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Marketing Harry Potter gratis? Nein, danke

01.10.2003 ·  Die Wiener Obdachlosenzeitung „Augustin“ verzichtet auf den vom deutschen Carlsen-Verlag angebotenen Vorabdruck des neuen Harry-Potter-Buches: Man wolle sich nicht als kostengünstige PR-Plattform zur Verfügung stellen.

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Die Wiener Obdachlosenzeitung „Augustin“ verzichtet auf den vom deutschen Carlsen-Verlag angebotenen Vorabdruck des neuen Harry-Potter-Buches. Die Zeitung wolle sich nicht als kostengünstige PR-Plattform zur Verfügung stellen, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Redaktion.

Die Autorin Joanne K. Rowling hatte mehreren Zeitungen von Obdachlosenverbänden angeboten, im Oktober das erste Kapitel des neuesten Abenteuers ihres Zauberer-Schützlings, „Harry Potter und der Orden des Phönix“, vor dem Verkaufsstart der deutschen Ausgabe am 8. November abzudrucken. Dies hätte dem „Augustin“ zwar „eine Menge neuer Leser“ beschert, die aber mit dem Rest der Zeitung nichts weiter anzufangen gewußt hätten. „Ein Vorabdruck wäre daher wie wie eine einmalige Gratis-Burenwurstaktion in einem vegetarischen Restaurant“, hieß es in der Erklärung.

Außerdem veröffentliche die Zeitung nur Texte von Autoren, die obdachlos, arm oder an den Rand gedrängt sind. Auf Rowling treffe dies ungeachtet der gut gemeinten Aktion nicht zu. Andere österreichische Obdachlosenzeitungen etwa in Salzburg und Graz nehmen hingegen an der Aktion teil.

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