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Die Lage beim „Spiegel“ Vertreten, verraten

 ·  Seit April gab es keinen Chefredakteur mehr beim „Spiegel“, die Redaktion machte derweil erfolgreich Blatt. Jetzt hat Wolfgang Büchner übernommen. Er muss zeigen, dass und wofür er gebraucht wird.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)
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Joseph Bernhard

Der Spiegel und Qualitätsjournalismus

Erfolgreich ist an dem Blatt lediglich die Polemik.

Die Qualität der Artikel ist eher mäßig.

Das Talent zu stilistisch ausgefeilter Herabsetzung, das gerade Redakteure des Spiegel als Handwerkszeug mitbringen, reicht für guten Journalismus nicht. Insofern passt Wolfgang Büchner sehr gut in die Spiegel-Redaktion, weist ihn doch schon seine journalistische Laufbahn als Mann des rüden Tons aus.

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Alexandra Scholer

Der "Spiegel" ist zu einem abgrundtief tendenziösen Blatt verkommen,

Objektivität existiert nicht mehr, kritischer Journalismus scheint bestraft zu werden.
Hauptsache die Regierung und damit Amerika werden gut bedient.

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Roger Wolf

Links ist out...

und bürgerlich in.

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Closed via SSO

Der Spiegel hat eine andere Krise, ihm laufen die Leser weg.

Das “Linksgeseiere und Gutmenschengelaber” begann nach dem Jahr 2000 und als die “Mitarbeiter KG” Stefan Aust heraus gemobbt hatte, begann der tiefe Fall in den linken Abgrund.
Apokalypse erlebt der doofe Steuerzahlmichel jeden Tag überall und sonst wo, spätestens wenn er liest, dass in Neukölln die Polizisten verprügelt werden und diese sich nicht massiv wehren, oder wenn er einen Obama sieht, der herum droht und kleinlaut zum Kongress eiert.
Was nun ausgerechnet in die Spiegel-Redakteure gefahren ist, nur noch den "salonlinken Zeitgeist" zu bedienen, anstatt KRITISCHSTEN Journalismus zu betreiben, kann ich mir nicht erklären – auf jeden Fall sprechen die Zahlen für sich und der mündige Leser würdigt es entsprechend, indem er dieses Blatt (im wahrsten Sinne des Wortes) links liegen lässt!
Das Papier des Spiegels ist am Ende auch für die Toilette ungeeignet, da es abfährt und aalglatt ist.
Ende gut, alles gut, dass ist hier die Lage.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.09.2013 10:17 Uhr
Closed via SSO

Spiegel

Ich bin damals in den 60-er/70-er Jahren zum Spiegelleser geworden, weil ich glaubte, dort eine frische, furchtlose Alternative zum vermeintlich spießigen Mainstream-Mief dieser Zeit gefunden zu haben.
HEUTE ist der Spiegel fruchtloser rot-grüner Mainstream-Mief.
Spießig, (gut)bürgerlich bis zum Erbrechen und ohne Mut zum Widerspruch.
Bis in der zweiten Hälfte der 90er war der Spiegel durchaus lesenswert – heute ist davon ein Hetzblatt übrig geblieben, welches lediglich noch das Meinungs- und Empörungspotential des pseudointellektuellen Sozialkunde-Absolventen versucht, punktgenau zu bedienen.
DAFÜR gebe ich nicht einen Cent mehr aus!
Im übrigen ist es im Zeitalter des Internet eh interessanter die Beiträge in den Blogs zum Artikel (sofern möglich und unzensiert), zu lesen.
Da tummeln sich oft „Fachleute, die zum Thema was sagen können“. Die Kompetenz der Leute muss man halt selbst abschätzen. Mit der Zeit hat man ja etwas Übung darin.

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Marcus Ballmer

Sieht aber nicht so aus

Die verkaufte Auflage des gedrucken Spiegels betrug 2000 noch etwas über eine Million Exemplare. Sie liegt - gemäss IVW - aktuell bei rund 940.000 Exemplaren, ist also in zehn Jahren um 6 Prozent geschrumpft. Interessanterweise haben die Abos im gleichen Zeitraum massiv zugelegt. Dazu kommen die Page Impressions von rund einer Million des SPON. Ein "davonlaufen der Leser" sieht anders aus. Mir scheint, als ob Sie das dem Spiegel wünschen würden, die Realität jedoch ist eine andere.

Apropos "tiefen Fall in den linken Abgrund": der entspricht so wenig den Tatsachen, wie der "durchweg neoliberale Kurs", den Leser Rasmussen erkennen will.

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Malte Marquardt

Beim Spiegel treffen sich halt BILD und taz

so wie Fleischauer und Walser-Junior.

Bürgerliche Salonbolschewisten und transatlantische sog "Neo-Konservative" (a.k.a "Neoliberale" = in den USA Ex-Trotzkisten - in Schland Ex-Moisten).

Summa summarum Grüne.

So simpel ist das. Der Washington-Konsens sozusagen.

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Johann Otto

Nur noch Gegenwart – keine Zukunft

Niemand im Land fürchtet mehr den „Spiegel“. Er wird nicht mehr ernst genommen, von niemandem mehr. Der Spiegel von heute, die AfD sei rechtsradikal durchwandert, nur noch das große Gähnen, das ist einfallsloser Journalismus aus dem vorigen Jahrhundert. Nur noch lächerlich. Da können die „Edelfedern“ schreiben was sie wolle, sie können als Eigentümer beschließen, was sie wollen. Sie hätten damals Aust behalten sollen. Der war aber kein Ideologe, nicht links genug. Das vermeintliche Sturmgeschütz rostet vor sich hin. Für neue Farbe wollen die Eigentümer kein Geld ausgeben. Und neue Eigentümer, die lediglich die Gewinne schmälern, wollen sie nicht zulassen. Eine soziale Schieflage in der Redaktion, Neid und Mißgunst, die da oben, wir hier unten. Spiegel-Redakteure, in der ersten wie auch in der abgestuften Klasse, haben nur noch Gegenwart, die nun auch bald vergangen sein wird. Eine Zukunft gibt es für keinen von ihnen.

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Closed via SSO

Gestern Abend...

....konnte man ja den alten Spiegel-Chefredakteur bei Nachanalysen des "Duells" schwadronieren hören. Sinnvoll hört sich anders an.

Dieser Herr wird ja auch bald wo neues anfangen. Vielleicht wäre es besser bei der FAZ, sich darauf vorzubereiten, als hämisch über den Spiegel zu berichten.

Die Büchner-Geschichte gehört eigentlich ins Management-Lehrbuch. Der Mann scheint keine Ahnung zu haben, wie man Menschen für sich gewinnt und gemeinsame Ziele mit ihnen erreicht.

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Thomas Egerland

Ich vermute mal, daß die Spiegelmitarbeiter nicht "stille Gesellschafter", sondern

Kommanditisten der Kommanditgesellschaft namens "Kommanditgesellschaft Beteiligungsgesellschaft für SPIEGEL-Mitarbeiter m.b.H. & Co." sind...

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Joachim Wegener
Joachim Wegener (Rabix) - 02.09.2013 17:22 Uhr

G&J braucht Blome

und Büchner noch dazu: die bertelsmannsche Weichspülerei beim stern mit fügsamen Jungmanagerinnen im Vorstandssessel kam ja auch nicht von ungefähr und steht in einer Linie mit dem Döpfnerschen Journalisten-Raubbau. Profit ist gefragt, content statt Inhalt und jede Menge Kassenmäuse, generiert duch jede Menge Käse.

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Eckbert Reinhardt

endlich zeigt die deutsche Presselandschaft ihr wahres Gesicht.

Das in vielen ehemalig investigativ recherchierenden Medien nur noch Einheits-Bildredakteure tätig sind, habe ich schon lange vermutet - der Spiegel zeigt jetzt endlich sein aktuell wahres Gesicht. Ihn mir wöchentlich zu kaufen, habe ich schon vor über 10 Jahren eingestellt - es wirkte wie Phönix-TV - pseudokritisches Gelaber, das am Ende eines angeblich kontroversen Dialogs dann doch bestätigte "die da oben haben alles im Griff und kümmern sich!". Und das stimmt eben nicht. Auch Jakob Augstein´s regelmässig als zu links kritisierter Freitag ist ein Salon-Linker-Laberverein, seine Erbenrechte hat er nie effizient in die ehemals sehr kritische und die deutsche Demokratie verteidigende Position des "alten Spiegels" gebracht, zb. mit den Mitarbeitern. Weichgespülte Öko-Pseudo-Kritik, ohne jemals an den wahren Grundfragen oder an immer deutlicheren Schieflagen in der deutschen Gesellschaft zu rütteln. Diese Zeitung braucht kein Mensch mehr ... leider trifft das auf immer mehr zu.

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Servad Bogdanov

Wer braucht Blome?

Ungeachtet der Frage, wozu man Büchner braucht, stellt sich um so mehr die Frage, wozu man Blome braucht? Erschreckend ist, dass die Mitarbeiter KG diese Personalie einfach so durchgewunken hat. Was ist eigentlich mit den Augstein-Erben? Warum schauen diese einfach zu, wie der Oberkrawallmacher von der Bildzeitung den Laden kapert und den Spiegel in die Gefahr des Totalabsturzes bringt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.09.2013 19:50 Uhr
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Danke sehr!

Wie konnte mir das nur paassieren. Aber den "Prof." habe ich doch gut hinbekommen?! War das erste Mal, dass mir der Titel in der Zeitung bei einem Zeitungsschreiber begegnet; in DER Zeitung.

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Augstein-Erben?

Da gibt es zwei:

1. Den Jakob Augstein. Der verbrennt sein Geld mit "Der Freitag" (mit sagenhaften 15.000+ Stück Auflage), tingelt durch Talksshows und schreibt montäglich eine Kolumne für Spiegel-Online (diese Woche übrigens: "Er kann es - Jakob Augstein über Steinbrück"). Der findet das, wenn dem Geschriebenen Glauben geschenkt werden darf, wohl alles ganz putzig. Ich vermute mal, dass er mehr Geld aus "Der Spiegel" braucht ...

2. Dann haben wir da noch Franziska Augstein von der Süddeutschen Zeitung. Die ist gegen alles. Nebenbei ist sie noch die Lebensabschnittsgefährtin des Herbert Grantl, äääh, Verzeihung, Prantl, nochmal Verzeihung, Prof. Dr. Herbert Prantl. Das erklärt dann wohl auch warum sie gegen Büchner und alles sowieso überhaupt ist.

So richtig etwas ausrichten können aber beide nichts; die Mitarbeiter-KG hat die Mehrheit, Gruner + Jahr hat eine Sperrminorität.

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02.09.2013, 16:17 Uhr

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