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Amerikanisch-iranische Journalistin Roxana Saberi aus Haft entlassen

11.05.2009 ·  Die amerikanische Journalistin Roxana Saberi ist nach vier Monaten Haft freigekommen. Sie war wegen angeblicher Spionage zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Der Fall hatte die politischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran belastet.

Von Michael Hanfeld
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Der internationale Druck scheint gewirkt zu haben: Die amerikanische Journalistin Roxana Saberi ist nach vier Monaten Haft freigekommen. Sie war wegen angeblicher Spionage zu einer Gefängnisstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Am Montag hat ein Berufungsgericht in Teheran die Strafe abgemildert und in zwei Jahre Haft auf Bewährung umgewandelt. Saberis Vater eilte nach der Bekanntgabe des Urteils zu dem berüchtigten Evin-Gefängnis, um seine 32 Jahre alte Tochter abzuholen und mit ihr in die Vereinigten Staaten zurückzukehren (siehe auch: Eine Journalistin gerät zwischen die Fronten der Weltpolitik: Der Fall der Roxana Saberi)

Der hinter verschlossenen Türen abgehaltene Prozess hatte sich fragwürdig gestaltet und die politischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran belastet. Zunächst hatte die Justiz Roxana Saberi den Kauf einer Flasche Wein zur Last gelegt. Dann hieß es, die Journalistin habe ohne Akkreditierung für den amerikanischen Sender NPR in Iran gearbeitet, schließlich folgte die Anklage und Verurteilung wegen Spionage.

Zeichen guten Willens

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad wusste es in seinem Sinne zu nutzen. Dem Protest von Menschenrechtlern und internationalen Organisationen wie „Reporter ohne Grenzen“ hatte sich der amerikanische Präsident Barack Obama mit einer persönlichen Intervention angeschlossen. Ahmadineschad ging darauf ein und wies die Justiz an, den Fall abermals zu prüfen. Die Freilassung Roxana Saberis vermag er nun als Zeichen guten Willens darzustellen.

Roxana Saberi, als Tochter eines iranischen Vaters und einer japanischen Mutter in den Vereinigten Staaten geboren, lebte seit 2003 in Iran. Sie arbeitet für die amerikanischen Sender NPR und Fox News sowie für die britische BBC. 2006 hatte die iranischen Behörden ihr die Akkreditierung entzogen. In der Haft war sie zwei Wochen lang in einen Hungerstreik getreten.

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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