Home
http://www.faz.net/-gsc-6kdjq
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Bibliothek

Österreichs „Servus TV“ Anders privatfernsehen

Im Herbst des vergangenen Jahres ging „Servus TV“, Österreichs kulturell ambitionierter Privatsender, auf Sendung. Inzwischen bietet er Elke Heidenreich eine neue Fernsehplattform, sein Gesprächsformat heißt „Talk im Hangar 7“. Man zielt auch auf ein deutsches Publikum.

© Servus TV Vergrößern Kultureller Anspruch: Servus TV

Der Name klingt, als handele es sich um einen Regionalsender, doch sind die Ambitionen von „Servus TV“ weiter gesteckt. Die „Alpen-Donau-Adria-Region“ fasst der Kanal als sein Kernsendegebiet auf, doch strahlt er darüber hinaus weit in den deutschen Sprachraum hinein. Von lokalen bis zu internationalen Themen reicht die Palette, es geht um Kultur, Wissenschaft, Technik, Sport, Natur und Unterhaltung; Dokumentationen, Reportagen, Konzertmitschnitte und Magazine stehen auf dem Programm.

„Anspruchsvoll, aber nicht intellektuell, kritisch, aber nicht parteipolitisch, breit gefächert, aber kein Massenprodukt“, so lautet der eigene Anspruch. Auf Sendung ging „Servus TV“ am 1. Oktober 2009, betrieben wird der Kanal von der Red Bull Media House, der Medientochterfirma des Getränkeherstellers, der zwei Jahre zuvor den Lokalsender „Salzburg TV“ übernommen hatte, aus dem „Servus TV“ wurde.

Ein 3sat der Privaten

Einen klaren Schwerpunkt setzt der Programmdirektor Wolfgang Pütz, der vom Bayerischen Rundfunk kam, auf die Kultur. Gefragt nach einem Sender ähnlichen Zuschnitts fällt ihm 3sat ein: „Wir versuchen privat finanziertes Fernsehen mit öffentlich-rechtlichen Inhalten umzusetzen.“ Dazu passt, dass die vom ZDF verbannte Kritikerin Elke Heidenreich bei „Servus TV“ ihre Rückkehr ins Fernsehen gefeiert hat. Am Mittwoch lief dort ihr Magazin „Meine Festspielzeit“, in dem sie von den Salzburger Festspielen berichtete.

Zu empfangen ist Servus TV in Deutschland digital über den Astra-Satelliten und im digitalen Kabel – bei Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel Baden-Württemberg – unverschlüsselt. In Österreich kann man „Servus TV“ in weiten Teilen terrestrisch, über das digitale terrestrische Fernsehen und per Kabel (analog und digital) empfangen. In der Schweiz ist „Servus TV“ im digitalen Kabel vertreten, in allen drei Sendern funkt „Servus TV“ zudem in der hochauflösenden HD-Technik.

Die Sendung „Talk im Hangar 7“ mit Neil Armstrong, die heute um 21.05 Uhr ausgestrahlt wird, ist zudem auch per Livestream im Internet zu sehen, unter http://www.servustv.com

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Elke König Bafin-Chefin: Nicht alle Banken dürften Stresstest bestehen

Die Europäische Zentralbank übernimmt demnächst die Aufsicht über die größten Banken der Währungsunion. Zuvor testet sie deren Bilanzen. Nicht jeder wird bestehen, sagt Finanzaufseherin Elke König der F.A.S.. Mehr

28.09.2014, 16:57 Uhr | Finanzen
Moderatoren rappen Nachrichten

Rap und Journalismus? Im Senegal passt das bestens zusammen. Seit 2013 präsentieren dort Moderatoren ihre Nachrichten im Sprechgesang. Jeden Freitag gibt es gerappte Informationen auf einem Lokalsender und im Internet zu sehen. Ein voller Erfolg: Der Youtube-Kanal der Rapper-Journalisten zählt 12.400 Abonnenten. Mehr

16.08.2014, 18:54 Uhr | Feuilleton
Gastronom Christian Mook Eigensinnig und begeisterungsfähig

Christian Mook hat als einer der ersten in Deutschland Steaks aus den USA verkauft, heute hat er fünf Restaurants und träumt vom sechsten. Was ist sein Rezept für Erfolg? Mehr Von Jacqueline Vogt, Frankfurt

28.09.2014, 21:06 Uhr | Rhein-Main
Johnny Winter: Step Back

Hörprobe: Can’t Hold Out (Talk to Me Baby) Mehr

08.09.2014, 16:16 Uhr | Feuilleton
Etikettenschwindel Ultra-HDTV hält weniger als das Logo verspricht

Einige Hersteller kleben ihren neuen Super-Fernsehern Etiketten mit goldfarbenem 4k-Schriftzug ans Gehäuse. Dieses vermeintliche Qualitätsversprechen sagt wenig über die Technik aus. Mehr Von Wolfgang Tunze

23.09.2014, 10:16 Uhr | Technik-Motor
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 05.08.2010, 12:47 Uhr

Werk ohne Fisch

Von Annabelle Hirsch

Eine Strategie der Kunst ist es, mit menschlichen Abgründen zu verstören. Auf der Art Berlin Contemporary liegt der Skandal anderswo: Es gab Streit über echte Tiere in der Kunst. Mehr