10.08.2012 · Nur Informatiker können wirklich verstehen, was Facebook mit den persönlichen Daten treibt. Gesichtserkennung, Zwangsadresse, Gruppenverhalten: die Intransparenz hat System.
Von Joana KeilRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Ich habs so satt. Überall geht es nur noch um Facebook.
Man lernt Leute kennen und das erste, wo nach gefragt wird, ist der
Facebook-Name. Und wenn man antwortet, dass man dort nicht registriert
ist, wird man wie ein Alien angeschaut.
Überall heißt es "Wir sind auch auf Facebook!" oder
"Besuch doch auch mal unsere Facebook-Seite!". Herr Gott noch
mal. Es gibt so wie es aussieht kaum noch Menschen, die nicht von
Facebook abhängig sind. Selbst wenn man sich mit Freunden trifft
sind diese mindestens ein Mal die Stunde auf Facebook.
Ich wünsche mir wieder die Zeit ohne Facebook.
Aber wie halte ich alle Freunde und Bekannte davon ab, Fotos von oder mit mir und Informationen über mich auf dieses Netzwerk zu laden? Das ist mir viel zu anstrengend, so bin ich einer von vielen unfreiwilligen "Facebook"-Nutzern.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 16:28 UhrDito.
Die User sind immerhin auch selber schuld, nicht nur das Unternehmen. Mal Freunde beim Essen, Terasse, Kneipe, Cafe oder Kino zu treffen scheint mir gesünder.
Erst macht sich Facebook seinen Nutzern unentbehrlich, dann
verschärft er seine Spionagemethoden und gebärdet sich als Big
Brother. Viele Facebooker sind bereits so abhängig, dass sie in den
sauern Apfel beißen und bei diesem dubiosen Netzwerk bleiben,
obwohl sie wissen, wie ihre Daten missbraucht werden. Ich habe mich
entschlossen mein Account löschen zu lassen. Wissend um die
Gesichtserkennung (die übrigens nicht nur Facebook nutzt) hatte ich
dort sowieso nie ein Foto von mir veröffentlicht. (Mein
Portraitbild habe ich übrigens von Konterfrei.de zeichnen lassen.
Die sind so gezeichnet, das Bilderkennungsprogramme die nicht
automatisch anderen Fotos zuordnen können).
Und siehe da, nach einigen Tagen Entzugerscheinungen lebte es sich
besser ohne Facebook.
Ich kann nur allen empfehlen, ebenfalls auszusteigen oder noch besser,
gar nicht erst Mitglied zu werden.
Ich teile den Artikel dann mal über den Facebook-Button unten links......
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.08.2012 09:57 UhrFB-Button 2. Teil
Insbesondere sollte man wissen, dass diese Buttons so funktionieren,
dass sie schon beim einfachen Besuchen der Artikelseite Facebook
darüber informieren (indem das Bild von Facebook heruntergeladen
wird). Man braucht nicht einmal darauf zu klicken!
Insofern sollten kritische Artikelschreiber vielleicht tatsächlich
auch im eigenen Hause aufklären...
Die Datensammler vor allem die Besitzer von solchen Daten sind die
Gefahr von morgen.
Dies ist nicht nur bei Facebook so. Ich meide meine Identität,
Vorlieben usw. Preis zu geben. Ich denke, man kann sich dagegen nicht
mit Erfolg wehren, daher finde ich, wie mehr Menschen solche
Informationen manipulieren, wie eher erkennen die Sammler auf was
für einem faulen Haufen unbrauchbaren Daten sie ihr Geld, Energie
und Wissen verschleudert haben.
Schlecht wird mir dabei, wie die meisten Menschen kleine Nutzen mit
versteckten Grosse latente Nachteile in Kauf nehmen. Der nächste
grosse Hammer ist das Cloud Computing, wer seine Daten in die Wolke
schickt, ist so was von vernebelt, dass er auch nicht mehr wahr nimmt,
wie abhängig, manipulierbar und verletzbar er eigentlich geworden
ist und seine Freiheit selber auf den Scheiterhaufen trägt.
...eine kleine Portion gesunder Menschenverstand, um diese Daten-Abgreif-Mafia zu ignorieren. Es wundert mich ohnehin, daß selbst große Konzerne auf ein Profil in FB nicht verzichten können. Es ist die Gier, überall aus Profitgründen seine "Duftmarken" zu hinterlassen.
Man lebt auch ohne Facebook recht gut....
...auch ohne Xing und ähnliche Business-Plattformen. Zum Gefundenwerden reicht ein Profil mit knappsten Informationen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 10:27 UhrRespekt!
"Zum Gefundenwerden reicht ein Profil mit knappsten Informationen" - auch, wenn man Michael Meier heißt? Respekt! Wie machen Sie das?
Wer seine Daten auf einen ausländischen Server speichert..
muss damit rechnen, dass diese auf extensive Art weiterverarbeitet werden.
Die Menschen werden nicht genügen über die Möglichkeiten
der Weiterverarbeitung und verknüpfung aufgeklährt.