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Max-Planck-Gesellschaft Kein flischer Fisch

 ·  Die Max-Planck-Gesellschaft widmete die jüngste Ausgabe ihrer Zeitschrift „Forschungen“ China und griff bei der Aufmachung gewaltig daneben. Das Cover zeigte die Annonce eines Nachtclubs. Die Panne ließ sich beheben, doch die „Bild“-Zeitung blieb unerbittlich.

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Baiser bestellt die deutsche Austauschstudentin in Frankreich nur einmal. Puderzuckriger als die Auslage wird nämlich der Blick des Bäckers, der mit viel Glück ein fescher junger Bäcker ist. Rechts und links hat man sich da vom Kuss entfernt. Nein, unterschätzen wir die Keckheit deutscher Austauschstudentinnen nicht, sie bestellt es vielleicht noch mehrmals, aber nach dem ersten Mal wissentlich. Dieses intime Verständnis, das ist der europäische Gedanke in nuce. Es muss, das liegt in der Natur der Sache, auch andere Gedanken geben.

In der Tat: Ein Land existiert, wo für die meisten Europäer jedes Mal das erste Mal ist. Es gibt China. Es passierte auch dem Schreiber dieser Zeilen schon: Ein T-Shirt hatte er erstanden, verziert, wie man das plötzlich so machte (selbst bei Geschirr und Kerzen), mit chinesischen Schriftzeichen. Chinesinnen giggelten, aber winkten ab. Nein, das bedeute nichts. Nach Jahr und Tag machte dann eine Bekannte doch eine Andeutung: „Da steht, dass du kein Drache bist.“ Aber das ist doch gar nicht schlimm, entfuhr es dem Besitzer. Da giggelte nun auch die Freundin: „Oh, aber ja, das ist schlimm.“ Ihr Blick fuhr am Körper des Drachentöters herunter: „Sogar sehr schlimm.“ Das T-Shirt, versteht sich, verschwand im Schrank.

Ein Stehsatz voller Sex-Pannen

Tröstlich nur, dass auch bei der deutschen Wissenschaft hier und da ein Chinaböller dumm aus der Wäsche guckt: Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat auf das Cover der jüngsten, China gewidmeten und bereits vor gut drei Wochen erschienenen Ausgabe ihrer Zeitschrift „Forschungen“ schmucke Schriftzeichen drucken wollen. Bei einer Bildagentur wurde sie fündig und griff daneben. Es handelte sich um die Annonce eines Nachtclubs, in der schöne Frauen mit anmutigen Körpern gesucht werden - so blumig verschleiert allerdings, dass sogar eine von der Redaktion um Rat gefragte Sinologin den Inhalt für unbedenklich erklärte. Das Foto, erklärt die Agentur, war seit zehn Jahren im Angebot. Bewerbungen sind bei der MPG noch keine eingegangen.

Das mag auch daran liegen, dass der Fehler noch am Tag der Auslieferung von den chinesischen Gastwissenschaftlern bemerkt wurde. Die noch vorrätigen Hefte versah man mit neuem Cover und gab eine Entschuldigung heraus. Nicht einmal im sonst so hämischen Internet wurde groß gewitzelt. Nun aber wirft doch noch ein Unschuldsdrache den ersten Stein: „Sex-Panne“ bei den „klugen Herren Wissenschaftlern“ klotzte die „Bild“-Zeitung gestern. Das aber ist selbst eine Panne, denn man schob den Artikel offenbar aufgrund von Sex-Pannen-Überangebot mehrere Wochen im Schmuddel-Stehsatz vor sich her und hat schließlich vergessen, den letzten Satz zu ändern: „Jetzt wurde das Cover überklebt.“ Das „Bild“-Jetzt ist damit erwiesenermaßen von urvorgestern. Das ist schlimm. Sogar sehr schlimm.

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