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Freiheitspreis : Deutsche Welle ehrt Korrespondenten im Weißen Haus

  • Aktualisiert am

Donald Trump vor Journalisten während einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Bild: AFP

Jeff Mason, Chef der Korrespondentenvereinigung im Weißen Haus, erhält den Freiheitspreis der Deutschen Welle. Er kritisiert Donald Trumps Umgang mit der Presse – findet aber nicht nur negative Worte für den Präsidenten.

          Der Umgang des amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit der Presse ist nach Einschätzung der Korrespondentenvereinigung im Weißen Haus (WHCA) mitunter besser als es scheint. „Das was er letztendlich tut, reicht nicht immer an seine Rhetorik heran“, sagte WHCA-Chef Jeff Mason am Montag in Bonn der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Korrespondenten müssten aber ständig für ihre Rechte kämpfen.

          Mason erhielt am Montag den Freedom of Speech Award der Deutschen Welle. In der Begründung des Senders heißt es, die Korrespondenten zögen Trump täglich zur Rechenschaft. Den teils persönlichen Angriffen des Präsidenten auf ihre Integrität setzten sie einen neuen Maßstab in der Berichterstattung entgegen.

          „Wir mussten dafür kämpfen, im Presseraum des Weißen Hauses zu bleiben und weiterhin in der Air Force One mitzufliegen“, berichtete Mason. Dies sei aber in beiden Fällen gelungen. „Das sind Schlachten, wie ich sie erwartet habe“, sagte er. Insgesamt habe Trump bisher recht regelmäßig Pressekonferenzen abgehalten, in diesem Punkt könne man sich im Großen und Ganzen nicht beschweren. Kritisch sei vielmehr, in welchem Ton er mitunter mit der Presse spreche und wie er versuche, die Position von Journalisten zu untergraben. „Das ist schon eine Bedrohung.“

          Grütters: „Hochverdiente Anerkennung“

          Mason betonte, die Vereinigten Staaten seien immer eine Hochburg des freien Wortes gewesen. Gleichzeitig zeigten die Erfahrungen der vergangenen Monate aber auch, dass man wachsam bleiben müsse: „Und das sind wir.“

          Staatsministerin Monika Grütters (CDU) bezeichnete den Preis als „hochverdiente Anerkennung“ für Journalisten, die sich „weder einschüchtern noch korrumpieren“ ließen. Sie zeigten, dass eine Demokratie gegen autoritäre und totalitäre Anwandlungen gewappnet sei, solange die Meinungsfreiheit gewährleistet sei. „Journalistinnen und Journalisten, die für ihre Arbeit viel riskieren, verdienen jede nur mögliche Form der Unterstützung“, sagte Grütters.

          „Starke Presse unabdingbar“

          Der Intendant der Deutschen Welle, Peter Limbourg, betonte: „Wir haben volles Vertrauen in die Demokratie in den USA.“ Dafür sei eine starke Presse aber unabdingbar. „Die Korrespondentenvereinigung im Weißen Haus ist ein Garant dafür, dass die Mächtigen auch kontrolliert werden.“

          Der Freedom of Speech Award der Deutschen Welle würdigt eine Person oder Initiative, die eine herausragende Position für Menschenrechte und Meinungsfreiheit bezieht. Im vergangenen Jahr hatte Sedat Ergin als Chefredakteur der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ die Auszeichnung erhalten. Der inhaftierte saudische Blogger Raif Badawi war 2015 der erste Preisträger.

          Quelle: dpa

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