Home
http://www.faz.net/-gsc-12x4e
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Steinmeier bei Will Die Würde des Kanzlerkandidaten ist antastbar

 ·  Vieles von dem, was Frank-Walter Steinmeier am Sonntagabend in der Talkshow von Anne Will zur Krise sagte, war diskussions- und fragwürdig. Aber der Moderatorin ging es gar nicht um Diskussion. Sie hat ihren Gast diskreditiert und vorgeführt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (75)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2 3 4  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Eckhard Freise

Steinmeier, Will, Kaube in der Hölle der Löwin

"Er sagte: Weißt Du, warum ich zu Dir gekommen bin? Ich muß bald zurückkehren und mit der Angela-Fürstin um BeeRDesien kämpfen" (Buch Daniel, 10,20, korr.). Respekt, lieber Herr Kaube - in Zeiten des Zorns, so jedermann prophetische Mitteilungen von Polit-Frontiers erwartet, wann immer sie sich in den Feuerofen des Live-Talks begeben, da haben Sie sich Diagnostisches getraut. Begleitet vom Diskant der heulenden Blog-Derwische stellen Sie fest, im Stile der Band "Die Ärzte": Steinmeier kann nicht tanzen - und Will versteht sich als Edelweißpiratin. Ausgeblendet haben Sie die unfreiwillig satirische Note, die wie ein Cantus firmus das Recontre solcher Charaktere umwabert. Frau Will ist keineswegs nur "eine Brünette, für die ein Bischof ein Kirchenfenster eintreten würde" (Chandler), sondern gibt zugleich die Öffentliche Meinung (nach dem Kölner Jacques Offenbach) - diffus, aber unbarmherzig. F.-W. wäre gern Genschman und Orpheus, kopfüber in die Hölle und zurück - möchte aber nicht sein Flintstones-Image preisgeben: Getreuer Barney Geröllheimer kann nicht in Urlaub fahren (man braucht noch sein Gesicht) - und so büßt er für Finanzhäftling Fred Steinbrück: Wil(l)ma!! Ach, ich habe sie verloren - meine Wähler sind zerstreut.

Empfehlen
Wilhelm Friedrich

Was hätte Schröder dazu gesagt, wenn Steinmeier in der CDU wäre?

Hahahaha. Der Scherpa aus Brakelsiel... Kann´s einfach nicht, hahahaha. Kein Wunder, hat er ja auch nicht gelernt, hahahaha. Was, Ihr kennt nicht Brakelsiel? Liegt in Niedersachsen. Schön ruhig gelegen. Da hat man Zeit zum Nachdenken. Wird aber jetzt auch Zeit, wenn die CDU mit ihrem Außenminister noch was reißen will, der sich ohne Zuständigkeit und völlig erfolglos - hahahaha - gern um Dinge im Inland kümmert wie die Rettung von Opel und Arcandor. Nu macht ihm mal keinen Vorwurf. Er ist ja weder Professor aus Heidelberg, sondern Scherpa aus Brakelsiel, hahahaha oder wie das Kaff heißt, man kann ja nicht alles wissen, hahahahaha. Aber er hat ja auch nicht den richtigen Machtinstinkt, obwohl mich seine Stimme, wenn er so röhrt, an einen sehr bekannten und hervorragenden, Feuer bitte - hahahahaha - Politiker erinnert, der alles rausreißen würde, wenn man ihn nur fragen würde. Leider ist dieser - hahahahahahahaha - in der falschen Partei.
Lieber Herr Kaube, wer sich bei Anne Will einlädt, weil er sich auf Grund der Verballerung von Milliarden Steuergeldern einen Aufschwung für seine Partei erwartet, darf sich nicht wundern, wenn´s schiefgeht. Er hat das bekommen, was er verdient hat. Hahahaha .... hätte Schröder jetzt gesagt.

Empfehlen
Ulrich Pochert
Ulrich Pochert (Broby) - 08.06.2009 21:41 Uhr

AnneWill versus Steinmeyer

Herr Kaube, sind Sie ein aelterer oder juengerer Mann? Ihre Rede ist hoechst kompliziert, ich kann vor allen Dingen erkennen, dass Sie nicht parteineutral sind.Und jedenfalls scheinen Sie ein journalistischer SIMPLE, einerseits beklagen Sie sich ueber die Willschelte, andererseits beleidigen Sie sie.Ich habe auch Anne Will zu kritiseren, aber nun geht es um Steinmeyer. Ein Mann ohne Charisma, ohne die geringste Ausstrahlung, meistens bekommt er nicht mal den Mund auf, er rennt immer hinterher, die Themen die er sich sucht passen kaum - dann macht er auch noch Fehler , also was soll man an ihm finden ? Jedenfalls der wird es nicht schaffen, Gruesse Ulrich Pochert

Empfehlen
Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 08.06.2009 21:23 Uhr

Direkt, direkt!

@hoffmann: So direkt hätte ich es nicht gesagt, aber Sie meinen es richtig! Habe das an anderer Stelle (so ziemlich nahe am Außenministerium) auch mal gesagt, aber doch umschwungener. Das Schlimme: Das juckt dort niemand!

Empfehlen
Karl-Heinz Andresen

Mein Gott, die Will!

Gerade sie kann bestenfalls vorführen und diskreditieren, was sich auch dafür offen anbietet und nicht bloß dazu eignet. Im letzteren Fall hätte Will bereits ganz erhebliche Probleme, das Heft in der Hand zu behalten, was ihr schon beim Gast Martin nicht gelingen wollte, der seinerseits mit ein, zwei Bemerkungen den stammelnden Steinmeier ganz leicht aufs Kreuz legte. Immerhin wurde hoffentlich auch dem strammsten Sozen klar, daß Steinmeier nicht nur nicht weiß, wovon er redet, sondern als Kanzlerkandidat eine ausgemachte Null ist. Auch so kann man Schaden vom Land abwenden.

Empfehlen
David Gehle
David Gehle (dcwg) - 08.06.2009 17:51 Uhr

Ein reichlich perfider Kommentar

ist dies, zuungunsten von Steinmeier. Das geschilderte Szenario konnte ich in den Minuten 3 bis 12 der betreffenden Sendung nicht wiederfinden, weder bei Will noch bei Steinmeier.
Wie hieß das passende Strategem gleich? Dolch verhüllt im Gewand?

Empfehlen
Reinhard Liesaus

Herr Kaube, der perfekte Journalist !

Wenn Sie, Herr Kaube, der Frau Will schon den Titel der Journalistin absprechen wollen, dann doch bitte mit einem Artikel der auch wenigstens ein bischen journalistisch rüber kommt. Formulierungen wie, irgendein Jungunternehmer oder irgendein Arbeitsloser zeugen von geringer Wertschätzung dem Menschen gegenüber. Vieleicht ist es ja das was wirklichen Journalismus auf "Bild" Niveau ausmacht. Im übrigen hat dieser "irgendeinen" Jungunternehmer mehr auf die Beine gestellt als Sie mit ihrem "pseudo Journalismus" umreissen können. Zumindestens das müsste selbst Ihnen klar sein !

Empfehlen
roland-josef endinger

Wer schaut Will ??

Abgesehen davon erlaube ich mir die Frage: Wer schaut sich denn die Sendung mit Wille an ? Ich kenne niemanden im Bekanntekreis und auch hier im Büro tut sich das scheinbar niemand an. Also eigentlich völlig egal, wenn der Sender zwecks Selbstbefriedigung von Will und einigen Intendanten dieses Format so weiterführen will. Und einem Gast schadets auch nicht, weil keiner hinschaut.

Empfehlen
Reinhard Liesaus

Vielen Dank Frau Will ...

... das Sie diesem Blabla-Politiker mal richtig vorgeführt haben. Besser hätte man ihn und sicherlich auch viele andere Politiker nicht demontieren können. Dabei bleibt festzustellen, dass eine Kernaussage von Herrn Steinmeier ist, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern (Damals mussten wir das so machen !) und zum anderen ist Herr Steinmeier sich nicht zu schade selbst nachprüfbare Details zu verdrehen bis sie positiv für die SPD sind. Hatte ein bischen etwas von Comedy, selten so viel Blödsinn aus einem Mund in so kurzer Zeit gehört. Selbst Mario Barth würde dafür acht Stunden brauchen. Eher würde ich noch Mickey Mouse wählen. Danke Frau Will !

Empfehlen

Selbst schuld-dennoch ärgerlich

Selbst schuld, wer sich solcherart Quasselsendungen anschaut. Ich selbst bin mittlerweile beinahe aller "Talkshows" u.ä. vollkommen überdrüssig, weil dort entweder eitle Fragesteller "die Rampensau" geben oder selbstverliebte Gäste irgendein neues Buch, eine CD oder einen Auftritt von sich bewerben. Dann sitzen immer dieselben Leute in immer denselben Sendungen herum und faseln immer dasselbe Zeug. Das trifft nat. auch auf Politiker zu, bei denen ich es noch nie eingesehen habe, warum die Sonntagabend z.B. nun auch noch ein Podium kriegen müsen - wenn man ihnen schon die ganze Woche über medial kaum aus dem Wege gehen kann.
Ärgerlich ist das Ganze vor allem deshalb, weil solcher Schrott, der sich nur am "common sense" orientiert und der allgewaltigen Selbstzensur fast aller Medien unterliegt, was die Hinterfragung der wirklichen Grundlagen vieler Übel betrifft, (also schon deshalb weder kritisch noch aufklärisch sein kann), weil also dieser Schrott u.a. von meinen Gebührengeldern finanziert wird.

Empfehlen
fadiart (fadiart) - 08.06.2009 16:19 Uhr

Was hatte Frau Will eigentlich von Herrn Steinmeier gewollt?

Man stelle sich vor, die Wahl ist kaum zu Ende, da leuchtet jemand mit der Taschenlampe den Verlierer ins Gesicht und stellt auch noch die falschen Fragen. Vor allem Antworten, die die SPD in sich erst mal selbst finden sollte, soll nun ein Herr Steinmeier wie ein Vorgeführter geben. Frau Wills Versuch, Steinmeier in Widersprüche zu verwickeln oder zu entlocken ging redlich daneben und war an Zynismus nicht mehr zu übertreffen. Der Zuschauer hätte sicher wirklich kritischere bzw. sachlichere Fragen gestellt. Ich habe zum Schluss eigentlich nicht erkannt, was nun Frau Will Nützliches herausgestellt hatte oder von Herrn Steinmeier wollte. Natürlich gibt es eine Menge Kritik an der SPD - doch diese in einer solchen Sendung mit Frau Will zu erörtern? Ich glaube, schon allein die Anspielung zu Steinmeiers Selbstinitiative bezüglich Opel & Co - war unter der Gürtellinie oder mies improvisiert.

Empfehlen
Andreas Hübbe

Das hat er sich selbst verbockt

Gibt es eine journalistische Fürsorge- oder Fairenesspflicht gegenüber Politikern? Wohl kaum. Anne Will mag ein mieses Spiel mit Herrn Steinmeier gespielt haben, aber der ist nicht erst seit gestern in die Politik eingetreten. Er hätte sich wehren können. Es wäre ein Leichtes gewesen, den Spieß umzudrehen und Frau Will nach allen Regeln der Kunst vorzuführen. Aber er war nicht gut drauf und indisponiert. Vor diesem Hintergrund ehrt es ihn, dass er den Termin gleichwohl durchgezogen hat.

Empfehlen
Harald Vahrenhorst

Schreibtischtäter

Ja, so sind sie die modernen Medien. Triebtätern, Neonazis, Mörden und Knalltüten bereiten Sie eine Bühne. Erbärmliche ausrangierte Promis müssen ins Dschungelcamp. Oma kocht live. Tiefenpsychologische persönliche Beziehungsprobleme werden in die Öffentlichkeit gezerrt und- schwule Mädchen beleidigen den Kanzlerkandidaten.
Hauptsache irgendeine Emotion, kann auch ruhig Ekel oder Empörung sein.
Nichts ist mehr heilig.
Muss man darüber noch diskutieren? Ich denke nein.
Ich denke ein Steinmeier ist nützlicher als 100 Wills. Aber eine Will richtet mehr Schaden an als 100 Steinmeiers. Das ist das Dilemma.

Empfehlen
Rudolf Carstens

Mobbing bei Anne Will

Besser als Herr Kaube kann man diese unglaublich unseriöse Sendung der Anne Will am Abend der Europa-Wahl gar nicht beschreiben. Und es ist höchste Zeit, dass die seriösen Printmedien gegen diese Form von Fernseh-Journalismus vermehrt aufbegehren, schon um die Ehre der eigenen Zunft zu retten. Es war so offensichtlich, dass es in der Will-Sendung allein darum ging, den Politiker Steinmeier zu desavouieren, anstatt den Außenminister zu einer sachkundigen und aktuellen Analyse der Europawahl herauszufordern. Nichts von alledem: Was da abging, war schamloses Mobbing in Reinkultur und ganz gewiss keine Sternstunde des Öffentlich-Rechtlichen Fernsehens. Anne Will hat nicht zum ersten Mal nachgewiesen, dass sie vielleicht gerade noch zum Boulevard-Journalismus taugen mag, als ernstzunehmende Journalistin hat sie mit diesem Auftritt auch ihren letzten Kredit verspielt. Der Zuschauer wendet sich mit Grausen.

Empfehlen
Alexander Erk

Anne Will - wir stimmen der Kritik zu

Den Artikel über den Stil Anne Wills finde ich sehr treffend. Meine Freundin und ich haben und vor einiger Zeit die Sendung mit Angela Merkel als Gast angeschaut. Unser gemeinsamer Eindruck war, dass Anne Will selbstverliebt und selbstgerecht agiert, gleichzeitig aber dabei unsicher und deformiert wirkt. Insbesondere diese aufgesetzte Geste, sich auf der Seite des so genannten kleinen Mannes zu befinden, wirkte auf uns anmaßend.

Empfehlen

Grenzwertig²

Ich simme Herrn Kaube zu, möchte aber auch daran erinnern, daß diese Art der Diskussion ja nicht von ungefähr kommt. Etwas zugespitzt formuliert könnte man sagen: das Imperium schlägt zurück. Was für Antworten bekommt denn ein Journalist von Politikern auf seriös gestellte Flragen? In Watte eingepackte Heißluft - Blablabla. Gerade Steinmeiers Vorvorgänger und Mentor hat mit den Medien in einer Art und weise gespielt, die ich als unanständig empfinde. Und Steinmeier ist ja auch einer der Großen aus der Pulismus- und Blablabla-Fraktion (ich darf an seinen Auftritt bei JBK erinmnern) und seine Partei versteht sich sehr gut auf mediale Inszenierungen ihrer populistischen Weisheiten und Kandidaten. Ob all das eine Rechtfertigung für Vorführ-Journalismus á la Will seinkann, wage ich zu verneinen; aber eine Erklärung ist es schon. Vielleicht sollten alle mal eine Stufe vorher anfangen , nämlich bei den populistischen Sprechblasenproduzenten selbst. Sprechen Sie Tacheles á la von Guttenberg, dann dürfen Sie auch faire Fragen und Frager fordern! Hier liegt der Schlüssel!

Empfehlen
F. Friede
F. Friede (DrFriede) - 08.06.2009 15:03 Uhr

Die Würde des Kanzlerkandidaten ist ....

zweifelhaft ?<br />Um es einmal klar zu stellen - wir reden hier nicht von der Würde des Menschen. Natürlich ist die Würde des Menschen unantastbar - gut so steht es im GG (Verfassung haben wir in der BRD ja keine). Herr Steinmeier tritt in diesen Talkshows an, um Wahlkampf zu machen. Und "Sein Kampf" ist eben kein Kindergeburtstag. Er muß als aller erstes die wahren Mächtigen in einer Demokratie, die Journalisten, milde stimmen. Und Frau Will hat uns lediglich vorgeführt, wie groß die Erwartungshaltung der Journalisten an jemanden ist, der nun Kanzler werden will. Wenn Herr Steinmeier Kanzler werden will, so ist die gesamte Branche der schreibenden Zunft im Umbruch. Und Umbruch mögen angesichts ihrer komfortablen Ausgangslage unter einer CDU geführter Regierung von diesen Leute nur diejenigen, welche auch bei den Journalisten lediglich proportional zum Wahlergebnis der Parteien repräsentiert sind.<br />Frei Meinungsäußerung, Informationsfreiheit sind in unserer Monopolokratie lediglich das Deckmäntelchen, um nach unten hin zu treten und zu verdummen, und nach oben hin sich dorthin zu kuscheln, wo es warm raus kommt.<br />So sieht's halt aus. Alles andere ist Kindergeburtstag.

Empfehlen
Robert Hamacher

Gründlich missverstanden von Kaube ! Das Steinmeier-Debakel bei Anne Will !

Kaube könnte recht haben, wenn das Szenario nicht ein anderes gewesen wäre. ;)
Nicht Will hat Steinmeier zu diesem Wahlabend eingeladen, der sich nur mit der Person Steinmeier (und nicht - was näher gelegen hätte - mit den Folgen der Europa-Wahl) beschäftigen sollte, sondern SPD und Steinmeier dürften genau auf diesen Termin für einen Solo-Auftritt vor zig Wochen gedrungen haben, um den sicher erwarteten SPD-Zuwachs von 5%+X u. den ebenso ;) sicheren Verlust bei CDU/CSU von 6-8% in eine One-Man-Show des aufstrebenden SPD-Kanzlerkandidaten umzumünzen.
.
Dass die Will-Redaktion - natürlich in Unkenntnis der tatsächlichen Wahlergebnisse ;) - dem SPD-"Ansinnen" inhaltlich Kontra zu geben suchte, um dem Eindruck einer TV-Krönungsmesse nach aussen zu vermeiden, halte ich für normale journalist. Arbeit.
.
Was Kaube völlig übersieht, ist die unerwartete Brisanz des Aufeinandertreffens eines allseits nicht erwarteteten SPD-Wahlergebnisses und der daraus resultierenden Verschiebung der Gewichte innerhalb der geplanten One-Man-Show: Kein Sieger konnte sich sich mit einigen formalkritischen Fragen souverän auseinandersetzen sondern ein schwitzender Verlierer mit entgleisender Mimik+Gestik wurde noch tiefer in die Niederlage geschickt.

Empfehlen
Horst Dettweiler
Horst Dettweiler (dettw) - 08.06.2009 14:56 Uhr

wer ins Kasperltheater geht

darf sich nicht wundern, wenn er eins übergepritscht kriegt. Wozu also jetzt die Mitleidstour, als hätte Dieter Bohlen wieder mal einen Daniel Küblböck verheizt? Im übrigen - kümmern sich die so Bedauerten irgendwie um die Würde der Bürger/innen? Und wer an die Qualität von öffentlich-rechtlichen Proporzjournalisten glaubt, der glaubt auch, daß Volksvertreter das Volk vertreten.

Empfehlen
F. Friede
F. Friede (DrFriede) - 08.06.2009 14:49 Uhr

Die Würde des Kanzlerkandidaten ist .....

zweifelhaft ?
Um es einmal klar zu stellen - wir reden hier nicht von der Würde des Menschen. Natürlich ist die Würde des Menschen unantastbar - gut so steht es im GG (Verfassung haben wir in der BRD ja keine). Herr Steinmeier tritt in diesen Talkshows an, um Wahlkampf zu machen. Und "Sein Kampf" ist eben kein Kindergeburtstag. Er muß als aller erstes die wahren Mächtigen in einer Demokratie, die Journailen äh Journalisten, milde stimmen. Und Frau Will hat uns lediglich vorgeführt, wie groß die Erwartungshaltung der Journailen an jemanden ist, der nun Kanzler werden will. Wenn Herr Steinmeier Kanzler werden will, so ist die gesamte Branche der schreibenden Zunft im Umbruch. Und Umbruch mögen angesichts ihrer komfortablen Ausgangslage unter einer CDU geführter Regierung von diesen Leute nur diejenigen, welche auch bei den Journalisten lediglich proportional zum Wahlergebnis der Parteien repräsentiert sind.
Frei Meinungsäußerung, Informationsfreiheit sind in unserer Monopolokratie lediglich das Deckmäntelchen, um nach unten hin zu treten und zu verdummen, und nach oben hin sich dorthin zu kuscheln, wo es warm raus kommt.
So sieht's halt aus. Alles andere ist Kindergeburtstag.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

Jüngste Beiträge

150 Jahre Seit’ an Seit’

Von Nils Minkmar

Die spröde, Camus düsteren „Mythos des Sisyphos“ verehrende Partei ist irgendwie Kult geworden: Die SPD feiert sich. Und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel ist dabei ganz in ihrem Element. Mehr 10 6