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Neue Medien-Ära : „Olympia wird bei Eurosport anders sein“

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Sie berichten für Eurosport von Olympia: Matthias Bielek (Kommentator Skispringen), Martin Schmitt (Experte Skispringen), Birgit Nössing (Olympia-Moderatorin), Sven Hannawald (Experte Skispringen). Bild: obs

Nach dem Debakel zum Start der Fußball-Bundesliga soll bei Olympia von Beginn an alles besser werden. Eurosport hat bei den Winterspielen große Pläne bei der Übertragung. Doch es gibt Skepsis.

          An großen Ankündigungen mangelt es nicht. „Olympia wird bei Eurosport anders sein“, sagt Susanne Aigner-Drews, die Geschäftsführerin von Discovery Deutschland. Und Sportchef Gernot Bauer verspricht: „Wir zeigen jede Sekunde live auf drei Sendern.“ Sicher ist auf jeden Fall, dass mit den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang eine neue Medien-Ära beginnt – die jedoch von Skepsis begleitet wird.

          Erstmals ist der amerikanische Konzern Discovery mit seinen Kanälen rund um den Nischensender Eurosport die Nummer eins bei der Olympia-Berichterstattung in Deutschland. ARD und ZDF dürfen – nach zunächst abgebrochenen Verhandlungen und einer späten Einigung im August 2017 – nicht alles zeigen. „Einige Entscheidungen gibt es live exklusiv nur bei uns“, sagt Bauer. Dazu gehören Snowboard, Shorttrack, Eiskunstlauf und einige Eishockey-Partien.

          Sportfans, die nichts verpassen und die freie Auswahl haben wollen, kommen an den Discovery-Angeboten nicht vorbei. Das Medien-Unternehmen zeigt Olympia-Bilder bei Eurosport, beim Frauensender TLC und beim Pay-TV-Kanal Eurosport 2. Dazu kommen bis zu 18 parallel laufende Internetstreams. Ob das alles bei der Premiere als Nummer eins klappt? Das Debüt bei der Fußball-Bundesliga mit dem Internet-Angebot Eurosport-Player ging zumindest daneben. „Wir haben sehr viel gelernt aus der Bundesliga“, sagt Aigner-Drews.

          Die Deutschland-Chefin des Eurosport-Mutterkonzerns Discovery erklärt: „Nach den ersten beiden Spielen, wo wir technische Probleme gehabt haben, läuft der Player sehr stabil. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir ein hervorragendes Produkt auf die Beine stellen werden, basierend auf den positiven Erfahrungen, die wir in den letzten Monaten gemacht haben, insbesondere auch mit der Bundesliga.“ Die Managerin sagt aber auch: „Die Bundesliga war das europaweit größte Projekt des Eurosport-Players, aber Olympia wird hier noch mal neue Maßstäbe setzen.“ Deutschland ist schließlich nur ein Markt. Discovery/Eurosport hält nach eigenen Angaben die Rechte für 50 Länder.

          Dabei werden viele verschiedene Vermarktungs- und Übertragungs-Modelle genutzt. Auch weil Eurosport außerhalb Deutschlands ein reines Pay-Angebot ist. In einigen Ländern betreibt der amerikanische Konzern Discovery aber auch frei empfangbare Sender, die wie in Schweden und Norwegen Olympia exklusiv zeigen. „Das ist das größte Projekt, das Eurosport je gestemmt hat“, sagt Aigner-Drews. „Dementsprechend steckt große positive Aufregung dahinter.“ Die größte Herausforderung sei es gewesen, „alles zu koordinieren“. Dabei profitierten die Macher auch von reichlich Erfahrung. Seit der Gründung 1989 hat Eurosport bereits mehrfach von Olympischen Spielen berichtet – nur noch nie so umfassend. Die Experten sind namhaft. So gab der Sender am Dienstag bekannt, dass Felix Neureuther, der bei den Spielen wegen einer Verletzung nicht an den Start gehen kann, etwa den Slalom als Ko-Kommentator begleiten wird.

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