16.10.2007 · Früher oder später musste ja irgendjemand Eva Herman nach ihrer Version der „Kerner“-Geschichte fragen. In der „Bild“-Zeitung darf die ehemalige Fernsehmoderatorin jetzt behaupten, dass sie die Talkshow ohnedies gerade verlassen wollte.
War ja klar, dass irgendjemand nach ihrem Rausschmiss bei „Johannes B. Kerner“ (siehe auch: Wie Eva Herman den Fernseh-Tod starb) Eva Herman doch wieder ein Mikrophon unter die Nase halten und nach ihrer Version der Geschichte fragen würde, und es war gar nicht so unwahrscheinlich, dass die „Bild“-Zeitung das übernimmt.
So ist es auch gekommen, und was dabei herausgekommen ist, wird niemanden überraschen: Sie habe schon eine ganze Zeit vorher überlegt, das Studio zu verlassen, erklärte die ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin. „Aber ich befürchtete den Vorwurf, dass ich ausweichen oder mich nicht stellen würde.“ Moderator Kerner trage die Verantwortung für den Eklat: „Ich glaube, er war einfach überfordert.“
Sie sei erleichtert gewesen, als Kerner sie, wie Eva Herman selbst es formuliert, „dann verabschiedete“, und ihre Begründung deckt sich erstaunlich mit dem Erleben des Publikums: „weil damit ein fast einstündiges Entsetzen beendet wurde“. Auch ihre Pläne decken sich aufs Schönste mit den Bedürfnissen des Publikums: Vorläufig wolle sie nicht zurück auf den Bildschirm. Aber, in irgendeinem Kanal, im Bezahl- oder Satellitenfernsehen, hinten, unten, wird doch wieder irgendjemand eine Kamera auf sie richten. Ist ja klar.