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Satire-Regeln beim ZDF? „Eine Frage der Korrektheit“

22.05.2010 ·  „Das war eine echte Schweinerei“ - der Pharmalobbyist, den Martin Sonneborn in einem Interview für die „heute-show“ vorgeführt hatte, ist sauer. Auch dem ZDF-Programmchef missfiel das Auftreten Sonneborns.

Von Michael Hanfeld
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Satire darf alles? Beim ZDF nicht. Zumindest nicht unter falscher Flagge segeln. So darf Martin Sonneborn, einstiger „Titanic“-Chef und rasender Reporter der „heute show“, sich bei Gesprächspartnern nicht mehr als Vertreter von „heute“ oder „heute journal“ ankündigen lassen. Das aber hatte er für die jüngste Ausgabe der satirischen „heute show“ getan und einen Pharma-Lobbyisten nach allen Regeln der Kunst im Interview vorgeführt, worüber sich dieser schwer ärgerte: „Das war eine echte Schweinerei“, zitiert ihn der „Spiegel“.

Dem ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut missfiel das Rubrum, unter dem Sonneborn auftrat, er will dies nicht wiederholt sehen. „Das ist eine Frage der Korrektheit“, sagt Bellut. „Die Einladungspraxis war missverständlich, das habe ich korrigiert im Einvernehmen mit Herrn Sonneborn.“ Von einer Rüge könne jedoch keine Rede sein.

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