Home
http://www.faz.net/-gqz-3v6d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
Bibliothek

Medien NDR-Kulturchef Schreiber verteidigt Afghanistan-Film

Die Reportage „Das Massaker in Afghanistan“ des Iren Jamie Doran wird von Zeugen bestätigt, sagte Schreiber.

Zu den Vorwürfen des amerikanischen Außenministeriums im Zusammenhang mit der für Mittwoch im Ersten Programm der ARD vorgesehenen Ausstrahlung der Dokumentation "Das Massaker in Afghanistan" des Iren Jamie Doran hat sich Thomas Schreiber, der Leiter des Programmbereiches Kultur im NDR Fernsehen, zu Wort gemeldet.

Schreiber sagte wörtlich: „Alle Augenzeugen, die in der Dokumentation über die Vorgänge im
Gefängnis von Sheberghan und am Ort des Massengrabes in Dasht-i-Leili zu sehen sind, berichten übereinstimmend, dass amerikanische Soldaten an diesen beiden Orten anwesend waren.“

Mehr zum Thema

Der Sprecher des US-Außenministeriums Larry Schwartz hatte dpa zufolge erklärt, dass die Aussagen der ARD-Dokumentation vollständig falsch und bereits widerlegt seien. Das steht nach Auskunft Schreibers im Widerspruch zu Angaben des Pentagons, wonach bisher „keine Untersuchung der Vorgänge durch die US-Streitkräfte stattgefunden hat.“

Zur zweifelsfreien Aufklärung des Falls wären nach Ansicht Schreibers eine interne Untersuchung des amerikanischen Verteidigungsministeriums sowie die Exhumierung der Massengräber, die Obduktion der Leichen und die Identifikation der Toten durch das UNHCR nötig.

Die ARD wird den Film "Das Massaker in Afghanistan - haben die Amerikaner zugesehen?" von Jamie Doran am Mittwoch, 18. Dezember, um 21.55 Uhr Im Ersten ausstrahlen.

Quelle: @hc

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kerry in Kabul Verzweifelte Willkommensgrüße

Die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul nach der Präsidentschaftswahl ist inzwischen so verfahren, dass der Vermittlungsversuch des amerikanischen Außenministers John Kerry von allen Seiten gutgeheißen wird. Mehr

11.07.2014, 18:25 Uhr | Politik
Guantanamo Sechs Gefangene kommen frei

Im August sollen sechs Häftlinge des amerikanischen Gefangenenlagers in Guantanamo nach Uruguay ausreisen. Präsident José Mujica will die Männer frei arbeiten und reisen lassen. Bedingungen für die Aufnahme stellt er nicht. Mehr

17.07.2014, 09:00 Uhr | Politik
Steuerminderung Kritik an Deutscher Bank wegen Deals mit Hedgefonds

Deutschlands größtes Geldhaus soll Hedgefonds komplexe Finanzprodukte verkauft haben, mit denen diese Steuern sparen können. Ein amerikanischer Senator ist erbost. Mehr

22.07.2014, 07:51 Uhr | Wirtschaft

Künstlerinnen und das kleine Geld

Von Rose-Maria Gropp

Eine Auktion-Statistik ermittelt jetzt die erzielten Gebote von Kunst nach Geschlechtern. Die Kunst von Frauen erlangt weitaus weniger Gewinn. Deshalb der Aufruf: Frauen, kauft Frauen! Mehr 1