05.06.2005 · Der Süddeutsche Verlag in München prüft einem Pressebericht zufolge den Kauf des in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. Der Preispoker hat begonnen.
Der Süddeutsche Verlag in München prüft einem Pressebericht zufolge den Kauf des in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. Nach dem ersten Blick in die Bücher hätten die Herausgeber des Süddeutschen Verlages („Süddeutsche Zeitung“) den „Tagesspiegel“ aber als überteuert bewertet, berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“ am Sonntag vorab aus seiner aktuellen Ausgabe. Damit sei der Preispoker eröffnet.
Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck bemüht sich seit dem Jahr 2002, den „Tagesspiegel“ - mit einer Auflage von 132. 980 Stück - unter einem Dach mit der ebenfalls verlagseigenen „Berliner Zeitung“ zu vereinen oder ihn zu verkaufen.
Die Fusion wurde vom Bundeskartellamt untersagt, weil die Verlagsgruppe dadurch eine marktbeherrschende Stellung einnehmen könnte. Ein Kaufangebot des Bauer-Verlags für den „Tagesspiegel“ über 20 Millionen Euro schlug Holtzbrinck im vergangenen Jahr aus.