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Fotojournalismus-Preis : Für Frauen in der Schusslinie

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Frauen trauern während der Beerdigung zweier Jungen in Gaza. Die amerikanische Fotografin Heidi Levine gewann für die 2014 entstandene Serie den Niedringhaus-Preis. Bild: AP

Stark bleiben, damit diejenigen, die leiden, nicht verstummen: Die amerikanische Fotografin Heidi Levine ist in Berlin mit dem Anja-Niedringhaus-Preis für mutigen Fotojournalismus geehrt worden.

          Die Kriegsfotografin Heidi Levine sieht das Risiko für sich und ihre Kollegen wachsen. „Journalisten geraten zunehmend selbst in die Schusslinie. Deshalb müssen wir stark bleiben, entschlossen und frei, damit diejenigen, die leiden, nicht verstummen und von der Welt vergessen werden“, sagte die in Jerusalem lebende Sipa-Press-Reporterin am Donnerstagabend in Berlin, als sie den ersten Anja-Niedringhaus-Preis für mutigen Fotojournalismus verliehen bekam. „Vor meinen Kolleginnen und Kollegen, die während ihrer Berichterstattung in Kriegen verwundet und getötet wurden, habe ich größten Respekt.“ Sie bedankte sich ausdrücklich bei der Familie der AP-Fotografin Niedringhaus, die 2014 in Afghanistan erschossen worden war.

          Levine erhält den Preis von der International Women's Media Foundation (IWMF) „für ihre überwältigenden und wirkungsvollen Bilder“, die sie aus der Gaza-Region machte. CNN-Chefkorrespondentin Christiane Amanpour und ZDF-Journalistin Barbara Hahlweg verliehen die mit 20.000 Dollar dotierte Auszeichnung vor dreihundert Gästen. „Heute Abend zollen wir den Frauen Tribut, die Gefahren und Bedrohungen auf sich nehmen, um die Geschichten von durch Krieg, Terror und Not gebeutelten Menschen zu erzählen“, hob Hahlweg („Mona Lisa“) hervor.

          Der Preis wurde ins Leben gerufen, um den Mut und die Arbeit der im April 2014 erschossenen Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus zu würdigen. Nach ihrem Tod legte die IWMF den Anja-Niedringhaus-Preis mit finanzieller Unterstützung der Howard G. Buffett Foundation auf. Er soll jährlich an eine Fotojournalistin vergeben werden, „deren Arbeit den Mut und die Hingabe von Anja Niedringhaus widerspiegelt“.

          Quelle: dpa

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