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Drei neue Folgen „Tatortreiniger“ Je größer der Fernseher, desto besser

 ·  So herrlich wurde man im Fernsehen schon lange nicht mehr unterhalten, wenn überhaupt je: Bjarne Mädel dreht im „Tatortreiniger“ wieder seine Runden, leider nur in drei neuen Folgen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)
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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 03.01.2013 11:29 Uhr

Es geht gar nicht ums putzen ....

es ist ja auch gar kein Dauerwerbesender, der erklärt, wie Problemflecken verschwinden. Es werden auch keine Morde oder Toten gezeigt. Auch die Kameraführung ist vollkommen ruhig, geradezu unspektakulär. Es ist eher, wie gesagt, ein Theaterspiel.
Seit wann fragt man nach Produktionsbedingungen? Von Kinderhand geknüfte Teppiche, Bio-Säfte im Kühlschrank, Frauenquoten hinter der Kamera, Öko-Kunststoffe im Kameragehäuse?
Es ist auch keine Abartigkeit, eher feingeistiger Humor. Und wer Bjarne Mädel nur als im Zusammenspiel mit R.M.Herbst oder Caroline Peters mag, sollte nicht hinschalten.
Und wer Nachrichten und Tierdokus braucht, sollte nicht sagen, dass er dafür den örRundfunk braucht, daß schaffen Private VIEL besser!

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Sigrid Neudecker

Nur für Menschen mit einem IQ über 20

Wetten, dass jene, die den Tatortreiniger hier für "abartig" o.ä. halten, ihn überhaupt noch nicht gesehen haben?

Es ist mir ein Vergnügen, Formate wie dieses mit meinen Gebühren mitzufinanzieren. Endlich wird Zuschauern mit einem IQ über 20 etwas geboten für ihr Geld.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 03.01.2013 08:06 Uhr

Jetzt wird endlich klar, warum sich die .....

.... geistige Unterschicht immer größere Fernsehgeräte kauft. Auch die Zwangsgebühren erklären sich hiermit ..., freiwillig würde wohl niemand solche Abartigkeiten finanzieren wollen.

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franz  feldmann

Wer diesen "Tatortreiniger" einmal gesehen hat, der weiß, was der Artikel preist (und schätzt es!)

Frau Sirisee, ich verstehe Ihren Beitrag in keiner Weise. Haben Sie denn schon mal eine der besprochenen Sendungen gesehen? Wenn Sie Humor haben, so kann ich es nur empfehlen.
Natürlich bleibt so etwas auch immer Geschmackssache, mich aber versöhnte es wieder mit einer Welt, die mir bierernst Tag um Tag von Kapitalzugewinn- DAX , Wetter und Staumeldung faselt, - denn im Grunde: ist ja alles ganz anders und viel witziger. Im Grunde sagen die Konversionsneurosen unserer Zeit um etliches mehr als alle sagen wollen

Die leidige Frage der Finanzierung der öffentl.Rechtlichen Sender ist dabei ein ganz anderes Thema.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 12:07 Uhr
Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 03.01.2013 12:07 Uhr

...ungelegte Eier ...

Sie schreiben und urteilen über Dinge, die Sie nicht kennen, weil es sie entweder nicht gibt - wie Ihr Ballett - oder Sie das gar nicht sehen (wollen), wie hier den Bjarne Mädel.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 03.01.2013 10:41 Uhr

... das Anpreisen ist das Problem ...

... das hat mich an dem Artikel gerade gestört: Das Anpreisen, ohne dass ein einziges Wort auf die Produktionsbedingungen verwendet wird und man, wie selbstverständlich davon ausgeht, dass so ein Zeugs zu bezahlen sei. Vergleichbar einem schwärmerischen Artikel über ein kunstreiches Polizeiballett, bei dem in Uniform von echten Kripokommissaren Dornröschen getanzt wird, ganz wunderbar, die Leute haben in ihrer Freizeit geprobt, ein ästhetischer Genuss, allein schon deshalb, weil es so etwas noch nie gegeben hat und hoffentlich niemals geben wird ...

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 02.01.2013 20:33 Uhr

... Grundauftrag...

... da ist er wieder: Die gepflegte Unterhaltung in den öffentlich-rechtlichen. Und für den Rezensenten gehört halt der "Tatortreiniger" dazu, für den nächsten Günter Jauch und den übernächsten Boxen. Das ist wie eine Wundertüte: Jeder greift rein, zieht etwas tolles heraus und stammelt verzückt: "Grundversorgung".

In Wahrheit sollte man solches Zeugs und solche Formate über Werbung finanzieren und als Kinofilm vermarkten. Wem das Wert ist, der zahlt dann halt dafür.

Ich muss das seit dem 1.1. mitfinanzieren. Warum? Aus Solidarität mit den armen Schauspielern, Produktionsfirmen, Drehbuchautoren, Visagisten, Schauspielschulen, Sachbearbeitern beim NDR, Abteilungsleitern beim NDR, Frau Heinze, der Fernsehspieldame und natürlich mit den Fans von dem Zeugs.

Braucht das die Welt? Nein. Die Klofrau im Kurmittelhaus am Timmendorfer Strand ist genauso interessant (übrigens sehr zu empfehlen; blitzblank)... Ich reiche dazu mal ein Drehbuch bei der Nachfolgerin von Frau Heinze ein ...

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2013 12:11 Uhr
Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 03.01.2013 12:11 Uhr

... Bibliothek ...

... das ist ja ein Standardargument der öffentlich-rechtlichen Finanzierung: Die Bibliothek, die Autobahn, das Museum, der Kanal, kurzum: öffentliche Einrichtungen im weitesten Sinne der Daseinsvorsorge.

Natürlich fügt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk dort auch in gewisser Weise mit ein. Die Benutzung öffentlicher Einrichtungen ist aber nicht durchgängig kostenlos. Aus der öffentlichen Bibliothek kann nur ausleihen, wer zugelassener Nutzer ist. Dafür sind häufig Gebühren vorgesehen, insbesondere wenn man bestimmte Leistungen will (z. B. Vormerkungen). Das Museum kann ich i.d.R. nur gegen Eintritt betreten (ist natürlich nicht kostendeckend), die Oper oder städtische Theater auch, Universitäten sollten es sein.

Für mich sich solche Sendungen wie der "Tatortreiniger" ein Beleg dafür, dass die Steuerungskraft (würde Luhman sagen) der Institutionen nicht funktioniert. Abwählen kann man da leider garnichts, man muss es erdulden, das ist der, wenn man dramatisieren will, Skandal

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Marie Kelkmann
Marie Kelkmann (MKelk) - 03.01.2013 11:23 Uhr

@Svenja Sirisee: Ein Frage dann doch

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, dass Sie Querfinanzierungen durch Nichtnutzer (z.B. über Steuergelder) ausschließne zu können? Viele Museen, Theater, Parks, Bibliotheke etc werden nicht unerheblich von Nichtnutzern mitfinanziert. (Ich persönlich finde das nicht schlimm, im Gegenteil)
Das Finanzierungssystem der Öff.-Rechtlichen Fernsehanstalten steht in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung, da stimme ich zu. Allerdings ist es mir lieber, Schauspieler, Autoren, Visagisten, Schnittechniker etc machen für mein Geld Fernsehn als dass ich sie über Steuergelder per SGB querfinanziere. Über das Was, Wie und Wieviel wird (grade durch die sog. Staatsferne) leider viel zu wenig abgestimmt. Bei Steuergelderver(sch)wendung gibts immerhin soetwas wie ein Abwählen.

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Svenja Sirisee
Svenja Sirisee (Sirisee) - 03.01.2013 10:34 Uhr

... das bezweifle ich ...

... denn ich vermeide Fernsehen und sehe das als Zeitverschwendung an. Das öffentlich-rechtiche Programm, wenn ich denn mal sehe, finde ich befremdlich. Es hat nur minimale Unterschiede gegenüber den Privaten...

Wer Fernsehen als wichtigen Teil seiner Freizeitgestaltung begreift, hat natürlich ein Interesse daran, dass er ein möglichst hochwertiges Programm geliefert bekommt. Er soll das dann bittesehr auch selbst bezahlen. Ich sehe nicht, warum ich anderen die Freizeitgestaltung optimieren, die Jauchs, Gottschalks, Illners usw. zu Millionären machen soll und die überzogenen Gehaltsforderungen von Bundesligakickern und sonstigen Sportlern mitfinanziere.

Mir würde ein öffentlich-rechtliches Programm genügen, das alle 2 Stunden die Nachrichten sendet, dazwischen Reise- und Tierdokus und Diskussionssendungen (aus dem Bundestag o.ä.). Wer es mag soll es gerne sehen ...

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Andreas Muench
Andreas Muench (amffm) - 03.01.2013 07:28 Uhr

Die Zeit wirds bringen...

Erst wenn die Privaten anfangen werden Geld zu verlangen, werden Sie wissen, was der "Grundauftrag" wert ist. Die Technik reift dafür heran - sie wird nicht ungenutzt bleiben !

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02.01.2013, 19:50 Uhr

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