02.01.2013 · So herrlich wurde man im Fernsehen schon lange nicht mehr unterhalten, wenn überhaupt je: Bjarne Mädel dreht im „Tatortreiniger“ wieder seine Runden, leider nur in drei neuen Folgen.
Von Stefan SchulzRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Ich bin höchst angenehm überrascht, dass man sich -
dankenswerterweise! - seitens der FAZ mit dieser köstlichen(!)
Serie befasst!
Was ich sagen will: Vor geraumer Zeit sah ich zwei Folgen im DigiTV und
hatte danach nichts Eiligeres zu tun, als online nach einer
Möglichkeit des Downloads bzw. Wiedersehens zu suchen! - - - -
Aber, natürlich: Wer's unter Goethe, Schiller, Shakespeare et al.
nicht goutiert, der mag sich über ein solches
"Trivial-TV" beim [z. B.] Bridge-Spiel mokieren ...
Mit frdl. Grüßen:
H.-J. Eigenbrod
[Der Vollständigkeit halber bzw. einfach nur mal vor diesem
Hintergrund: Dipl.-Math.]
Es geht gar nicht ums putzen ....
es ist ja auch gar kein Dauerwerbesender, der erklärt, wie
Problemflecken verschwinden. Es werden auch keine Morde oder Toten
gezeigt. Auch die Kameraführung ist vollkommen ruhig, geradezu
unspektakulär. Es ist eher, wie gesagt, ein Theaterspiel.
Seit wann fragt man nach Produktionsbedingungen? Von Kinderhand
geknüfte Teppiche, Bio-Säfte im Kühlschrank, Frauenquoten
hinter der Kamera, Öko-Kunststoffe im Kameragehäuse?
Es ist auch keine Abartigkeit, eher feingeistiger Humor. Und wer Bjarne
Mädel nur als im Zusammenspiel mit R.M.Herbst oder Caroline Peters
mag, sollte nicht hinschalten.
Und wer Nachrichten und Tierdokus braucht, sollte nicht sagen, dass er
dafür den örRundfunk braucht, daß schaffen Private VIEL besser!
Nur für Menschen mit einem IQ über 20
Wetten, dass jene, die den Tatortreiniger hier für
"abartig" o.ä. halten, ihn überhaupt noch nicht
gesehen haben?
Es ist mir ein Vergnügen, Formate wie dieses mit meinen
Gebühren mitzufinanzieren. Endlich wird Zuschauern mit einem IQ
über 20 etwas geboten für ihr Geld.
Jetzt wird endlich klar, warum sich die .....
.... geistige Unterschicht immer größere Fernsehgeräte kauft. Auch die Zwangsgebühren erklären sich hiermit ..., freiwillig würde wohl niemand solche Abartigkeiten finanzieren wollen.
Wer diesen "Tatortreiniger" einmal gesehen hat, der weiß, was der Artikel preist (und schätzt es!)
Frau Sirisee, ich verstehe Ihren Beitrag in keiner Weise. Haben Sie denn
schon mal eine der besprochenen Sendungen gesehen? Wenn Sie Humor haben,
so kann ich es nur empfehlen.
Natürlich bleibt so etwas auch immer Geschmackssache, mich aber
versöhnte es wieder mit einer Welt, die mir bierernst Tag um Tag
von Kapitalzugewinn- DAX , Wetter und Staumeldung faselt, - denn im
Grunde: ist ja alles ganz anders und viel witziger. Im Grunde sagen die
Konversionsneurosen unserer Zeit um etliches mehr als alle sagen wollen
Die leidige Frage der Finanzierung der öffentl.Rechtlichen Sender
ist dabei ein ganz anderes Thema.
...ungelegte Eier ...
Sie schreiben und urteilen über Dinge, die Sie nicht kennen, weil es sie entweder nicht gibt - wie Ihr Ballett - oder Sie das gar nicht sehen (wollen), wie hier den Bjarne Mädel.
... das Anpreisen ist das Problem ...
... das hat mich an dem Artikel gerade gestört: Das Anpreisen, ohne dass ein einziges Wort auf die Produktionsbedingungen verwendet wird und man, wie selbstverständlich davon ausgeht, dass so ein Zeugs zu bezahlen sei. Vergleichbar einem schwärmerischen Artikel über ein kunstreiches Polizeiballett, bei dem in Uniform von echten Kripokommissaren Dornröschen getanzt wird, ganz wunderbar, die Leute haben in ihrer Freizeit geprobt, ein ästhetischer Genuss, allein schon deshalb, weil es so etwas noch nie gegeben hat und hoffentlich niemals geben wird ...
... da ist er wieder: Die gepflegte Unterhaltung in den
öffentlich-rechtlichen. Und für den Rezensenten gehört
halt der "Tatortreiniger" dazu, für den nächsten
Günter Jauch und den übernächsten Boxen. Das ist wie eine
Wundertüte: Jeder greift rein, zieht etwas tolles heraus und
stammelt verzückt: "Grundversorgung".
In Wahrheit sollte man solches Zeugs und solche Formate über
Werbung finanzieren und als Kinofilm vermarkten. Wem das Wert ist, der
zahlt dann halt dafür.
Ich muss das seit dem 1.1. mitfinanzieren. Warum? Aus Solidarität
mit den armen Schauspielern, Produktionsfirmen, Drehbuchautoren,
Visagisten, Schauspielschulen, Sachbearbeitern beim NDR,
Abteilungsleitern beim NDR, Frau Heinze, der Fernsehspieldame und
natürlich mit den Fans von dem Zeugs.
Braucht das die Welt? Nein. Die Klofrau im Kurmittelhaus am Timmendorfer
Strand ist genauso interessant (übrigens sehr zu empfehlen;
blitzblank)... Ich reiche dazu mal ein Drehbuch bei der Nachfolgerin von
Frau Heinze ein ...
"Ich muss das seit dem 1.1. mitfinanzieren."
Und ich et al. Ihre Theater-/Opern-Besuche, wo hoffentlich Ital. bzw.
Griech. gesprochen/gesungen wird?! ;-(
PS: Nehmen Sie's ggf. als Chiasmus.
... Bibliothek ...
... das ist ja ein Standardargument der öffentlich-rechtlichen
Finanzierung: Die Bibliothek, die Autobahn, das Museum, der Kanal,
kurzum: öffentliche Einrichtungen im weitesten Sinne der Daseinsvorsorge.
Natürlich fügt sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk
dort auch in gewisser Weise mit ein. Die Benutzung öffentlicher
Einrichtungen ist aber nicht durchgängig kostenlos. Aus der
öffentlichen Bibliothek kann nur ausleihen, wer zugelassener Nutzer
ist. Dafür sind häufig Gebühren vorgesehen, insbesondere
wenn man bestimmte Leistungen will (z. B. Vormerkungen). Das Museum kann
ich i.d.R. nur gegen Eintritt betreten (ist natürlich nicht
kostendeckend), die Oper oder städtische Theater auch,
Universitäten sollten es sein.
Für mich sich solche Sendungen wie der "Tatortreiniger"
ein Beleg dafür, dass die Steuerungskraft (würde Luhman sagen)
der Institutionen nicht funktioniert. Abwählen kann man da leider
garnichts, man muss es erdulden, das ist der, wenn man dramatisieren
will, Skandal
@Svenja Sirisee: Ein Frage dann doch
Was machen Sie in Ihrer Freizeit, dass Sie Querfinanzierungen durch
Nichtnutzer (z.B. über Steuergelder) ausschließne zu
können? Viele Museen, Theater, Parks, Bibliotheke etc werden nicht
unerheblich von Nichtnutzern mitfinanziert. (Ich persönlich finde
das nicht schlimm, im Gegenteil)
Das Finanzierungssystem der Öff.-Rechtlichen Fernsehanstalten steht
in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung, da stimme ich zu.
Allerdings ist es mir lieber, Schauspieler, Autoren, Visagisten,
Schnittechniker etc machen für mein Geld Fernsehn als dass ich sie
über Steuergelder per SGB querfinanziere. Über das Was, Wie
und Wieviel wird (grade durch die sog. Staatsferne) leider viel zu wenig
abgestimmt. Bei Steuergelderver(sch)wendung gibts immerhin soetwas wie
ein Abwählen.
... das bezweifle ich ...
... denn ich vermeide Fernsehen und sehe das als Zeitverschwendung an.
Das öffentlich-rechtiche Programm, wenn ich denn mal sehe, finde
ich befremdlich. Es hat nur minimale Unterschiede gegenüber den Privaten...
Wer Fernsehen als wichtigen Teil seiner Freizeitgestaltung begreift, hat
natürlich ein Interesse daran, dass er ein möglichst
hochwertiges Programm geliefert bekommt. Er soll das dann bittesehr auch
selbst bezahlen. Ich sehe nicht, warum ich anderen die
Freizeitgestaltung optimieren, die Jauchs, Gottschalks, Illners usw. zu
Millionären machen soll und die überzogenen Gehaltsforderungen
von Bundesligakickern und sonstigen Sportlern mitfinanziere.
Mir würde ein öffentlich-rechtliches Programm genügen,
das alle 2 Stunden die Nachrichten sendet, dazwischen Reise- und
Tierdokus und Diskussionssendungen (aus dem Bundestag o.ä.). Wer es
mag soll es gerne sehen ...
Die Zeit wirds bringen...
Erst wenn die Privaten anfangen werden Geld zu verlangen, werden Sie wissen, was der "Grundauftrag" wert ist. Die Technik reift dafür heran - sie wird nicht ungenutzt bleiben !