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Marlon Brando Happy Birthday, „Wild One“

02.04.2004 ·  Sexy und exzessiv, unberechenbar und sozial isoliert: Hollywoods Rebell Marlon Brando, der Mann, der „Der Pate“ war, wird 80.

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Marlon Brando, lebende Film-Legende, hat Grund zum Feiern: Der Hollywood-Star, der unter anderem mit Filmen wie „Der Pate“, „Der letzte Tango von Paris“ und „Apocalypse now“ Welterfolge erzielt hat, wird an diesem Samstag 80 Jahre alt.

Sein Leben läßt sich wohl nur als eine Achterbahn-Fahrt beschreiben. Aufgewachsen in einer zerrütteten Familie in Nebraska, zog es Brando nach der Highschool zum berühmten Actor's Studio in New York. Dort kam er als junger Mann unter anderem in den Genuß der Ausbildung durch Elia Kazan, dem berühmten Regisseur.

Eklat bei der Oscar-Verleihung

Ende der vierziger, Anfang der fünfziger Jahre schaffte es Brando mit einem Filmvertrag nach Hollywood und erreichte bereits 1951 Weltruhm mit der Verfilmung von „Endstation Sehnsucht“. Von da an ging es aufwärts mit seiner Karriere. 1954 erhielt er den ersten Oscar sowie den British Film Academy Award für seine Interpretation des Terry Malloy in Kazans „Die Faust im Nacken“.

Auch als Rebellen erlebte Hollywood Brando live. Als die amerikanische Filmakademie ihn 1973 für „Der Pate“ mit einem weiteren Oscar ehren wollte, schickte er eine Schauspielerin im Indianerkostüm auf die Bühne. In seinem Namen protestierte sie gegen die Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner.

Zwei weitere große Rollen ließen ihn endgültig zur Legende aufsteigen: 1973 als Paul in „Der letzte Tango von Paris“ und 1979 als dämonischer Oberst Kurtz im umstrittenen Vietnamkriegsdrama „Apocalypse now“.

Rückzug aus dem Filmgeschäft

Anschließend zog sich der als schwierig und unberechenbar geltende Schauspieler mehr und mehr vom Filmgeschäft zurück. Viele Jahre verbrachte er auf seinem Südseeatoll Tetiaora bei Tahiti, das er sich 1962 nach der Verfilmung von „Meuterei auf der Bounty“ gekauft hatte. Sein Leben fernab der Filmwelt war geprägt von Exzessen und sozialer Isolation.

In die Schlagzeilen geriet Brando in den letzten Jahren vor allem durch private Tragödien. Sein ältester Sohn erschoß 1990 in einem Eifersuchtsdrama den Freund seiner schwangeren Halbschwester Cheyenne. Der Sohn mußte zehn Jahre ins Gefängnis. Cheyenne nahm sich 1995 auf Tahiti das Leben.

Brando lebt heute zurückgezogen in Los Angeles und steht kaum noch vor der Kamera. Zuletzt war er vor drei Jahren als Max in „The Score“ an der Seite von Robert de Niro zu sehen.

Quelle: @stjo mit Material von dpa, AP
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