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ARD-Pannenshow „Quizduell“ : Jetzt macht er einen auf „Wetten, dass ..?“

  • -Aktualisiert am

Wieder nichts: Das „Quizduell“ mit Jörg Pilawa hat weiter mit Pannen zu kämpfen Bild: ARD/Uwe Ernst

Das mit der App funktioniert bei der neuen ARD-Rateshow noch immer nicht. Wird es je klappen? Oder bleibt es bei der Lachnummer? Der Moderator Jörg Pilawa bietet ein gewagtes Geschäft an.

          Was er nun vom Publikum erwartete – das trug Moderator Jörg Pilawa selbstbewusst zur dritten Ausgabe des ARD-„Quizduells“ auf seinem T-Shirt: „APPlaus“ stand da weiß auf schwarz geschrieben. Doch wer nun gehofft hatte, die Vorabendsendung würde nun endlich interaktiv mit den vielen tausend Menschen da draußen funktionieren, wurde abermals enttäuscht.

          Man habe nur den Fehler gefunden, las Pilawa vom Blatt ab, etwas mit „SSH-Sitzungen“ und „PIN-Köpfen“, übersetzte es dann aber mäßig zerknirscht: „Zwar gab es auch Hackerangriffe, aber wir haben auch einen Fehler gemacht. Wir wollten einfach zu viel. Wir wollten wissen: Sind die Leute in Sachsen schlauer, Frauen cleverer als Männer, wissen die Alten mehr als die Jungen . . . Mit diesen Verknüpfungen haben wir den Computer plattgemacht.“

          Von dieser Überlastung hatte er sich auch noch nicht erholt. Deswegen verband Pilawa die traurige Nachricht, dass es in dieser Woche nichts mehr wird mit der APP-Herrlichkeit im „Quizduell“ mit einer Wette: „Ich wette, dass die ARD eine App-fähige Version des ,Quizduells` auf die Beine stellt.“ Sollte dem nicht so sein, so lautete das Wettangebot Pilawas, (der so vielleicht dem ZDF zeigen wollte, hättet ihr doch lieber mich als Gottschalk-Nachfolger für „Wetten, dass ..?` genommen, dann müsste ich jetzt nicht hier mein Talent vergeuden) „dann übernehme ich eine Rolle in ,Verbotene Liebe“.`

          Bei meiner Gage bekommst Du Tränen in die Augen!

          „Verbotene Liebe“, das ganz nebenbei, ist die Sendung, die für das „Quizduell“ im Ersten eine dreiwöchige Zwangspause einlegen muss, weil die Quoten zuletzt unterirdisch waren. Das „Quizduell“ dagegen macht die ARD sehr froh. Nicht nur die absoluten Einschaltzahlen sind höher als bei der pausierenden Seifenoper, auch die Jugend schaute in der zweiten Ausgabe der Pilawa-Show vermehrt zu. Ein ARD-Mann sagt dazu: „,Quizduell` ist momentan unser erfolgreichstes Vorabendformat.“ Und das ohne funktionierende App!

          Zum ersten Mal in der Fernsehgeschichte hätten Zuschauer die Möglichkeit, aktiv in das Geschehen einer Quiz-Show einzugreifen, so die vollmundige Ankündigung der ARD. Nun ja...
          Zum ersten Mal in der Fernsehgeschichte hätten Zuschauer die Möglichkeit, aktiv in das Geschehen einer Quiz-Show einzugreifen, so die vollmundige Ankündigung der ARD. Nun ja... : Bild: ARD/Uwe Ernst

          Die Neugierde, die der App zum Verhängnis wurde, konnte Jörg Pilawa derweil im dritten „Quizduell“ unplugged einmal mehr mit dem 150 Leute umfassenden Publikum im Studio ausleben. Das Vorführen nicht so informierter Gäste hat er zum Stilmittel erhoben. Die jugendlichen Gäste Dennis und Annika, (letztere wusste nicht wie das Länderspiel Deutschland – Polen ausgegangen war) dürften das mit gemischten Gefühlen sehen. Schließlich machte Pilawa ihr Nichtwissen in schlimmster Privatfernsehmanier öffentlich.

          Die beiden besten Publikumsgäste, Armin und Nadine, entpuppten sich dann als „Lichtdoubles“, also als von der Produktion angeheuerte Statisten für die Show-Probe. Sie trauten sich zunächst nicht, sich zu melden und versicherten schließlich, sie hätten die Fragen natürlich nicht vorher gekannt. Ihre Kenntnisse retteten das Publikum dennoch nicht vor der Niederlage gegen das „Bierriskieren“-Viererteam aus Leipzig, das 22.000 Euro mit nach Hause nahm.

          Der Kapitän des Teams arbeitet sonst als Kneipenmoderator und hätte gerne mit Pilawa getauscht. Doch der wehrte ab: „Bei meiner Gage wirst Du Tränen in die Augen kriegen. Ganz, ganz ehrlich.“ Das erklärt zumindest Pilawas aufgeräumte Ist-mir-doch-egal-Haltung.

          Quelle: FAZ.NET

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