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ARD plant Film über Hannelore Kohl „Ihr Leben steht für eine ganze Frauengeneration“

 ·  NDR, SWR, die Firma Teamworx und der Regisseur Raymond Ley produzieren einen Film über die 2001 verstorbene Frau des ehemaligen Bundeskanzlers. Es soll ein Porträt werden, in dem sich die Nachkriegszeit spiegelt. Dabei ist die Geschichte der Familie Kohl ein heikles Terrain.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (10)
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thomas pritzl
thomas pritzl (gaitox) - 09.07.2013 13:51 Uhr

Generation Scheintot

Na ein solches Vorhaben mit den üblichen Verdächtigen auf Produzenten- und Darstellerseite dürfte trotz Kukidentfocus an den ARD Zusehern vorbeigehen. Ich verstehe nicht, wieso Gebührengelder auf diese Weise verschleudert werden. Ein Kassenschlager sürfte dieses Vorhaben sicher nicht werden. Wie wäre es, wenn die ARD versuchte, die junge Generation für sich zurückzugewinnen? Ich habe zudem selten anbiedendere Worte eines Produzenten gelesen wie in diesem Artikel. Was bezweckt er damit zumal er die Rechte doch bereits erstanden hat?

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Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 04.07.2013 16:49 Uhr

Vorbereitung auf Alice Schwarzer-Trilogie???

dann wird es aber schlüpfrig....

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 04.07.2013 15:24 Uhr

Bitte nicht....

....dafür möchte ich keinen Cent meiner monatlichen 17 € Zwangsabgabe verwendet sehen.

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Baldur Jahn

Ist die Zeit schon reif, für eine Hannelore-Helmut-Kohl-Saga?

Kneift man sich heutigentags gelegentlich ins Ohr und fragt sich, wo lebe ich, so wird einem der Unterschied zur Zeit von Helmut Kohl klar. Damals schien die CDU als Normalo-Anker gegen den 68iger Zeitgeist und anderen Pubertätsrevolten einer Wohlstandsgesellschaft – heute als Teil dessen. Die CSU verstand sich gar als letzte Preußen Deutschlands und hatte die „Vierte Partei“ im Köcher – heute übt sich das gleiche Personal mit „Bayern zuerst“ als Separatistenklause ein. Erfasst ein Fernsehfilm diesen "Werte-Wandel" bereits aus dieser geringen zeitlichen Distanz? Schon jetzt darstellbar ist der Konflikt zwischen dem überforderten bürgerlichen Familienmodell der Kohls und den Anforderungen der spezifischen Ämter. Vermutlich steht die Familie Kohl dafür – auch in ihren publizierenden Söhnen – paradigmatisch. Der Adel hatte früher – es war nicht alles schlecht – in ähnlichen Verhältnissen: „Prinzenerzieher“. Die "Kohl-Saga": Es gibt kein richtiges Leben im falschen Familienmodell!

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Gerhard Grell

Gnade!

" ... ein Teil der deutschen Geschichte ..."

Wenn das der Fall ist, dann böten sich Tausende, wahrscheinlich Millionen, besser passende Lebensgeschichten über diese Zeit zur Verfilmung an. Aber es geht wohl darum, die öffentlichkeitsscheue Hannelore Kohl auf dem Seziertisch der ör-zwangsfinanzierten ARD posthum zu sezieren.

Die ARD tut das Gegenteil dessen, was die Verstorbene selbst gewollt hätte. Geht es respektloser, pietätloser?

(Warum nur zwingt man mich, ein solch verachtenswertes Schauspiel mitfinanzieren zu müssen?)

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Kobech Franz

Oh nein, bitte!

Nichts gegen Frau Kohl; aber einmal mehr ein zugleich verklärendes Opus über einen Helmut Kohl, der sich in der Spendenaffäre in Geist und Tradition der Steuerhinterzieher seiner (verurteilten) Parteifreunde zuletzt provokativ über Recht und Gesetz stellte?

Man sollte tunlichst das persönliche Ansehen der Frau Kohl durch ein derartiges Filmepos für die Flimmerkisten-Konsumenten nicht beschädigen!

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Arno de Wyl
Arno de Wyl (dewyl) - 04.07.2013 11:26 Uhr

Schauspieler!

Bitte nur mit folgenden Akteuren:

Iris Berben (Hannelore Kohl)
Heino Ferch (Helmut Kohl)
Til Schweiger (Peter Kohl)
Jan Josef Liefers (Manfred Kohl)
usw....

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 04.07.2013 14:59 Uhr
Johann Otto

Und was ist jetzt mit mit den öffentlich-rechtlichen Pflichtdarstellerinnen…

Veronica Ferres und Frau Riemann, sie drehen gerade nicht in Afrika und zicken auch woanders nicht herum? Und warum soll mein Lieblingsschauspieler Tom Schilling keine Rolle bekommen?

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Leonhard Schmidt

Eingerahmt werden

... sollte dieses Qualitätsopus bitte mit informativem Non-fiction-TV, z.B: Guido Knopp's "Frauen des Jahrhunderts: Hannelore Kohl" als Appetithäppchen und nach dem Film dann "Lanz kocht: Saumagen". Dann ist der Fernsehabend gerettet.

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Peter Thiesen

Das Thema Kohl ist längst ausgelutscht

Die Nachkriegszeit in der Familie Kohl zu spiegeln, wird ein schräges Bild abgeben. Aber in irgendetwas muss wohl diese Geschichte eingebettet werden, damit man sie auf der Basis unserer Zwangsgebühren für das "öffentlich-rechtliche" Staatsfernsehen finanzieren kann...

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04.07.2013, 10:09 Uhr

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