http://www.faz.net/-gqz-8di3o

Britische Medien : „Independent“ stellt Druckausgabe ein

  • Aktualisiert am

Ändert sein Erscheinungsbild radika - der „Independent“ Bild: AFP

Der Leserschwund nahm nicht ab. Jetzt hat sich die britische Zeitung „Independent“ zur Einstellung ihrer Druckausgabe entschieden. Von Ende März an erscheinen Artikel ausschließlich online.

          Der dramatische Leserschwund zwingt die britische Zeitung „Independent“ zur Einstellung ihrer Druckausgabe. Um das Blatt vor dem Aus zu retten, kündigte der russische Eigner Ewgeni Lebedew am Freitag an, vom 26. März an nur noch eine Online-Ausgabe anzubieten. „Die Zeitungsbranche verändert sich und dieser Wandel wird vom Leser angetrieben“, sagte Lebedew. Sie zeigten dem vor 29 Jahren gegründeten „Independent“, dass die Zukunft digital sei (hier die Ankündigung auf der „Independent“-Homepage). Von einem Rekordhoch von 400.000 Exemplaren 1989 ist die Auflage auf gut 40.000 Stück eingebrochen. Lebedew betonte, die Online-Zeitung arbeite profitabel.

          Auch die Sonntagszeitung „Independent on Sunday“ gibt es ab Ende März nicht mehr gedruckt. Außerdem verkauft die Mediengruppe die kleinere, günstigere Zeitung „i“ an den Verlag Johnston Press. Der „Guardian“ veröffentlichte am Freitag einen Brief, den Lebedev an die Mitarbeiter des „Independent“ geschrieben haben soll. Darin heißt es, „einige“ Angestellte würden ihren Arbeitsplatz verlieren. Eine genaue Zahl war nicht genannt.

          Viele britische Verlage wie Trinity Mirror und Daily Mail and General Trust leiden unter dem Leserschwund und haben längst den Rotstift angesetzt. In der Vergangenheit haben bereits andere Blätter ihr Heil im Netz gesucht: So gibt es die französische Tageszeitung „La Tribune“ seit Jahren nur noch online.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

           „Petry hat sich kaufen lassen, die AfD nicht – wir lassen uns nicht kaufen.“, so Gauland über die Reise der einst Vorsitzenden der AfD.

          AfD-Russlandreise : „Petry ließ sich kaufen“

          Der Oppositionsführer Alexander Gauland will Petrys Moskauer Flugreise nicht aufklären. So oder so droht der Partei aber Ärger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.