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Apple lehnt „Cicero“-Cover ab : So einen Jesus will der Apple-Kiosk nicht

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Für Apple ist das anstößig: Titel der Januar-Ausgabe des Debattenmagazins „Cicero“ Bild: Cicero

Die aktuelle Ausgabe von „Cicero“ zeigt einen kiffenden Jesus auf der Titelseite. Zu provokant für Apple. Es sperrt die Ausgabe aus seinem Zeitungskiosk aus. „Cicero“ ist nicht das erste Opfer der Zensur amerikanischer Netzfirmen.

          Die kalifornische Sittenpolizei hat wieder zugeschlagen. Das Opfer ist dieses Mal das Debattenmagazin „Cicero“, dessen aktuelles Heft sich der Frage widmet, ob Jesus von Nazareth nicht viel mehr Revoluzzer als Religionsstifter war. Um diese Botschaft ins Bild zu setzen, versah man die Titelillustration mit Tattoos, Piercings und einem Joint in der Hand.

          Mäßig provokant, aber für Apple des politisch Unkorrekten schon zu viel. Die „Cicero“-Ausgabe wurde aus dem digitalen Zeitungskiosk von Apple verbannt. Der Vorwurf lautet wohl nicht auf Blasphemie. Das schloss die „Cicero“-Redaktion, nachdem sie ein älteres E-Paper ohne Joint erfolgreich in den Apple-Kiosk hochladen konnte.

          Da sind sie empfindlich

          „Cicero“ ist nicht das erste Medium, das wegen anstößiger Darstellungen aus dem Apple-Kiosk flog. Der „Focus“ musste vor zwei Jahren eine barbusige Frau vom Cover nehmen, weil er Apples Zensur sonst nicht passiert hätte. 2010 nahm der Konzern mehrere Tausend Apps wegen angeblich anstößiger sexueller Inhalte von seiner Plattform. Die Maßnahme löst eine Welle des Protestes aus.

          Apple ist nicht der einzige amerikanische Konzern, den nackte Haut verstört. Auch Facebook hat mehrfach Bilder aus seinem Netzwerk entfernt, eines von ihnen zeigt den nackten Busen einer stillenden Frau. Mit Gewaltbildern haben die Unternehmen bekanntlich weniger Probleme.

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