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AP ohne Paris Hilton Eine Woche journalistische Enthaltsamkeit

07.03.2007 ·  Es war ein mutiger Schwur, den die amerikanische Nachrichtenagentur AP Ende Februar leistete: Sieben Tage lang wollte man keine einzige Zeile über Paris Hilton veröffentlichen. Und einfach mal sehen, was passiert.

Von Nina Rehfeld, Phoenix
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Eine Woche ohne Paris Hilton: Es war ein mutiger Schwur, den die amerikanische Nachrichtenagentur AP Ende Februar leistete: Sieben Tage lang wollte man keine einzige Zeile über Paris Hilton veröffentlichen – ein experimenteller Blackout und, wie die größte und älteste Nachrichtenagentur der Welt betonte, ganz ohne mahnenden Zeigefinger: „Wir wollten einfach mal sehen, was passiert, wenn wir über diese Kreatur des Internet-Klatschzeitalters nicht berichten. Würde irgendjemand Notiz nehmen?“

Nein, vermisst hat von den zahllosen Medien, die AP beliefert, niemand etwas, und intern wurde, nachdem man den Kritikern („darf man das?“) geduldig Gehör gegeben hatte, sogar gut gelaunt eine Ausweitung des Versuchs angeregt – zum Beispiel auf Nordkorea.

Dann fuhr sie auch noch ohne Führerschein

Doch schon die partysichere Hotelerbin aus der Nachrichtenlandschaft zu tilgen erwies sich als schwieriger denn erwartet. Zwar gelang es den AP-Mitarbeitern, ihren 26. Geburtstag und damit verbundene Feierlichkeiten eisern zu verschweigen, einen Zicken-Eklat bei einem zweiten Geburtstagsessen kühl zu ignorieren und auch einen Besuch in Puerto Rico zur Vorstellung ihres neuen Parfums auszublenden. Doch Hilton blieb präsent.

Dreimal fiel ihr Name während der Bannwoche in mit anderen Promi-Persönlichkeiten verbundenen AP-Stücken doch. Und als sie am 27. Februar wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein festgenommen wurde, war die Pause vorbei. Immerhin hat AP Zustimmung gewonnen. Nun warten wir auf den Britney-Bann.

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