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Martha Rosler Bilder finden für die „Bowery . . .“

 ·  Martha Roslers Foto-Text-Installation „Die Bowery in zwei unzulänglichen Beschreibungssystemen“ von 1974/75 zeigt Bilder von einem Spaziergang durch die New Yorker Künstlergegend Bowery, die nichts entdecken wollen und bewusst keine Menschen zeigen - ein Werk der Verweigerung.

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Die Bowery in Manhattan, das war in den siebziger Jahren eine heruntergekommene, üble Gegend, in die sich keine Touristen verirrten. Einige Künstler, darunter Eva Hesse, hatten hier, weil es für wenig Geld viel Raum gab, ihre Ateliers. Die Realität der Straßen war geprägt von Industriebrachen, Alkohol, Armut und Hoffnungslosigkeit, was sich mit den Mitteln der Dokumentarfotografie bequem ablichten ließ, um auf das herrschende soziale Elend aufmerksam zu machen. Aber zeigen diese Bilder die Wahrheit der Bowery?

Martha Roslers Foto-Text-Installation „Die Bowery in zwei unzulänglichen Beschreibungssystemen“ von 1974/75 ist, in ihren eigenen Worten, „ein Werk der Verweigerung, die aber nichts mit trotzigem Antihumanismus zu tun hat“. Die Künstlerin kombiniert frontal aufgenommene Schwarzweiß-Fotografien von Geschäften mit Texten, die ein metaphorisches Feld entstehen lassen, um ihre Kritik der Repräsentation zu formulieren: Bilder von einem Spaziergang durch die Bowery, die nichts entdecken wollen und bewusst keine Menschen zeigen; Texte, die in ihrer „Poesie der Trunkenheit“ in die Welt der Penner hinüberzugleiten scheinen – zwei Arten der Repräsentation, die nicht zur Deckung gebracht werden können.

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