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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Nach Richlings Abschied Dieter Nuhr übernimmt den „Satire Gipfel“ der ARD

 ·  Als Mathias Richling den „Satire Gipfel“ übernahm, hatte der Kabarettist nicht wenige Widerstände zu überwinden. Nun ist es nach Informationen von FAZ.NET an Dieter Nuhr, für die ARD zu punkten. Richling geht ohne Groll, aber mit einer kleinen Spitze.

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Da hat der Kabarettist Mathias Richling seine Meldung gerade noch rechtzeitig abgesetzt. Am Montagnachmittag teilte er mit, dass er den „Satire Gipfel“ der ARD zum 1. Januar an „noch nicht benannte Nachfolger“ übergebe. Er wolle sich intensiver um seine Sendung „Studio Richling“ kümmern, die im dritten Programm des SWR läuft. An diesem Dienstag benannte der Rundfunk Berlin-Brandenburg auf Anfrage von FAZ.NET den Nachfolger dann: Dieter Nuhr gestaltet den „Satire Gipfel“ künftig.

Dass auf diese Weise eins zum anderen kommt und einer dem anderen folgt, muss man indes nicht für eine Satire halten, das ist Alltagsgeschäft. Dabei sollte man nicht vergessen, dass sich Mathias Richling um den „Satire Gipfel“ verdient gemacht hat. Es ist nicht so, dass ihm das Konzept auf den Leib geschneidert gewesen wäre, er hat es vielmehr vorgefunden und ausgefüllt, als Trainer und Mentor junger Kollegen gewissermaßen, die in der Sendung auftraten. Das war kein Solo für Richling, sondern ein Mannschaftsspiel und zwar eines, das zunehmend gelang. Er hatte auch nicht wenig Widerstände zu überwinden, denken wir nur an den Namensstreit mit dem Kabarett-Übervater Dieter Hildebrandt: der „Satire Gipfel“ durfte nicht „Scheibenwischer“ heißen. So musste Richling eine neue Marke aufbauen, das hat er getan und diejenigen Lügen gestraft, die anfangs meinten, das sei gar kein politisches Kabarett mehr, sondern Comedy.

Doch noch eine kleine Spitze

Richling verlässt den „Satire Gipfel“, aus dessen Produktion sich der neben dem RBB verantwortliche Bayerische Rundfunk schon ausgeklinkt hat, auch nicht im Groll. Sein „Studio Richling“ beim SWR sei das „hauptsächliche Betätigungsfeld“, hier könne er sich „in vielfältiger Weise verwirklichen“, sagt er. Für den „Satire Gipfel“ habe er erreicht, was er anstrebte. Er hoffe, sagt Richling, dass andere den „Satire Gipfel“ oder eine eventuelle Nachfolgesendung „in dieser Richtung weiter öffnen und Kabarett in der ARD auch in Zukunft keine Nische sein wird. Wofür mit etwa konzeptioneller Unklarheit oder mit inhaltlicher Belanglosigkeit ja immer die Gefahr bestehen könnte.“ Womit sich Richling eine kleine Spitze also doch noch erlaubt hätte. Nun ist es an Dieter Nuhr, für die ARD zu punkten. Am Konzept der Sendung, die der RBB nun gemeinsam mit dem Westdeutschen Rundfunk produziert, soll sich, wie es auf Anfrage von FAZ.NET heißt, nichts ändern.

Wie man politisches Kabarett und Comedy ins Programm bekommt, macht das ZDF den Kollegen vom Ersten vor. Der Mainzer Sender bringt mit „Neues aus der Anstalt“ zeitgemäßes Kabarett auf den Bildschirm bringt und zugleich mit der „heute show“ eine freche, politische Comedy.

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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