20.08.2012 · In Syrien entstehen täglich Hunderte von Handy-Filmen. Sie sind Teil einer Medienschlacht mit neuen Ausmaßen. Aber welche sind echt, und woran erkennt man das?
Von Karen KrügerRichtlinien für Lesermeinungen
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Einen Eingriff von Außen rechtfertigt
im Völkerrecht der Nachweis "enthnischer
Säuberungen". Joschka Fischer hat diese Säube-
rungen im Fall Bosnien solange herbei geredet, bis die
Schröder-Regierung mobil machte.
Die US-Außenministerin Albrigt hatte das zudem von Schröder
gefordert. So war die Weige- rung Westerwelles, in Libyen mit tätig
zu werden, völlig rechtens und hat uns dazu noch sehr viel Geld
gespart. Im Grunde sollen die Fotos aus zweifelhaften Quellen den
Eindruck erzeu- gen, es lägen ethnische Säuberungen vor. Die
UNO müsse dann militärisch gg. Assad ein- greifen, solange der
Sicherheitsrat zustimmt. Tut er aber nicht, Dank Chinesen und Russen.
Der Syrienkrieg wird in einem Blutbad enden, weil die Alternative
heisst: Leben oder Tod.
"Doch nie zuvor gab es eine solche Flut von Bildern und Filmen..."
Hab ich das nicht schon des öfteren gelesen, in den letzten Jahren,
in den Gazetten, im Radio, aus dem TV...?
Das erste Opfer des Krieges ist ...
... die Wahrheit
Das ist wirklich nichts Neues.
Das Foto zeigt mir persönlich, dass die Rebellen ihre Gefechte von
privaten Wohnungen aus führen, denn nach einem flüchtig
eingerichteten Unterschlupf sieht dieses voll eingerichtete Zimmer nicht
gerade aus. Ferner besteht also zumindest der Verdacht, dass dabei mit
Absicht zivile Opfer in Kauf genommen werden.
Aus den Ausführungen in diesem Artikel wird klar, dass die
Propagandamaschinerie auf vollen Touren läuft, und das auf beiden
Seiten. Dieser Umstand macht deutlich, dass die Dominanz der
Oppositionsquellen in der Berichterstattung und die von Anfang an klare
Parteiergreifung unserer Politiker und Medien absolut unverantwortlich
ist.
In dem Beitrag ist mehrmals die Rede von Uniformen der Assad Gegner. Ich kann keine Uniformen erkennen, die die Gegner von Assad eindeutig als Combatanten, entsprechend der Genfer Konvention, aussehen lassen. Noch schlimmer, sie verschanzen sich in von Zivilisten bewohnten Haeusern/Gebaeuden, benutzen also die Zivilisten als menschliche Schutzschilde und wenn die Gefahr besteht, das sie ueberrannt werden, verstecken sie offensichtlich ihre Waffen/Mordinstrumente und spielen sich als lamentierende, "unschuldige" Zivilisten auf. Uebriegens, weglassen von Informationen ist auch eine Form von Nachrichtenfaelschung, zB wo war in ARD, ZDF etwas zu sehen ueber die oeffentliche Erhaegung eines 4-jaehrigen Jungen durch die "Rebellen" in Seyede Zainab Quartier / Damaskus, wie es das Schweizmagazin und irakische Menschenrechtler berichteten? Oder die Sendung eines nachtraeglich manipulierten Videos ueber Homs, welches im Original aus Afghanistan stammte.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.08.2012 12:48 UhrGuerillia-Taktik
Sehen Sie es wie Sie wollen, aber es herrscht Krieg zwischen zwei
ungleich großen "Armeen". Da ist eine Guerillia-Taktik
das einzige Mittel um zu überleben. Ob das ethisch korrekt ist darf
bezweifelt werden, aber was sollen die Kämpfer tun? Wenn das
Assad-Regime unterlegen wäre, beispielsweise durch massenweise
Desertation oder nach internationaler Intervention, würde es
genauso handeln.
Ähliches konnte ja auch in Lybien beobachtet werden, wo Zivilisten
an strategisch wichtigen Orten zusammengebracht wurden damit diese nicht
bombardiert werden konnten.
That's war...
Karen Krüger Jahrgang 1975. Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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