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Massenentlassung bei„El País“ Kasino-Kapitalisten fressen Journalisten

 ·  „El País“ will ein Drittel der Redaktion entlassen, obwohl Spaniens größte Zeitung schwarze Zahlen schreibt. Der verschuldete Mutterkonzern will es so: Vom Niedergang einer Institution.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (11)

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Heinrich Maiworm

Im Glashaus

Zeitungsboten, auch die der FAZ, bekommen einen Stücklohn, der sich selbst bei den schnellsten zu einem Stundenlohn von maximal 6 Euro summiert. In der öffentlichen Diskussion über Mindestlöhne tauchen diese über 100 000 Nachtarbeiter allerdings nicht auf. Von mir angesprochene Zeitungsredakteure (Heribert Prantl etwa bei einem Vortrag über Zivilcourage) bestätigen die Fakten, bitten aber um Verständnis, sich dazu öffentlich nicht äussern zu wollen. Mich selbst hat der WAZ-Konzern im April fristlos gekündigt, nachdem ich darauf hingewiesen hatte, dass er vom 1. Mai 2012 in NRW nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz verpflichtet ist, mir 8,62 € pro Stunde zu bezahlen.

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Klaus-Dieter Berger

In Deutschland

könnte man das auch so umschreiben:
Weil die Politiker weiterhin immer höhere Provisionen und Diäten haben wollen muss der Ottonormalverbraucher eben verzichten, Kürzungen hinnehmen usw.

Dass jetzt hier ein Fass aufgemacht wird, weil es ausnahmsweise mal einen Medienvertreter getroffen hat ist heuchlerisch!

Aber ich zitiere hier mal einige Kommentatoren und eine oft gelesene Meinung: Wer die besten Manager haben will muss eben auch viel bezahlen. Die haben ja auch so eine schrecklich hohe Verantwortung!

Dieser Logik nach sind die 13Mio wohl noch zu wenig Gehalt gewesen.

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André Keijzer
André Keijzer (Keijzer) - 23.10.2012 13:22 Uhr

Eine Loesung

Es ist schrecklich und unverstaendlich was hier passiert!
ABER es gibt auch einige Loesung: warum startet die ganze Belegschaft von Journalisten nicht eine neue Zeitung? Dass koennte z.B. von der FAZ unterstuetz werden mit einer Investition mittels ein grosses Aktienpaket.
Oder von der Spiegel oder die Zeit... Wenn El Pais schwarze Zahlen schreibt, koennte man doch einfach eine neue Zeitung: El Nuovo Pais aufmachen?
Es gibt auch genuegend Drueckereien die behilflich sein koennten mit der Produktion von den Zeitungen.
Auch die Journalisten koennten sich beteiligen in dieser Unternehmung

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.10.2012 15:22 Uhr
Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 23.10.2012 15:22 Uhr

jawohl !

Genau DAS wäre mal DER Schuss vor den Bug den manche Investoren brauchen könnten, wenn sich eine gesamte Belegschaft solidarisiert und geschlossen kündigt und ein Konkurrenzunternehmen gründet, und wo geht das besser als im Zeitungswesen wo man mit relativ wenig Investment ein Produkt machen kann, zumal alle Druckereien längst als Subunternehmer zuarbeiten, sogar Layouter-Firmen sind als Subs tätig, man muss eigentlich nur noch beauftragen und die Texte/Bilder oben reinkippen, alle Kollegen bräuchten im Grunde nur neue Büros, sonst nichts. Und dank moderner Technik kann man übergangsweise zur Not alles von zu Hause erledigen !

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Carlos Serrano
Carlos Serrano (karlus) - 23.10.2012 12:46 Uhr

Prophezeiung

Federico Mayor Zaragoza (geb. Barcelona 1935), ehem. Generaldirektor der UNESCO (1987-1999) hat im Mai in einem span. Fernsehprogramm ("Salvados: al filo del rescate" in TV La Sexta) sinngemäss folgendes gesagt: "Entweder reorganisieren wir uns von Grund auf neu (die spanische Gesellschaft) oder das mündet in eine (gewaltätige) Revolutión". Leider scheint dies kein Gehör zu finden, schon gar nicht unter unseren Eliten. Es ist, was in der Tageszeitung El País zur Zeit los ist, leider kein Einzelfall.

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Bill Tauer

Nix neues...

Missmanagement und keine Konsequenzen für das Führungspersonal. Nur eine der Dinge, die in unserem Wirtschaftssystem nicht mehr in Ordnung sind.

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Christina Berghoff

Mit Cebrians Gehalt können mehr als einige Dutzende Mitarbeiter bezahlt werden

Cebrian verdient 13 Millionen Euro im Jahr. Was verdienen die 149 Mitarbeiter im Schnitt? Wenn wir knapp 90 000 Euro annehmen, sind das ebenfalls 13 Millionen Euro.

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Peter Gorski

Das Prinzip ist immer das gleiche...

in allen Ländern und quer durch alle Branchen:
Einige wenige profitieren masslos und horten Kapital in einem für die Gesellschaft ungesundem Ausmass! Die Folgen sind Umsatzrückgang der Kleinunternehmer, Lohnkürzungen und Kündigungen der Angestellten und immer unanständigere Konstrukte zur Auslagerung von Arbeitern (Zeitarbeit, Leiharbeit, Werkverträge)
Die Gesellschaft wird von ihren Eliten zur Ader gelassen und weiss sich nicht dagegen zu wehren!
Die Stimmung wird zwar immer schlechter, aber noch kämpfen ideologische, politische oder nationale Gesinnung der Völker eher gegeneinander anstatt Solidarität übergreifend entstehen zu lassen. Ein fataler Fehler der uns noch Jahre aufhalten wird!
In der Politik und in den Medien zeigen sich erste Auflösungserscheinungen der alten, starren, ideologischen Strukturen *konservativ versus sozialistisch oder grün* aber wir misstrauen lieber allem und jedem als uns neuem. gesellschaftlichem Denken zuzuwenden?

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Samuel  Lang
Samuel Lang (Orendel) - 23.10.2012 11:43 Uhr

Zeitgemäß

Zur Kostenersparnis wird allerorts ständig ein Unternehmen (teil)eingestampft. Somit ist dies zeitgemäß.

Ein Literaturnobelpreisträger hatte einen grundehrlichen Moment und bezeichnete die Medienlandschaft als gleichgeschaltet. Dafür braucht es heute kein Wahrheitsministerium, dies wird per Käuflichkeit (im Sinne von sich auf jeden Fall bezahlen lassen möchten) und fehlende Solidarität in den Medienhäusern geregelt. Es wird zwar nicht immer gelogen, aber tendenziell gezielt informiert.

Dies schadet der 4ten Gewalt, vor allem aber dem Leser und der Demokratie. Schade ist es deshalb um die Mitarbeiter von "El Pais" nicht. Hätten die Journalisten ordentlich ihre Arbeit gemacht, und die Bevölkerung über die desolaten Zustände aufgeklärt, auch auf die Gefahr einer "Nichtbeschäftigung" hin, wäre vieles anders gekommen.

So wandern die Menschen zu den alternativen Medien ab, welche oft gratis sind, oft schneller, und wenn seriös auch einfach ehrlicher. Libertad o muerte. :-)

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Martin Klocke
Martin Klocke (mampo) - 23.10.2012 11:09 Uhr

Schulden machende (spanische) Eliten

Dies gilt sicher für gesamt Europa, aber besonders für Spanien: Da gibt es Eliten, die unglaubliche Schulden aufhäufen, davon Unternehmen kaufen, sich von den hoch verschuldeten spanischen Banken stützen lassen, die wiederum schon seit Jahren von der EZB gestützt werden. Dabei lässt man es persönlich richtig krachen und wenn das Ganze den Bach runtergeht, dann muss die Allgemeinheit bzw. die kleinen Angestellten die Zeche zahlen.
Genauso ist es z.B. mit Hochtief und dem spanischen Schuldenkönig ACS passiert. ACS hatte nie das Geld, um Hochtief zu übernehmen. Hochtief war kerngesund und hat solide gewirtschaftet. Damit ist es nun vorbei.
Auf diese Weise wird fast kriminelles Handeln Maxime in Europa, mit Unterstützung unserer Politiker. In Deutschland ist dieses Verhalten erst so richtig in der Griechenland-Krise aufgetreten. Aber seither leider vermehrt. Kein guter Trend!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.10.2012 20:18 Uhr
Hans-Jörg Rechtsteiner

Alles sollte man mit dem Textmarker hervorheben!

Ein einziges Wort nur ist leider vollkommen deplaziert: Das Wort "fast" in der viertletzten Zeile.

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Jahrgang 1961, Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid.

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