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Montag, 13. Februar 2012
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Deutsche Welle China Interview mit sich selbst

12.12.2008 ·  Die Debatte um die chinesischen Programme der Deutschen Welle ist nicht beendet. Nun erschien im chinesischen Online-Auftritt ein Interview, in dem die einst leitende Redakteurin Zhang Danhong Stellung zu einem Interview nahm, dass die F.A.Z. mit der Dissidentin Qinglian He geführt hatte.

Von Sabine Pamperrien
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Die Debatte um die chinesischen Programme der Deutschen Welle ist nicht beendet. Am letzten Freitag erschien im chinesischen Online-Auftritt ein Interview, in dem die einst leitende Redakteurin Zhang Danhong Stellung zu einem Interview nahm, das die chinesische Dissidentin Qinglian He der F.A.Z. gab. Die von ihr selbst formulierten Fragen ließ sich Zhang von einer Praktikantin des Senders stellen.

Zhang erzählte diverse Interna aus Verhandlungen des Senders mit chinesischen Offiziellen. Die in dem Selbstinterview massiv angegriffene He verfasste eine Erwiderung und forderte die Deutsche Welle zu deren Veröffentlichung auf. Da dem in der gesetzten Frist nicht nachgekommen wurde, veröffentlichte He ihre Richtigstellung in mehreren chinesischen Medien. Dort wird nun breit darüber diskutiert, wie ein Staatssender der freien Welt es zulassen kann, dass eine Mitarbeiterin diesen für ihre privaten Zwecke nutze.

Erstmals sind Kritiker geladen

Bei der Leitung des Senders schlug der Vorgang wie eine Bombe ein. Von einem Missbrauch der Deutschen Welle für Racheaktionen war die Rede. Der Vorgang sei von größerer Tragweite als alle bisherigen Vorwürfe, sagte der Programmdirektor Christian Gramsch in einer internen Konferenz. Der Wertekanon des Senders sei in eklatanter Weise verletzt. Wer das Wertesystem des Senders nicht achte, könne gehen.

Genehmigt worden war das Interview vom deutschen Leiter der China-Redaktion. Mehrere Redaktionsmitglieder hätten versucht, die Publikation zu verhindern. Gramsch warf der Redaktion kollektives Versagen vor. Der Programmdirektor soll auch betont haben, der Sender habe sich vor die Redaktion gestellt, obwohl bei den Rückübersetzungen zahlreiche Unstimmigkeiten aufgefallen seien. Am 18. Dezember findet im Bundestag ein Fachgespräch über die DW-China-Redaktion statt. Erstmals sind Kritiker geladen.

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