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Freitag, 10. Februar 2012
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Bildmanipulation in Iran Eine Rakete zu viel

11.07.2008 ·  Zwei Bilder derselben militärischen Operation schickte die iranische Propagandaabteilung Sepah News um den Globus. Doch während die Rakete auf dem einen Bild zündet, krepiert sie auf dem anderen. Wie kann das sein? Auch Sepah News beherrscht anscheinend die Bildmanipulation mittels Photoshop.

Von Michael Hanfeld
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Auch die iranische Propaganda verwendet das Programm Photoshop, mit dem man Bilder nach Lust und Laune verändern kann, bisweilen so, dass selbst die Profis genauer hinschauen müssen, um etwaige Manipulationen zu entdecken. Bei dem Bild, das in dieser Woche von den jüngsten iranischen Raketentests um die Welt ging, ist die Veränderung recht deutlich. Vier statt drei Raketen finden sich auf einem Bild, mit dem Iran die Schlagkraft seiner Raketenstreitmacht unter Beweis stellen wollte.

Die Agentur AFP hat das Bild verbreitet, sie bekam es von Sepah News, der Propagandaabteilung der iranischen Revolutionsgarden, Medien rund um den Globus haben es übernommen. Dem Londoner Verteidigungsexperten Mark Fitzpatrick vom Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) ist die Sache aber sogleich aufgefallen. Er vermutet, dass die Revolutionsgarden mit der hinzukopierten vierten Rakete eine Fehlzündung vertuschen wollten.

Digital verändert?

Er stellt auch in Zweifel, dass die neue Langstreckenrakete Irans, Shahab 3, mit einer Tonne Sprengstoff beladen, zweitausend Kilometer weit fliegen kann, wie behauptet wird. Die Reichweite der Rakete liege normalerweise bei 1300 Kilometern. AFP hat das Bild am Donnerstag zurückgezogen und mitgeteilt, die Aufnahme sei – wie der Experte Fitzpatrick sagte – „offenbar digital verändert worden“. Die Agentur AP verbreitete ein Bild, das den Vorwurf der Manipulation stützt.

Auf diesem Bild (oben rechts zu sehen) ist eine Abschussrampe zu erkennen, deren Rakete sich nicht in den Himmel erhebt. Die Staubwolken in der Mitte und rechts auf dem von Iran verbreiteten Bild ähneln einander zudem verdächtig. An der Tatsache des iranischen Raketentests ändert dies jedoch nichts.

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