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Die Iran-Krise der „Bild am Sonntag“ Journalismus in solchen Ländern ist immer riskant

 ·  132 Tage waren zwei deutsche Journalisten in iranischer Haft. Außenminister Guido Westerwelle holte sie zurück, nach langem politischen Tauziehen. Teheran wollte eine Unterwerfungsgeste. War der politische Preis zu hoch? Ein Gespräch mit den Redaktionschefs der „BamS“.

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Reinhard Martin

Bei uns ist das alles kein Problem!

Da werden sowieso nur Beiträge gedruckt, die der Regierunslinie endsprechen!

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Christian Kramp

Gesetze müssen auch in Iran beachtet werden

Es ist sicher erstaunlich für die "BamS", aber in Iran gibt es Gesetze, an die man sich halten muss. Die gelten für Journalisten, die eine Genehmigung brauchen, aber eben auch für die Bürger dort und wer sich an die jeweiligen Gesetze hier wie dort nicht hält, wird bestraft. Und wenn eine Frau ihren Ehemann tötet, was ja gerne unterschlagen wird, werden härte, wenn auch für westliche Standards barbarische, Strafen verhängt. Wenn Journalisten in Deutschland bei einer Straftat entdeckt werden, haben sie ebenso mit einer entsprechenden Strafe zu rechnen. Es ist typisch, wenn man Iran wieder mal als einen schlechten Staat darstellen will. Doch wieso? Mit welcher Begründung?

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christopher blunt

Verantwortungslos

Natürlich ist es wichtig über diktatorische Regime zu berichten. Die Reporter und ihre Chefs sind in diesem Fall jedoch ein viel zu hohes Risiko eingegangen. Ich habe noch nicht die Stimme eines tatsächlich erfahrenen Auslandskorrespondenten gehört, der diese Karl-May-Aktion gerechtfertigt hätte. So sind sie - wen wunderts - auf ganzer Linie gescheitert und Westerwelle musste den Kotau machen. Wahrscheinlich gibt es bald das Buch (oder den Film) zu dieser journalistischen Nullnummer: "132 Tage Angst - wie zwei mutige Vagabunden beinahe die Ajatollahs gestürzt hätten".

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