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Nach Terror in Berlin : ARD verschiebt „Tatort“

  • Aktualisiert am

Szenen eines Anschlags, in diesem Fall ist es Fiktion: Der „Tatort. Sturm“ des WDR, der an Neujahr laufen sollte, wird verschoben. Bild: WDR/Frank Dicks

Der WDR wollte seinen „Tatort“ zu Neujahr nicht verlegen, in dem es um einen Anschlag geht. Jetzt entscheidet der Programmchef der ARD anders, aus Rücksicht auf Opfer und Hinterbliebene des Terrors in Berlin.

          Die ARD hat die für den Neujahrstag vorgesehenen „Tatort“-Episode aus Dortmund nach dem Terroranschlag in Berlin auf Ende Januar verschoben. Der Film „Sturm“ sei „ein hochspannender ,Tatort’ des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet“, sagte Programmdirektor Volker Herres. Er arbeite aber „mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wecken“.

          Natürlich müsse „ein ,Tatort’ nah an gesellschaftlichen Realitäten sein“, sagte Herres weiter. „Aber mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wollen wir diesen ,Tatort’ nicht am Abend des ersten Tages im neuen Jahr, sondern mit größerem zeitlichen Abstand zeigen.“ Der Film wird auf den 29. Januar verschoben. Am Neujahrstag nun der „Tatort: Söhne und Väter“ vom Saarländischen Rundfunk vorgesehen, der ursprünglich am 29. Januar laufen sollte.

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