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Veröffentlicht: 26.11.2013, 12:04 Uhr

„Doctor Who“ feiert 50. Geburtstag Dieser Doktor hat zwei Herzen in der Brust

Ein äußerst britisches Jubiläum ist zu feiern: Vor fünfzig Jahren ging „Doctor Who“, die langlebigste Science-Fiction-Serie der Welt, zum ersten Mal auf Sendung. Ein Ende der Erfolgsshow ist nicht in Sicht.

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© Getty Images Zehn skurrile Inkarnationen blicken uns an: Kenner legen großen Wert darauf, dass die Serie zwar „Doctor Who“ heißt, der jeweilige Hauptdarsteller aber keineswegs.

Zwischen die Hijab tragenden Teilnehmer einer muslimischen Hochzeits-Ausstellung, der Londoner islamischen Buchmesse und dem Auftritt einer Organisation, die auf das palästinensische Flüchtlingsproblem aufmerksam machen will, mischten sich am vergangenen Wochenende lauter mit einem Fes bedeckte Köpfe in das Gewühl des Excel-Messegeländes im ehemaligen Hafengebiet Londons. Es handelte es sich um Anhänger jenes namenlosen Doktors, dessen seltsame Reisen mit einer Zeit-Raum-Maschine in der Gestalt einer blauen Polizei-Notrufzelle, wie sie einst zum Stadtbild Londons gehörte, vor fünfzig Jahren im ersten Programm der BBC begannen, zumindest nach der Zeitrechnung unseres Planeten.

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Die rote Filzkappe ist in „Doctor Who“, der langlebigsten Science-Fiction-Fernsehserie, gelegentlich aufgetaucht, am auffälligsten in „The Big Bang“, der letzten Folge der fünften Staffel (2010), wo der Doktor erklärt, er trage diese Kopfbedeckung neuerdings, weil sie „cool“ sei. Das finden die „Whovians“, wie „Doctor Who“-Besessene heißen, offenbar auch. Denn obwohl der rote Filzhut zerstört wird, scheint er - nach den Kostümen der Fans zu urteilen, die zum goldenen Jubiläum zu Tausenden in das Excel-Zentrum strömten - zu den beliebtesten Requisiten der Serie zu gehören.

Sein Name ist nicht „Doctor Who“

Bis heute ist die Identität des Zeitreisenden aus dem Geschlecht der „Herren der Zeit“ ein Rätsel geblieben. Daher der Name der Serie. Nichts irritiert pedantische „Doctor Who“-Kenner so sehr wie der Umstand, dass Ignoranten ihren skurrilen Helden, der das Universum ein ums andere Mal vor den Mächten des Bösen rettet, als Doctor Who bezeichnen, als sei dies sein Name. Sofern er im Zuge einer gefährlichen Mission kein Alias annimmt, stellt er sich lediglich als „der Doktor“ vor.

In welchem Fach er promoviert hat, ob er Mediziner ist oder Physiker, bleibt ebenso unbestimmt wie sein Alter, das scheinbar je nach Belieben zwischen 450 und 1200 Jahren schwankt, wie der Grund für das ewige Exil des Außerirdischen aus Gallifrey, dem Planeten seiner Herkunft, sowie seine vielen Inkarnationen. Der Doktor sieht zwar aus wie ein Mensch, ist aber ein Außerirdischer, der zwei Herzen besitzt. Seine Waffe ist ein vielfach anwendbarer Schall-Schraubenzieher, der wie die Geräte von James Bond mit der Zeit immer raffinierter geworden ist.

Zum Jubiläum wird's irritierend

Die Langlebigkeit der im deutschsprachigen Raum inzwischen beim Bezahlsender Fox laufenden Serie erklärt sich nicht zuletzt aus der Fähigkeit des Doktors, sich zu regenerieren und dabei jedes Mal eine neue Gestalt anzunehmen. So konnte ein Darsteller dem nächsten den Staffelstab übergeben. Inzwischen ist die Serie, die mit dem griesgrämigen, großväterlichen William Hartnell begann, nun mit dem wie ein altmodischer Oxbridge-Student wirkenden Matt Smith bei ihrem elften Doktor angelangt. In der Weihnachtsfolge wird dieser - wohl nach der inzwischen bewährten Manier - in einem computeranimierten Feuerzüngeln zu seinem mit Spannung erwarteten Nachfolger Peter Capaldi mutieren.

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