06.01.2012 · Die Chefin des ZDF-Hauptstadtstudios und Ulrich Deppendorf haben gemeinsam das Interview mit Bundespräsident Christian Wulff geführt. Nun ist Bettina Schausten selbst gefragt.
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Haben Sie die PR-Beratung Wulffs übernommen?
„Möglicherweise schreiben einige längst von mir ab
[…] Vielleicht Wulff demnächst auch.“
Jetzt scheint der Fall eingetreten zu sein. Die SZ schreibt über
Wulffs Fernsehauftritt:
"Christian Wulff ließ es bei seinem Fernsehauftritt gewaltig
menscheln, Einsicht hingegen zeigte er erstaunlich wenig.“
Daß Sie, liebe Lena, bereits zuvor diese Wendung hin zur
menschlich-emotionalen Seite der ganzen Affäre vollzogen, um Ihren
Schützling zu verteidigen, hatte ich ja schon ausgeführt.
Übrigens war Wulff an einer Stelle des Interviews auf dem besten
Wege, sogar die gleiche Wortwahl zu treffen, die ich von Ihnen schon
einmal gehört hatte. Er korrigierte aber den Satz im letzten
Moment. Ich möchte Sie vor dem Hintergrund Ihrer früheren
Aussage deshalb fragen, ob ich eine Erklärung für die
seltsamen Parallelen gefunden haben könnte.
Schausten und Hanfeld zeigen in aller Deutlichkeit, wie Fragen in einem
Interview beantwortet werden können.
Keine weitschweifige Ablenkung, Verzicht auf Spekulation, Benennung von Tatsachen.
Wie gewohnt in der FAZ wird elegant und geistreich dargestellt, was - in
diesem Fall für Wulff- angemessen gewesen wäre.
Sehr gut gemacht, Frau Schausten und Herr Hanfeld!
... eines Hauptstadtstudios war das eine ganz miese Vorstellung. Und obige Rechtfertigungen sind doch auch nur Ausflüchte. Da niemand gleicher ist, sollte man hier vielleicht auch einmal die Frage stellen dürfen: Ist Frau Schausten als Chefin des ZDF-Hauptstadtstudios eigentlich noch tragbar?
Sehr geehrte Frau Schausten,
auch ein Journalist sollte bestimmte "Benimmregeln" einhalten.
Die plumpe Anmacherei des Bundeskanzlers ist einer Fachjournalistin
nicht würdig!
Gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Boulevard- und seriöse Berichterstattung?
Von der Bild kann ich sowas erwarten. Aber von den Öffentlichrechtlichen?
Boulevardismus finanziert sich zum Teil selbst, die öffentlich
rechtlichen werden vom "dummen" Steuerzahler bezahlt. Dieser
hat das Recht zu wissen was Realität und was Populismus ist.
Fachmännische Interviewfragen klingen etwas anders als die plumpe
Anmache des BUNDESPRÄSIDENTEN!
Was Sie dem Herrn Bundespräsifenten mit Ihrer 150 EUR-Frage zugemutet haben, war nichts anderes als eine Flegelei. So wäre das Angebot von 150 EUR für eine Übernachtung bei Freunden von jedem normalen Menschen verstanden worden.Das müsste eigentlich auch für die Leiterin des Hauptstadtbüros im ZdF gelten. Oder nicht?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2012 18:01 Uhres ist noch viel schlimmer - sie hat selbst eingestanden, dass sie natürlich noch nie
einem Bekannten angeboten hat, 150 EUR für die Übernachtung zu
zahlen.
Aber als Journalist darf man ja lügen. Das gehört ja schon zum
Berufsepos, oder?
Bin mal mit einem Journalisten (von der Süddeutschen oder FAZ?,
weiss nicht mehr, ist 30 Jahre her) von Rangoon nach Calcutta geflogen.
Er hatte sich absichtlich kein Visa für Indien besorgt. Als der
indische Beamte ihm dann am Flughafen denn Pass zurückgegeben hat,
und sagte, dass er kein Visum hat, hat ihm der Journalist den Pass mit
20 Dollar drin nochmals vorgelegt. Der Inder hat die 20 Dollar so
unauffällig wie möglich eingesteckt und dem Journalisten ein
Einreisevisum eingestempelt.
Bei der erst besten Gelegenheit hat der Journalist dann in einer
Gesprächsrunde behauptet, der Inder hätte den 20-Dollar schein
sehr sichtbar hochgehoben und anschliessend eingesteckt, um allen zu
zeigen, wie man möglichst schnell die Passkontrolle passiert.
Nur so viel zu Journalisten und nichts als die Wahrheit.
Meiner Ansicht nach sind Poltiker in erster Linie Amtsträger und
keine Moralapostel.
Die Diskussion um die Kreditannahme von einem befreundeten Ehepaar halte
ich für nicht angemessen; dies ist eine reine Privatangelegenheit.
Ich als Privatmann vermute daher andere Hintergründe. 1.
Bildzeitung möchte ihre Auflagen steigern. 2. Wulff hat als
Ministerpräsident eine Muslima in sein Kabinett berufen. 3. In
einer Rede äußerte Wulff, der Islam gehört neben der
christlichen und jüdischen Kultur zur deutschen Kultur .4. In
seiner Weihnachtsansprache kritisierte er sehr den Rechtsextremismus in
unserem Land.
Mir fällt auf, dass Vertreter von Jüdischen und islamischen
den Bundespräsident überwiegend mehr loben als kritisieren.
Horst Wurm
Nachdem in den vergangen Wochen kaum ein Artikel zur Affäre Wulff
erschienen ist, zu dem Sie, liebe Lena Waider, nicht mehrfach in der FAZ
und anderswo Stellung genommen hätten, wundert mich Ihre seit
kurzem festzustellende Enthaltsamkeit. Da ich im Zusammenhang mit der
von Ihnen festgestellten Medienkrise gerne auch das Thema Sockenpuppen
und Freiheit im Internet diskutieren würde, bitte ich Sie, mir Ihre
geschätzte Meinung zukommen zu lassen. Zur Einführung
könnte eventuell mein Kommentar „Thema Schleichfahrt“
ganz hilfreich sein.
Der aufgezeichnete Bundespräsident
Nicht nur im Zusammenhang mit den Kernaussagen des Interviews lagen Sie,
liebe Frau Lena Waider, wieder einmal goldrichtig. Da Sie sich offenbar
bereits zum Zeitpunkt der Fernsehaufzeichnung über den Inhalt
sicher waren, gerate ich immer mehr ins Grübeln. Weitere Fragen
finden Sie im Zusammenhang mit den (etwas älteren) Artikeln
„Kopfschütteln in der Koalition über Wulff“ und
„Wulff will Erklärung abgeben“. Wären Sie so
freundlich, mir dort noch etwas von Ihrem erstaunlichen Insiderwissen
zukommen zu lassen?
bezüglich der Euro 150 Frage haben Sie schlichtweg Mist geplappert! Stehen Sie zu Ihrem Fehler, lachen Sie über sich und versuchen Sie nicht, sich krampfhaft zu verteidigen! Blödsinn bleibt Blödsinn; gilt auch für Journalisten und nicht nur Politiker!
Ich stelle an einen Bundespräsidenten höhere Anforderungen als an mich selbst. Aber ich bekomme auch keinen lebenslangen Ehrensold von 200k Euro pro Jahr und bin auch keine moralische Instanz. Ich verdiene mein Geld selber, bin meinem Gewissen verpflichtet und den Gesetzen. Ich nehme jedes Upgrade-Angebot von AirBerlin völlig hemmungslos an (kommt leider eher selten). Ich übernachte bei Freunden für lau - oder die bei mir auf Malle. Ich darf das, Wulff darf es nicht. Vive la différence.
Dieses Interview war wahrlich keine Empfehlung für ARD und ZDF oder für journalistisches Ethos!
Da drängt es einen Bundespräsidenten dazu, sich zu äußern; flugs sekundieren bewährte Staatssender, wie man das bisher nur aus der DDR kannte. Deren Klassenauftrag wird ein bisschen verbrämt durch (vorher abgesprochene Fragen?) zurechtgebogen Die hungrige Meute der freien, aber natürlich im besten Sinne des Art. 5 Abs. 1 GG hoffentlich weiterhin unberechenbaren privaten Presse bleibt ausgesperrt - weil sie vielleicht zu kritisch fragen könnte? Mit Sicherheit! Deppendorf und Schausten, die keine glückliche Figur machen, erweisen sich so als "Streikbrecher", was ARD und ZDF nicht noch mal passieren darf, wenn sie nicht zur Aktuellen (in jeder Hinsicht unkritischen) Kamera des Berliner Regierungsbetriebs verkommen wollen. Dass Schausten auch noch gestehen musste, dass sie als Herbergsmutter von ihren privaten "Freunden" pro Nacht 150 Eur erlöst, setzte dieser Presse-Satire die letzte "Krone" auf. Diese Sendung zeigt, dass Pressefreiheit bei ARD und ZDF in den schlechtesten Händen ist!
Die 150Euro-Frage ist nur ein Symptom
Was dürfen Journalisten, was dürfen Politiker?
Journalisten dürfen also in einem Interiew krass LÜGEN. Sie
geniessen hohe Gehälter, WIR die Allgemeinheit bezahlen Frau
Schausten gut und sie bekommt auch noch jede Menge Journalisten-Rabatte.
Rabatte beeinflussen den Journalisten NIE, Rabatte sind nur bei
Politikern schändlich.
Was Fr. Schausten gemacht hat und was ein Schweinerei ist: sie fordert
einen moralischen Anspruch ein, tut so, als müsse man diesen
Erfüllen, sie tut dies WIDER BESSEREN WISSENS (sie hat hinterher ja
glatt zugegeben, dass sie gelogen hat) mit dem einzigen Zweck,
während der LÜGE dem Bundespräsidenten eine Bananenschale
unter die Sohle zu schmuggeln damit er darauf ausrutscht.
Das ist ein ekelhafte Fallenstellerei, und die geballte Ladung aller
Journalisten vereinigen sich flugs und tun so, als sei das alles ganz normal.
In Deutschland genügt es, wenn jemand
"Millionärsfreunde" hat. Dann ist er unten durch und zum
Abschuß freigegeben.
ob die Fragen des Interviews vor Aufzeichnung desselben abgesprochen waren. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es nicht so gewesen ist und dass letzten Endes die Sendung für CW nichts anderes als ein PR-Auftritt unter verschärften Bedingungen gewesen ist. Bitte auch hier sich einmal zur Wahrheit bekennen!
@ Hr. Scheffler - Nicht Finca - exklusive Landzunge mit Villa mit Butler und Dienstboten
Herr Scheffler, Sie haben recht, jedoch irren Sie sich bei der Art des
Anwesen des Herrn Maschmeyers. Also, vor der Scheidung des Hr.
Maschmeyers, war diese in einer exklusiven Alleinlage auf einer
Landzunge. Sollte sich seine Verhältnisse nicht gravierend
verschlechtert haben, hat der eingeladene Gast pro Tag bestimmt 1.500
€ gespart. Sie zweifeln doch nicht am Tagessatz, die Royal Suite im
Son Vida kostet 1.300 € zur Hauptsaison, und Sie bekommen nur 132
qm für Ihr Geld. Wunderschön und super, doch ein Anwesen am
Meer in Alleinlage, da reicht das Ministergehalt nicht.
Es ist ein Problem, wenn die "kleinen Leute" in Amt und
Würden kommen, dann werden Sie korrumpiert. Hr. Maschmeyer kann ja
kein Freund, wie wir es alle verstehen, sein, wenn er zuvor fast ein
Jahrzehnt lang Hr. Wulffs politischen Feind, Hr. Schröder, mit
Millionen förderte.
Warum nur hat sie Ja gesagt...
auf die Frage von Wulff und nicht mit Nein geantwortet, wie sich nunmehr herausstellt? Sie war wohl auf eine Gegenfrage nicht vorbereitet und hat reflexartig wie ein ertappter Schüler(in) mit Ja reagiert, sonst hätte ihre Frage keinen Sinn gemacht. Wie wäre Frau B. Schausten u.a. mit Wulff umgegangen, wenn dieser sich so geäußert hätte? Das bleibt der Fantasie des einzelnen überlassen.
Ziel erreicht aus meiner Sicht
Wann,wo und wie ein Interview verläuft entscheidet ja nicht nur der Journalist.
Es hat mir genügt was ich von Herrn Wulff gehört habe, es war
ja keine Nagelprobe für die Journalistin sondern für den
Bundespräsidenten. Mehr als Ihn erzählen zu lassen ist gar
nicht nötig. Das von Wulff erzählte ist für mich der
relevante Teil.
Das sie Freunden bei denen sie Übernachtet,vielleicht sogar Urlaub
macht den Aufwand entschädigt glaube ich Ihr, das sie selbst nichts
verlangt ebenso. Bei Wulffs Freunden liegen die finanziellen
Verhältnisse möglicherweise anders herum.
Es ist gut möglich das Frau Schausten freie Journalisten zum
Freundeskreis zählt die weniger
Geld verdienen als sie selbst und das sie diese auf diese Weise unterszützt.
@ Wolf Haupricht Ja! Soziale Beziehungen bitte nicht mit dem Geldmarkt verwechseln
Dies zu den 150 € bei Frau Schausten.
150€ Zinsvorteil/Monat bei Herrn Wulff würden genügen
für die Vorteilsnahme im Amt.
Herr Wulff legte seine Auffassung der Telefonnachricht dar.
Wir werden sie bald mit dem Orginalton vergleichen können.
Der Veröffentlichte Text ist in keiner Weise ausreichend.
Herr Wulff teilte aber mit das er sich nicht genung unter Kontrolle hatte,
so das er sich "entchuldigen mußte", er sagte weite:
dies wurde auch angenommen.
Wenn das so wäre, hätten wir davon heute keine Kenntnis.
Herr Keller, mit Verlaub.....
wie naiv sind Sie in dieser Sache? Wenn sie kein Geld verlangt, wird dies im Zuge der Gegenseitigkeit auch nicht stattfinden. Selbst wenn 150 € im Spiel wären, wäre dies am Ende ein Nullsummenspiel? Glauben Sie an so etwas gar? mfg
Zeugnis der nicht existierenden Pressefreiheit:
Der oeffentlich-selbstgerechte Rundfunk hat wieder einmal ein neues
Argument geliefert,um seine Aufloesung einzufordern.
Anstatt mit draengenden Fragen Licht ins Dunkel zu bringen,bescherte der
oeffentlich-selbstgerechte Rundfunk Herrn Christian Wilhelm Walter Wulff
ein nachgereichtes Weihnachtsgeschenk.
Anstelle von investigativem Journalismus fuehrten die ARD und das ZDF
ein Kuschel-interview.
Da sieht man wieder einmal,was dabei herauskommt,wenn die freie
Presse,sprich die privaten Rundfunkanstalten ausgesperrt werden,und der
Staatsrundfunk sein Monopol missbraucht.
Ein interview des ADN unter der Leitung von Herrn Karl-Eduard Richard
Arthur von Schnitzlers mit Herrn Erich Honecker waere artgleich verlaufen.
Die Parallelen des oeffentlich-selbstgerechten Rundfunks und des
schwarzen Kanals sind frappierend gross.
Was Wulff immer noch nicht kapiert hat, ist, das er als oberster Staatsdiener anders zu beurteilen
ist als Frau Schausten oder die Aldi-Kassiererin oder der Müllmann. Wenn er beim Chef einer Drückerkolonne Urlaub auf einer Malle-Finca macht, ist das was Anderes, als wenn Lieschen Müller bei Müllermeierschulze übernachtet. Und diesen Unterschied hat Frau Schausten nicht herausgearbeiitet. Das ist schwach. Bei Wulff bkommt das Ganze ein Geschmäckle, besser einen unsäglichen Geruch. Einen Geruch, der mit dem von ehrlicher Arbeit nicht vergleichbar ist.
Ungeachtet der sachlichen Kritik am Verhalten des BP an seinen seinen Tätigkeiten v o r seiner Zeit als Bundespräsdent halte die von der großen Zahl der Medien betriebene Vorgehensweise für mindestens fragwürdig, wenn nicht schon gar inakzeptabel. Halten sich die Vetreter der Medien tatsächlich für übermenschliche Wesen, die nicht nur alles und besser wissen (und wussten) und die wegen ihrer von niemandes in frage gestellten Pressefreiheit auch das tun dürfen, was sich nicht nur für den "Normalmenschen" verbietet? Mir scheint, als ob es gar nicht mehr um die angestrebte Sachaufklärung geht sondern um die Frage, "der" oder "wir". Es wirkt auf mich persönlich abstoßend, wenn sich die an von mir geschätzte FAZ nun schon seit Wochen mit zunehmender Intensität, teils in Gruppen schreibend, teils durch persönliche Kennzeichnung, immer mehr ihre Neutralität zu verlassen sucht (abgehobene elitäre Arroganz). Ich überlege angesichts dieser Tendenz, ob ich nach über 30 Jahren das Abo beende.
Anfängerfehler, Frau Schausten, wie peinlich...!
Anfängerfehler, Frau Schausten, wie peinlich...! Peinliche 150 Euro-Frage! Jeder Journalist lernt zu Anfang: im Interwiev, niemals eine Gegenfrage des Interview-Partners beantworten! Es hätte lauten müssen "die Frage ist an Sie gestellt!"