Home
http://www.faz.net/-gsb-7joe2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Bibliothek

ARD und ZDF Gefälschte Beitragsrechnungen

Seit einigen Tagen sind gefälschte Zahlungsaufforderungen des „Beitragsservices“ im Umlauf. Sie sind täuschend echt. Doch an einem Merkmal kann man sie erkennen.

© Archiv Vergrößern Ein Muster der echten Zahlungsaufforderung zum Rundfunkbeitrag

Dass ARD und ZDF den Gebührenzahlern den Rundfunkbeitrag für ein Quartal erlassen, kann man sich kaum vorstellen. Und so ist es auch. Und an der vermeintlichen Großzügigkeit kann man die Fälschungen erkennen, die gerade im Umlauf sind: Betrüger verschicken gefälschte Zahlungsaufforderungen unter dem Briefkopf des „Beitragsservices“ der Öffentlich-Rechtlichen, der früher GEZ hieß.

In dem Betrüger-Schreiben würden die Adressaten aufgefordert, „den Betrag in Höhe von 161,82 Euro bis zum 31.12.2013 für das Jahr 2014 zu überweisen,“ warnt der Beitragsservice auf seiner Website. Die Aktion sei frei erfunden, das Schreiben sei gefälscht. Die angegebene Kontonummer gehöre nicht zum Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Auch würden falsche Beitragsnummern angegeben. Layout, Farbe und Machart allerdings seien von den Original-Anschreiben nur schwer zu unterscheiden.

Ignorieren und melden

Wer das gefälschte Schreiben in seine Briefkasten finde, solle es ignorieren „und es im besten Falle dem Beitragsservice melden“. Habe man den Betrag schon überwiesen, gelte es, sich sofort an seine Bank zu wenden. In einigen Fällen seien die Summen schon an Beitragszahler zurücküberwiesen worden, weil das zur Zahlung angegebene Konto gesperrt worden sei. Gegen die unbekannten Betrüger wurde Strafanzeige gestellt. Informieren können sich Betroffene beim Beitragsservice telefonisch unter 0800/7447441, unter der Faxnummer 069/155-3369 oder per E-Mail beim beitragsservice@hr.de.

Die Fälschungen seien in den vergangenen Tagen vor allem in Hessen aufgetaucht, teilt auf der Webseite des Hessischen Rundfunks Christine Strathmann von der HR-Abteilung Beitragsservice mit. Anders als frühere Fälschungen seien die jetzigen an regulär gemeldete Beitragszahler gerichtet, die Betrüger scheinen also über die entsprechenden Daten zu verfügen.

Mehr zum Thema

Kenntlich machen sich die Betrüger, wie gesagt, durch ihre vermeintliche Rabattaktion, die auf den gefälschten Schreiben als „Beitragsaktion Rundfunkgebühren 2014“ annonciert wird. Die geforderten 161,82 Euro entsprechen dem Rundfunkbeitrag von einem Dreivierteljahr, für drei Monate fordern die Betrüger keinen Tribut. Im März dieses Jahres hatte es schon einmal eine Fälschungsaktion dieser Art gegeben.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bundesbank Deutlich mehr falsche 50-Euro-Scheine im Umlauf

Im ersten Halbjahr diesen Jahres gingen deutlich mehr Euro-Blüten über die deutschen Ladentische. Besonders der 50-Euro-Schein ist bei den Fälschern beliebt. Mehr

18.07.2014, 11:09 Uhr | Finanzen
McDonald’s Kein Big Mac mehr in China

Die Fastfood-Kette McDonalds hat in China nach Bekanntwerden eines Gammelfleisch-Skandals vorübergehend Fleischburger von der Speisekarte gestrichen. Wer unbedingt einen Burger will, muss auf Fisch ausweichen. Mehr

28.07.2014, 13:33 Uhr | Wirtschaft
TV-Kritik: Maybrit Illner Jetzt kommt’s raus: Die Presse gefährdet die Demokratie!

Bei Maybrit Illner war Christian Wulff zu Gast. Der ehemalige Bundespräsident erklärte, warum er gestürzt wurde. Und von wem. Demnach gibt es eine große Verschwörung in diesem Land. Nur gut, dass wir im ZDF endlich davon erfahren. Mehr

25.07.2014, 07:22 Uhr | Feuilleton

Wann kommt der Religionsdialog im Fernsehen an?

Von Michael Hanfeld

Die Angriffe auf Menschen jüdischen Glaubens mehren sich. Antisemitismus tritt immer unverhohlener auf. Was die Öffentlich-Rechtlichen dagegen tun könnten. Mehr 1