28.10.2004 · Die „Bild“-Zeitung hat am Donnerstag auf ihrer Titelseite eine Gegendarstellung des Komikers Oliver Pocher abgedruckt. Das Blatt hatte Pocher fälschlicherweise vorgehalten, einen Kinderschänder zu schützen.
Die „Bild“-Zeitung hat am Donnerstag auf ihrer Titelseite eine Gegendarstellung des Komikers Oliver Pocher abgedruckt. Das Blatt hatte Pocher fälschlicherweise vorgehalten, einen Kinderschänder zu schützen.
Am 20. Oktober hatte „Bild“ geschrieben: "Oliver Pocher - TV-Star schützt Kinder-Schänder". Sie sprach von einem "Skandal": "Der Komiker gab zu, von einem Kindesmißbrauch zu wissen. Den Täter zeigte er aber nicht an!" Sein in der Johannes-B.-Kerner-Show geäußertes Zitat, daß man nicht einfach jemanden beschuldigen und damit vor Gericht Erfolg haben könne, wurde von "Bild" mit den Worten kommentiert: "Was denkt sich der TV-Star bloß bei solchen Aussagen - in Zeiten, wo fast täglich Kinder in Deutschland geschändet werden?" Pocher müsse jetzt "zum Polizeiverhör".
„Hierzu stelle ich fest: Der hierdurch erweckte Eindruck, ich würde aktuell einen Kinderschänder schützen, ist falsch. Meine Aussage in der Sendung Kerner bezog sich auf einen Fall, von dem ich vor zehn Jahren erfahren habe und der zum damaligen Zeitpunkt bereits 3 Jahre zurücklag. Die Tat ist verjährt und den Behörden bekannt“, läßt Pocher nun über seinen Anwalt auf der „Bild“-Seite eins mitteilen. Die „Bild“-Redaktion fügt dem abschließend hinzu: „Herr Pocher hat recht.“