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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Jauchs Premiere Das Format hat Format

 ·  Günther Jauchs Premiere im Ersten löst keine Revolution aus. Aber die Sendung könnte tatsächlich die beste Talkshow im Ersten werden. Ansätze sind erkennbar, den vorab formulierten Unkenrufen zum Trotz.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (8)

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Hajo Hinrich
Hajo Hinrich (HHinrich) - 14.09.2011 19:57 Uhr

Die beste Talkshow des örR

Ganz grundsätzlich: Es gibt im deutschen Fernsehen zu viele Krimis, aber nicht zu viele Talkshows.

Das Talkshow-Format ist grundsätzlich attraktiv und
kann anspruchsvolle Kurzweil bieten — eine Positiv-Liste, adhoc erstellt:

Peter Sloterdijk/Rüdiger Safranski
Thea Dorn/Felicitas von Lovenberg
Iris Radisch
Denis Scheck
Peter Voss
Volker Panzer
Sternstunde Philosophie
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DLF - Zur Diskussion (Mi 19:15 Uhr)
Alpha-Centauri (Harald Lesch)
Alpha-Forum
Alpha-Campus
SWR - Tele-Akademie
die Phoenix-Runde (Di, Mi, Do)
​​
@Helga Zießler: Anne Will ist schon schnippisch, dabei lässig-souverän, elegant, aber nicht arrogant, langweilig weil mainstreamig, nicht linkslastig, aber unvorteilhaft leichtgewichtig, eben massenkompatibel/reichweitenstark.

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Jane Smith
Jane Smith (Nasrim) - 14.09.2011 19:41 Uhr

Jauch raus !!

Michael Hanfelds Beitrag war sehr enttäuschend. Wohlwollend dient er sich den Kollegen an! Worin das Format bestand und welche positiven Ansätze erkennbar seien, sagt er nicht. Der ganze Artikel ist ein Ärgernis und eine Zeitverschwendung. Nicht das, was ich in der FAZ erwarten würde!
Und dafür wurde Anne Will nun geschaßt. ARD - Gute Nacht!
Ich bin stinkesauer, dass ich nach dem Tatort nun ausschalten muss. Aber das werde ich, denn bereits diese Sendung war in ihrer Leere und Geschwätzigkeit kaum erträglich.
Ich bin eben kein Freund von Stern tv und Jauch macht hier auch nur das, was er immer macht. Der kann gar nicht mehr anders. Ein Gespräch kam jedenfalls kaum zustande. Und wieso braucht so ein Medienprofi wie Jauch eigentlich 20 bis 30 Talkshows bevor er tritt gefasst hat? Wer würde einem Anfänger so viel Spielraum geben. Nachvollziehbar ist das genauso wenig, wie die ganze Umbesetzung. Will hat ihre Sache schließlich sehr gut gemacht. Deshalb ist dieser Schachzug der ARD überhaupt nicht verständlich. Die ARD meint nun, das Publikum wolle das sehen. Ich halte das für einen Fehler.
Als Wutbürger jüngerer Ordnung kann ich nur sagen: Ich will Anne Will zurück !!!!

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Helga Zießler

Die Kritiken, die ich hier und anderswo gelesen habe. . .

bestätigen mir einmal mehr, dass es richtig war, mir Jauch in seinem neuen Format nicht anzugucken. Den Ausschlag fürs Abschalten gab die Gästeliste mit Todenhöfer, Heidenreich und Klinsmann zum Thema "9/11". Allerdings kann ich Herrn Hanfeld nicht zustimmen, der an anderer Stelle geschrieben hat, Anne Will habe eine Sendung "ohne Fehl und Tadel" gemacht. Es war meiner Meinung nach immer eine langweilige, politisch linkslastige Sendung mit einer schnippisch-arroganten Moderatorin, die ihre Gäste stets dann unterbrach, wenn die nicht spickzettelgemäß argumentierten und es interessant zu werden drohte.
.
Weshalb ich mich hier dennoch melde: Immer noch trauere ich den wirklich guten Talk-Sendungen nach, die es früher mal gegeben hat - mit solchen Moderatoren wie Werner Höfer, Wolfgang Menge und ähnlichen. Die hatten "Biss"! Doch über allen stand die BBC-Sendung "Hard Talk" mit dem unvergessenen Tim Sebastian. Stets nur mit einem "Gast", der von Sebastian so richtig "in die Zange" genommen wurde. Ein Hochgenuss! Etwas Derartiges sollte es auch bei uns geben.

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Thomas Lindenmeyer

Wie wahr

Klar: das Format hat Format. Aber welches? Wenn es wenigstens ein Taschenbuchformat wäre. Es erinnert an einen Stecknadelkopf, der doch auch ein Kopf ist, oder nicht?

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Tatiana Schmidt

Piers Morgan des deutschen Fernsehens

Günther Jauch hat zu lange Sport- und Gefälligkeitsjournalismus à la Stern TV sowie billige Unterhaltungsshows gemacht, als dass er für die Leitung einer ernsthaften Gesprächsrunde geeignet wäre. Es ist ein bisschen wie der Larry-King-Nachfolger Morgan, der die Talks von Larry auf CNN fortführen möchte, aber es bei jeder Frage an Glaubwürdigkeit vermissen lässt, weil bei ihm der Tabloid-Reporter durchschimmert, der Voyeur und Vorführer menschlicher Schwächen. Und dass Dr. Döpfners Kommentare zum islamischen Terror nun besser ankamen - nun, es klang wie Merkels damaliger Zuspruch für Bushes Irak-Krieg: "Dabeisein ist alles. Wir folgen Washington auf allen Wegen." Auf die Verharmlosungen des "Afghanistan-Experten" Jürgen Todenhöfer hingegen fiel dem Riesen Döpfner nichts Großes mehr ein. Es fehlte nur noch die Erkenntnis: Gut, dass die Russen endlich raus sind aus Kabul!

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Erich Jansen
Erich Jansen (Nonosus) - 12.09.2011 23:00 Uhr

Der liebe Gott steckt im Detail, der Zuschauer sieht das große Ganze

Es ist ja schön, wenn jemand mal das Positive an dieser Sendung sucht und der liebe Gott steckt ja bekanntlich im Detail. Aber ich sehe mir ein Boulevard-Format genauso wenig wegen der exzellenten Kameraführung an, wie ich wegen eines guten Pyrotechnikers "Alarm für Cobra 11" gucke, oder DSDS wegen sehr bemühter Maskenbildnerinnen. Das reicht einfach nicht!
Das Zusammenspiel von Moderator und Talkgäste bestimmt über den Erfolg einer Diskussionssendung. Die Gäste müssen substantielles zum Thema beitragen können und der Moderator muss sich durch geschickte Fragen nötigenfalls um pointierte und griffige Statements bemühen. Sonst ist die Sache so politisch meinungsbildend wie eine Biolek-Kochshow.

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Georg Müller

Boulevard und Prominenz

Das war Stern-TV. Nicht mehr und nicht weniger. Wo da das große Format für die Zukunft sein soll? Ich kann es nicht sehen. Niemand hat Wunder erwartet. Aber vielleicht die eine oder andere neue Idee hätte es schon sein dürfen. Vielleicht hatte er auch einfach Angst und ging deshalb auf Nummer sicher. Nur Jürgen Klinsmann zu diesem Thema einladen? Vielleicht ist Giovanni Trappatoni nächstes Mal dabei, wenn es um die fiskalische Stabilität von Italien geht.

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Horst W.G.H. Birr

Jauchs Premiere

Bravo, eine gelungene Premiere ohne dauergrinsende Beauties. Strictly to the point-gut gemacht. Was stört, ist der Talkshow-Dauergast Todenhöfer. Fällt es denn niemand auf? Der Mann hat ein eingebautes Abspielgerät implantiert bekommen! Immer die gleiche Platte: ICH war hier, ICH war dort, ICH bin schon vor X-Jahren dort gewesen, ICH habe mit Hinz und Kunz gesprochen. Einfach nervig, nichts mit Substanz, keine neuen Erkenntnisse - austauschen bitte!

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Jahrgang 1965, Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Medien“.

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