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Ein Neuer für den „Tatort“ Noch ein Kommissar

 ·  Abgründige Ärzte und andere Rollen hat er schon drauf: Nun wird Wotan Wilke Möhring „Tatort“-Ermittler im NDR.

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Jüngst sah man ihn in drei herausragend gespielten Rollen. Wotan Wilke Möhring spielte einen abgründigen Arzt in Brigitte Maria Berteles Vergewaltigungs-Drama „Der Brand“, den lange Zeit überforderten Vater in Kilian Riedhofs als „Fernsehfilm des Jahres 2011“ ausgezeichneter Pubertäts-Tragödie „Homevideo“ und den auf die radikalste Weise verlassenen Ehemann in Johannes Fabricks „Der letzte schöne Tag“, das bisher beste Fernsehspiel in diesem Jahr (F.A.Z. vom 18.Januar).

Aus dem vielbeschäftigten Schauspieler, der seit seinem Debüt in der „Bubi-Scholz-Story“ von 1997 in mehr als achtzig Produktionen mitwirkte, ist inzwischen fast schon ein deutscher Star geworden - und jetzt auch noch ein Kommissar im „Tatort“ des NDR, der an Fernsehkommissaren wahrlich keinen Mangel hat.

Es gibt bereits Maria Furtwängler in Hannover, es gibt Axel Milberg und Sibel Kekilli in Kiel, es gibt, im Rostocker „Polizeiruf 110“, Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau - und es wird in Kürze den ubiquitären Til Schweiger geben, mit dem zusammen Möhring für die neuen „Männerherzen“ gerade im Kino zu sehen war. Im Fernsehen wird Möhring vom kommenden Jahr an den Kommissar Thorsten Falke geben, die Dreharbeiten zu „Feuer über Flottbek“, seinem ersten Fall, laufen schon.

Er freue sich sehr, sagte er gestern bei seiner Vorstellung durch den NDR-Intendanten Lutz Marmor in Hamburg, nun auch „im bedeutendsten deutschen Krimiformat“ angekommen zu sein. Vorläufig ist er dort aber nur der neue Neue in der Kommissars-Inflation. Reichen wird ihm das sicher nicht.

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Jahrgang 1951, Redakteur im Feuilleton.

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