06.05.2010 · Wer die Geldgeber für das vom früheren Spiegel-Chef Stefan Aust entworfene neue Magazin sind, bleibt ein Rätsel. Gerade haben die beiden Verlage, von denen man dachte, sie seien auf jeden Fall mit im Boot, WAZ und Springer, die Segel gestrichen.
Wer bei dem neuen Magazin, das der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Stefan Aust unter dem Arbeitstitel „Woche“ entwickelt hat, am Ende mitmachen könnte, darüber wurde in den vergangenen Tagen viel gerätselt. Immer neue Namen tauchten auf. Nun stellt sich heraus, dass die beiden Verlage, von denen man dachte, sie seien auf jeden Fall mit im Boot, die Segel gestrichen haben. „Die potentiellen Gesellschafter des von Stefan Aust entwickelten Magazins ,Woche' haben sich entschieden, das Projekt im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld nicht weiterzuverfolgen“, teilten die WAZ-Gruppe, Springer und Stefan Aust in einer gemeinsamen Erklärung mit.
Man bedauere, dass man „von der Realisierung einer attraktiven journalistischen Idee Abstand nehmen“ müsse, teilen WAZ und Springer mit. Stefan Aust werde das Projekt mit anderen Partnern fortsetzen. Aust hatte von der WAZ einen mit angeblich 50 Millionen Euro dotierten Entwicklungsvertrag für die „Woche“ bekommen, der Ende des Monats ausläuft. Mit Springer gab es Verhandlungen; andere Verlage - Madsack, Ippen - wurden gerüchteweise genannt. Der einstige „Spiegel“-Chef gibt sich unverdrossen und will weiter kämpfen. „Ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, das Projekt in absehbarer Zeit mit anderen Partnern zu realisieren“, sagte er dieser Zeitung.
Wirklich schade. Das Konzept war jedenfalls in Ordnung
Torsten Klier (TorstenKlier)
- 06.05.2010, 23:42 Uhr
Kein Verlust
Hartmud Ose (hwarang)
- 07.05.2010, 00:40 Uhr