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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Nach Richlings Abschied Dieter Nuhr übernimmt den „Satire Gipfel“ der ARD

 ·  Als Mathias Richling den „Satire Gipfel“ übernahm, hatte der Kabarettist nicht wenige Widerstände zu überwinden. Nun ist es nach Informationen von FAZ.NET an Dieter Nuhr, für die ARD zu punkten. Richling geht ohne Groll, aber mit einer kleinen Spitze.

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Herbert Frohnhofen

Der große Fall...

vom Scheibenwischer zum Satiregipfel kam vor allem durch das Fehlen von Bruno Jonas zustande. Das wird auch Dieter Nuhr nicht wettmachen können.

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Stefan Grün

langweilige Show, schon tot bevor es zum Stabwechsel kommt

Ob jetzt Richling den Satiregipfel macht oder Nuhr, beide haben einfach nicht das Format von Priol, Pelzig, Schramm, Hildebrandt oder Pispers. Richling ist genauso seicht wie Nuhr. Früher habe ich mir Scheibenwischer in den Kalender eingetragen, heute würde ich mir das nicht einmal freiwillig ansehen. Wenn Mitternachtsspitzen und Neues aus der Anstalt nicht wäre, man könnte den Fernseher entsorgen. Ich wage zu bezweifeln, dass ein Comedian wie Nuhr den alten Glanz des Scheibenwischers wiedergeben kann. Seine donnerstägliche Kolummne auf wdr2 lässt Ödes erwarten.

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Gerd Mannes

Nur Links kann lustig

Die Zeiten in der das Kabarett Tabubruch begehen konnte sind längst vorbei. Mit der Vorherrschaft der Linken in den Medien können die Kabarettisten die Äußerungen der aktiven Politiker kaum noch toppen...
Eigentlich müsste das Kabarett genau diese Linken Politiker aufs Korn nehmen... aber das geht wegen Einhaltung der „political correctness” einfach nicht.

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Eberhard Stoeckel

Richlings "SatireGipfel"

"Dabei sollte man nicht vergessen, dass sich Mathias Richling um den „Satire Gipfel“ verdient gemacht hat." - Ja, immer dann, wenn er nicht auf der Bühne stand. Die jungen Garden konnten so diese Richling'sche "Dauerzappelei" schnell vegessen machen. SWR 3 ist - Gott sei DanK! - auf meinem Fernseher nicht sehr häufig zu sehen, da schnell abgeschaltet. Ob Nuhr der richtige Ersatz ist, bleibt abzuwarten. Ich kenne weit bessere Kandidaten, muss mir aber nicht für die "hochqualifizierten" (?) Programmdirektoren den Kopf zerbrechen. Im Übrigen hat Deutschland glücklicherweise wieder viele tüchtige KaberettistInnen aufzuweisen, ein offensichtliches Indiz für unsere bespottenswerte Politik, Wirtschaft usw.

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mary van de cremer

Deutsches Fernsehen mit Spitzenkabarettisten

Ob Comedy oder Satire, Mitternachtspitzen oder Fritz und Herrman usw., wir in den Niederlanden sind froh, daß es so etwas lustiges zum Lachen bei ARD, WDR, ZDF, NDR noch gibt. Bei den 'zuilen' in Hilversum sucht man vergeblich nach so was.
Auch bezüglich objektive und vollständige Informationen ist das deutsche Fernsehen drei Klassen besser als die Sender in Hilversum. Solche Sendungen wie Quarks & Co. ,Weltspiegel, Weltbilder, Tageschau, Tagesthemen und viele mehr, such man vergeblich bei NOS, Vara, VPRO, EO, KRO, RKK, Avro, Tros, Ho, Jo, Islam. omroep. Emails werden von der NOS auch nicht inhaltlich beantwortet, Kritik wird unter dem Tisch gefegt. 'Turnspeak' ( Umkehrsprache) überall, Verherrlichung der Reporter tagtäglich, Werbung ohne Ende. Also, ein großes Lob fürs deutsche Fernsehen.

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Rolf Huchthausen

Armer Dieter!

Ich meine vom Ansatz her sei Dieter Nuhr nicht so auf das "Politische" zu bürsten wie im Vergleich Matthias Richling. Beide sind unbestritten klasse aber auf komplett andere, auf ihre jeweilige Art.
Wenn sich Dieter Nuhr auf zu glattes politisches Parkett wagt, hat er zwei Zukunftsmöglichkeiten, (i) zu floppen oder (ii) sein Spektrum zu erweitern.
Was man der drögen ARD raten muss, ist die Ausweitung auf gesellschaftliche Themen, an der Schwell zum Politischen, Dieter Nuhr subtile Art. Ich freue mich riesig auf die Sendung.
Da ich Dieter Nuhr kenne, wünsche ich ihm eine glückliche Hand im Umgang mit den überteuerten Betonköpfen der ARD.

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Rainer Kahni

Politisches Kaberett ist schwer angesichts der täglichen Polit-Satire

Dieter Nuhr ist sicher ein würdiger Nachfolger für seine würdigen Vorgänger. Er versteht es, mit leisen und weisen Tönen auch noch den absurdesten politischen Ereignissen den notwendigen kabarettistischen Glanz zu verleihen. Und das wird immer schwieriger. Denn wo Politik nur noch als Satire erscheint, bedarf es übermenschlicher Kunst, daraus noch Kabarett zu machen. Die Besten sind daran schon verzweifelt. Otti Fischer wird schwächer, Pelzig hält sich, Schramm ist gegangen, Pispers liebt die Kleinkunstbühnen, Urban Priol macht sich rar, Schmickler kocht bald über vor Zorn! Es gibt viel Nachwuchs, aber wie kommt man gegen die starren Formate an, wie macht man zugespitztes Kabarett, ohne bei den politisch-korrekten Fernsehbeamten aufzufallen? Dabei schreien die Politiker förmlich danach, durch die kabarettistische Jauchegrube gezerrt zu werden. Wenn man die Statements der Politiker heute noch begreifen und nackt und wahr, bar jeglicher Girlanden, verstehen will, dann sollte man nicht mehr den Hofschranzen der Nachrichtensendungen bei der Verlesung der Verlautbarungen aus dem Politbüro zuhören, sondern politisches Kabarett sehen. Wie sagte schon Karl Valentin : " Gar nicht erst ignorieren ".

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Thorsten Krings

nicht lustig

Richling hat den Unterhaltungswert einer Beerdigung. Es mag ja sein, dass er sich moralisch stets im Recht fühlte, aber er war halt absolut nicht lustig- und Geist gehört ja irgendwie auch zur Satire .

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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