auto hat man - wenn nicht als Statussymbol - der Flexibilität wegen. Manchmal muss halt der Kofferraum vollgeladen werden (wer wie der Verfasser zwar wöchentlich für zwei Erwachsene, drei Kinder und einen Hund einkaufen muss, kann mit Kleinwagen (vom A2 abgesehen) wenig anfangen). Sinnvoll erscheint mit allein die konsequente Nutzung des Radels, und die muss eben auch durch hohe Preise forciert werden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 13:41 Uhr
Gerhard Finsterbusch

Niederlande vs. Deutschland

zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen... In Anbetracht der kurzen Wege, könnte man in den ganzen Niederlanden das Auto abschaffen.

Eine gute Idee wäre jedoch wirklich den öffentlichen Nahverkehr massiv günstiger zu gestalten.

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Paul Rabe

Sehr richtig - In Städten sollte man Autofahren ganz verbieten

Ich wäre dafür in Städten das Autofahren grundsätzlich zu verbieten. Ausnahmen kann es dann für Behinderte, Schwangere, Kranke, Lieferanten, Taxis, Busse etc. geben

Dafür kann man den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und natürlich auch eine Fahrradinfrastruktur die nicht nur als Alibi daher kommt.

In den Niederlanden gibt es z.B. oft Fahradschnellwege bei denen man nicht an jeder Kreuzung halten muss oder von parkenden Autos und Fußgängern behindert wird. Da ist man meistens schneller als jedes Auto am Ziel.

Dort sieht man dann auch Manager mit Schlips und Kragen morgens ins Büro fahren, das Auto ist kein Statussymbol mehr.

Regen ? Warum keine Überdachung. Dunkelheit ? Wieso Nachts keine Beleuchtung ?

Im Vergleich zu den Investitionen für Autogerechte Städte, wären Fahradgerechte Städte sehr günstig zu haben...

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Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 26.04.2012 12:27 Uhr

Sachlich haben Sie trotzdem recht

Peak oil ist da. D / EU hat keine nennenswerten Olvorkommen. Wenn wir beim Konsum nicht auf die Bremse treten, dann rutschen wir als Europa massiv ins Leistungsbilanzdefizit.

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peter bernhardt

Zu billig!

"Es gibt Sünden- und Tugendböcke; außerdem gibt es Schafe, die ihrer bedürfen!"
aus: Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften

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Gerhard Finsterbusch

Kursentwicklungen sprechen deutliche Sprache

wenn ich mir die Gewinnmeldungen der Erdöl fördernden Unternehmen in den letzten Jahren betrachte, bleiben für mich keine Fragen mehr.... Da geht es nur um Gewinnsprünge, Rekordgewinne, Traumgewinne bis hin zum höchsten Gewinn aller Zeiten eines Us-Unternehmens...

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Paul Rabe

Benzin ist noch viel zu billig

Leider ist Benzin noch viel zu billig. Im Jahr 2012 muss ein VW Arbeiter für eine Tankfüllung eines Golf weniger arbeiten als im Jahr 1970 für die Tankfüllung eines Käfers.
Kein Wunder, daß wir mit dem kostabaren Öl so verschwenderisch umgehen.
Technisch wäre das 1 Liter Auto kein Problem, aber kaum ein 3 Liter Auto gibt es serienmäßig zu kaufen.
Warum ? Weil das Benzin noch viel zu billig ist und deswegen solche Autos kaum jemand benötigt...

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Antworten (9) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.04.2012 22:00 Uhr
Stefan Albert

"Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden"

Ich verstehe Sie so, dass ein ökologischer Staat KEINE tüchtigen, kreative und
denkende Menschen hat. Das allein spricht schon für sich!
Übrigens:
So manche "berühmte" Demagogen, ihre Anhänger und Schergen wollten sich auch nur frei entfalten, tüchtig und kreativ sein und ihre Individualität umsetzen und Sie wissen was dann geschehen ist.
Schon mal daran gedacht, dass es auch noch andere Menschen und Lebewesen
gibt, denen Rechten zustehen?
Ich kann mir denken, was Sie unter "Freiheit, Indivdualität und Lebensqualität"
verstehen, und habe die Sorge, dass genau das die Grundrechte anderer Menschen und Lebewesen verletzt.
Sie wollen offenbar nichts davon wissen, dass z.B. auch freilebende Tiere Rechte haben.
"Recht ist immer auch das Recht der Anderen und Andersdenkenden"
Mal sanft ausgedrückt: Ihr Beitrag ist beleidigend, überheblich und unsachlich, insgesamt sehr unangenehm.

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Stefan Albert

Genau!

"Benzin ist zu kostbar um es nur zu verbrennen"
lautete eine WERBUNG in den frühern 80ern die damals von der Kunststoffindustrie geschaltet wurde.

In der Schule lernen die Kinder so etliches weit abschweifendes, doch so was NAHELIEGENDES wie die Tatsache, dass ein Liter Benzin ca. 8 kWh Energie ist, das wissen die meisten Lehrer noch nicht mal.

Ist man in der Lage ehrlich, aufrichtig, klug und kreativ darüber nachzudenken, dann wird einem schnell klar, dass das Ausmaß des motorisierten Individualverkehrs seit Jahrzehnten bereits krankhaft ist und sich noch deutlich verschlimmert hat.
Denn da besteht auch der schreckliche Zusammenhang zwischen sorgloser PKW Nutzung und dem vermeintlichen Bedarf an Atomstrom wobei die Erde mit Plutonium voll gemüllt wird.
Die regelmäßige und leichtfertige Nutzung von PKW mit Verbrennungsmotoren ist ein weiterer Aspekt des kollektiven Scheiterns. (wegen z.B. Öl-Katastrophen, wahnwitziger Energieverschwendung, Klimawandel, Direkte Gesundheitsschädig.)

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Horst Delmen

@Herr Blum

Schön, dass ich jetzt den einen Menschen kenne, der tatsächlich der Logik der PKW-Effizienzklassen folgt ...

In Wirklichkeit ist das natürlich Nonsense: Das hohe Gewicht der beliebten Spritschleudern ist doch kein nutzwertiges Kriterium. Im Verhältnis zum Gewicht haben die SUVs beachtlich wenig Transportkapazität.

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Gerhard Finsterbusch

genau diese "koste es was es wolle" Einstellung

erlaubt es den Mineralölkonzernen, Stromversorgern, allg. grünen Technologien ungeniert an den psychologisch maximal durchsetzbaren Preis zu gehen... Welcher sich meist deutlich von dem Notwendigen unterscheidet.

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Dietmar Blum

Fahrzeugtypen

Vergleichen Sie die technischen Daten eines Kleinwagens (z.Bsp des meistverkauften=VW-Polo)wie Leistung, Gewicht,Verbrauch ....Sicherheitseinrichtung nicht einmal eingerechnet...mit den Daten eines der achso pöhsen SUV oder übermotorisierten Familienkutsche und Sie werden feststellen, daß in Relation der plotisch korrekte Kleinwagen der wahre Spritschlucker ist.

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Paul Rabe

@Herr Richer

Wo in der Welt wird das Benzin nicht teurer ? Öl ist nunmal eine endlicher Rohstoff. Wenn in wenigen Jahren Milliarden von Chinesen und Indern auch Auto fahren, dann werden ihnen heutige Benzinpreise traumhaft günstig erscheinen.
Wer seine Freiheit bewaren will, der muss also schon HEUTE(!) lernen mit weniger auszukommen oder er ist morgen ziemlich unfrei.
Mit dem Verbrauch heutiger Autos kann sich morgen kein normaler Bürger Mobilität leisten, deshalb wäre es gut wir fangen heute schon an uns umzustellen. Das scheint aber nur bei noch viel höheren Benzinpreisen möglich....

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Wolfgang Richter

Typisch grüne Argumentation

Können sie sich vorstellen, daß manche Menschen Wert auf Freiheit, Indivdualität und Lebensqualität legen?
Daß sich nicht jeder Mensch in eine grüne Tugend-Diktatur zwingen lassen will, die allseitigen Verzicht und Mangel mit "weniger ist mehr" und ähnlichen dämlichen Sprüchen zu kaschieren versucht?
Der von Denkern wie Ihnen erträumte Öko-Zwangsstaat wird eine sozialistische Diktatur sein müsssen, da sich freie Menschen nicht alles gefallen lassen.
Solange Menschen noch mit den Füßen abstimmen können, wird dieser Öko-Staat leider ohne tüchtige, kreative und denkende Menschen auskommen müssen. Die sind dann nämlich woanders.

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Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 26.04.2012 12:25 Uhr

Lol, ein VW Mitarbeiter hat auch einen sozialen Aufstieg erlebt

Früher war es ein Fließbandarbeiter. Heute gehört er zur Klasse der Festangestellten. Das hat doch mit Prolatraiat nichts mehr zu tun.

Was die früher die Stunde verdient haben, war normal. Heute träumen doch viele von solchen Stundenlöhnen.

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Gerrit Erdmann

Stimmt

Solange SUVs und übermotorisierte Familienkutschen beliebt sind wie nie besteht kein Handelungsbedarf. Sicherlich gibt es Leute die Pendeln müssen und die wegen der Familie ein größeres Auto brauchen. Aber PS zahlen jenseits von 100 und SUV und Sportwagen sind lediglich Eitelkeiten. Sozusagen Lifestyle und Sportprodukte. Wer meint das man so was fahren muss solle sich dann nicht über den Spritpreis beschweren. Zumal wie ja schon erwähnt für den Liter Benzin heute weniger gearbeitet werden muss als früher.

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Anna Menz
Anna Menz (Anna_Menz) - 26.04.2012 11:13 Uhr

Lieferkette

Haben wir wirklich freien Marktzugang für alle Teilnehmer? Ist es nicht merkwürdig, dass die großen Tankstellenketten alle erdölfördernden und erdölverarbeitenden Unternehmen gehören?
Wie hoch ist eigentlich der Anteil des tatsächlich frei am Markt gehandelten Benzins?
Ich kenn' das von anderen Rohstoffen. Da werden feste Lieferverträge und Abnahmemengen mit Niederlassungen mit Sitz in Bermuda oder sonstigen Steueroasen vereinbart, dann werden die Rohstoffpreise über Optionen, Futures und künstliche Verknappung manipuliert und den Tochtergesellschaften in Deutschland die Rohstoffe zu den "Marktpreisen" verkauft. Die Muttergesellschaft streicht dann einen üppigen Gewinn, meistens auch noch steuerfrei, ein. Und die Tochtergesellschaft darf hier über die ach so teuren Rohstoffpreise jammern, die einen doch fast in den Ruin treiben, wenn man keine staatlichen Subventionen und Steuererleichterung bekommt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 12:21 Uhr
Hans Glück

Guter Punkt...

Ich verstehe sowieso nicht, wieso nicht viel mehr auf die Kette hinter den Tankstellen geschaut wird. Der Gewinn an der Tankstelle kann von den Ölgesellschaften doch beliebig klein gehalten werden, wenn man den Kraftstoff nur teuer genug an den Tankstellenbetreiber liefert. Der kann dann wieder mit dem einen Cent Gewinn/Liter argumentieren, während Shell in einem Quartal 10 Mrd $ erwirtschaftet (und diesen leider nicht in D versteuert).

Andererseits ist auch aus meiner Sicht der Kraftstoff noch viel zu billig, wenn ich mir anschaue, welche Autos/Motorisierungen gefahren werden und wie die Besitzer diese bewegen (übrigens liest man auch bei FAZ.net immer wieder von Kleinwagen, die mit 60PS dürftig motorisiert seien - ich wüsste gerne, welche Maßstäbe hier angelegt werden).

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Alex Schwarz
Alex Schwarz (rdnax92) - 26.04.2012 10:53 Uhr

Ausnahmsweise hat FDP Recht

Im Internet bekommen sie nur ein Bruchteil der Produktpreisen/ Tankstellen in Ihrer Region. Davon auch 90% bis alle sind nicht mehr aktuell (am seltenen, besten Fall paar Stunden alt). Eine Meldepflicht (die deutlich kürzer ausfallen soll als das Preisschwankungstempo) ist die Einzige Maßnahme die keiner Seite Aufwand und Geld kostet und dennoch den Preiskampf etwa anheizt.
Pendlerpauschale erhöhen?... wird wahrscheinlich auch die Preise erhöhen.
Mineralölsteuer senken? Auch wenn es jemals möglich wäre, würde dann der Staat wahrscheinlich mehr Einnahmen verlieren als der Endverbraucher spart.

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Angelika  King
Angelika King (AIKing) - 26.04.2012 09:42 Uhr

EURO - WERTVERLUST

Einen Aspekt der zur Benzinpreiserhöhung im letzten Jahr beigetragen hat wurde leider nicht erwähnt. Ich frage mich warum? Ist es nicht so, dass der Wertverlust des Euros gegenüber dem Dollar den Einkauf von Roh-Öl verteuert hat und sich diese Tatsache auch auf den Benzinpreis auswirkt. Dies bedenkend, müssen wir davon ausgehen, dass wir erst am Anfang dieser Preisentwicklung stehen. Die Regierung müsste dringend mit einer Senkung der Mineralölsteuer dagegen halten. Das kann sie aber nicht, aus bekannten Gründen. Eher wird noch die Pendlersteuer eingeführt. Oder, wie man in Darmstadt schon befürchtet, eine Fahrradsteuer. Die Darmstädter wollen nämlich Fahrradstraßen einrichten - da muss vielleicht dann auch noch eine Fahrradsteuer her.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 12:10 Uhr
Gerrit Erdmann

Sprit in den USA auch teurer

Wie vorher schon gesagt, der Euro ist im Moment deutlich über Kaufkraftparität mit dem Dollar und seit Einführung hat der Euro deutlich an Wert gegenüber dem Dollar gewonnen. Selbst in den USA wird Sprit immer teuerer. Öl als Rohstoff wird knapper und ist schwieriger zu Produzieren, somit werden die Preis schlicht einfach weiter steigen. Wecheslkursschwankungen und Inflation hin oder her.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 26.04.2012 10:41 Uhr

Nein....

ein schwacher EUR hat damit nichts zu tun. Der EUR war schonmal viel schwächer (0,85 $ = 1 €). Danach stieg der EUR immer weiter an..... bis über 1,5 $. Damals wurde sogar argumentiert, dass der Rohölpreis steigt wg. des schwachen $.

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Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 26.04.2012 08:32 Uhr

Preisschwankungen im Dienstleistungssektor sind nicht mit denen in der

Mineralölindustrie zu vergleichen. Produkte im Dienstleistungssektor sind nicht lagerbar, d.h. in dem Moment in dem z Bsp. ein Flugzeug abhebt, sind alle nicht verkauften Sitzplätze für die Airline für immer verloren. Umgekehrt, liefert jeder Euro über den Variablen Kosten, zumindest eine Deckungsbeitrag, zur Deckung der Fixkosten. Deshalb können und müssen Luftfahrtgesellschaften oder Hoteliers, bevor sich ihr Produkt quasi in Luft auflöst, mit den Preisen so weit runter (Preisuntergrenze=variable Kosten) und Last Minute Angebote anbieten.Bei Mineralöl und sonstigen Gütern besteht eine solche Preisanpassungs- Absatzdynamik nicht.

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Günter Schulz
Günter Schulz (rfza) - 26.04.2012 07:48 Uhr

Hauptpreistreiber sind die Notenbanken

Soweit ich die Diskusison hier aus der Zusammenfassung verstehe wurde also über die eigentliche Ursache der Preisanstiege beim Rohöl und anderen commodities nicht gesprochen. Da hätte vielleicht ein Bösenfachmann etwas sinnvolles beitragen können. Die Rohölpreise sind schließlich nicht gestiegen, weil die Gewinnmargen der Konzerne in die Höhe getrieben werden, sondern weil die Zentralbanken weltweit immer mehr Papiergeld ohne Gegenwert drucken und die Vermögensverwalter gewugen sind den damit verbundenen Wertverlust durch den Kauf von Sachwerten wie z. B. Rohöl gegen den mit der Geldverdünnung verbundenen Wertverlust abzusichern. Sie machen lediglich einen guten Job. Das hat natürlich zur Folge dass die Teuerung durch unlimitiertes Gelddrucken nun am deutlichsten beim Benzinpreis zutage tritt. Das wird weder zu Ostern noch zu Weihnachten weniger werden. Und die anderen Preise werden bald alle nachziehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 12:14 Uhr
Roland Magiera

"Teuerung durch unlimitiertes Gelddrucken nun am deutlichsten beim Benzinpreis"

Und das ist schon eine arge Missetat der Regierung(en)!

Aber als noch weit dramatischer empfinde ich die Explosion der Lebensmittelpreise, wenn man sich nicht mit no name-Fertigprodukten aus dem Billigmarkt zufrieden geben mag.

Ganz normale Familien, wo mindestens ein Teil arbeiten geht, stehen mittlerweise bei der Tafel an.

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Jahrgang 1973, Redakteur in der Wirtschaft.

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