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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Literatur-Nobelpreis 2012 Walser: Mo Yan „wichtigster Schriftsteller unseres Zeitalters“

 ·  Der wichtigste Literaturpreis der Welt geht in diesem Jahr nach China. Einer der bedeutendsten Autoren des Landes, Mo Yan, erhält die Auszeichnung.

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Martin Arzberger

Herr Hodina

Der Wert von Literatur oder Kunst im Allgemeinen ist nicht proportional zur Auflage oder Beliebtheit, eher im Gegenteil. Die breite Masse konsumiert nun einmal vorzugsweise leichte Unterhaltungslektüre. Mit Ihrem Argument müsste man "Harry Potter" oder "Shades of Grey" prämieren.

Zudem ist der Nobelpreis nicht regional begrenzt sondern soll wichtige Werke auf der ganzen Welt berücksichtigen. Dass der Preis i.d.R. dennoch eher eurozentrisch vergeben wird liegt sicherlich an der tendenziell größeren Bedeutung der europäischen Literatur. Wenn nun aber einmal ein chinesischer oder südamerikanischer Literat geehrt wird, bricht uns kein Zacken aus der Krone.

Und einmal umgekehrt gefragt: Wie hoch glauben Sie ist die Auflage Herta Müllers in China?

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Martin Schmitt

Staatsnah und selbstzensiert

Der Nobelpreis hat aber mächtig nachgelassen. Friedenspreis für Obama war schon eine Zumutung und jetzt das.

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Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 11.10.2012 15:41 Uhr

Meine Güte

Wie man unschwer erkennen kann, gibt es eine eigene Kategorie (und Ansicht) für "Deutsche Nobelpreise - daher sind diese in den Fachkategorien nicht noch einmal aufgeführt. Dient nicht unbedingt der Übersichtlichkeit, aber gut, es gibt Schlimmeres auf der Welt.

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Markus Teuber

Ach was- Herr Mihalcin

der Preis 2009 fehlt doch auch . Der wurde an Herta Müller vergeben.
.
Herta Mülelr gilt aber vorallem als Kritikerin des Sozialismus,welceh sie hautnah miterlebte !
.
Nur weil auf der Welt immer irgendetwas passiert,heißt dies doch wohl kaum: "Die Juden sind schuld"

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Peter Keul
Peter Keul (hildennet) - 11.10.2012 15:01 Uhr

Was ist dass denn für ein Kriterium

dass Sie anlegen? welche Rolle für die Bewertung eines Schrftstellers spelen die die Verkaufzahlen? Sollte Konsalik den Literaturnobelpreis erhalten?

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Gabriel Mihalčin

Nobelpreis für Literatur 1999

In der interaktiven Grafik im Teil Nobelpreispträger Literatur fehlt das Jahr 1999 und der Name Günter Grass. Ist das Absicht oder "nur" ein Versehen? Vor dem Hintergrund der jüngsten Auseinandersetzung um G.Grass und sein "Israel-Gedicht" jedenfalls ganz schön brisant, finde ich. Würde mich interessieren, ob das ein Standpunkt der Redaktion ist.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.10.2012 16:56 Uhr
Gabriel Mihalčin

Mea Culpa :)

mein Fehler - so wie Herr Hulst und Sie Herr Kaniok richtig geschrieben haben, sind die deutschen Nobelpreisträger (alle) in einer eigenen Kategorie aufgeführt und ich muss gestehen, dass mir das auf den ersten Blick nicht klar war, es dient wirklich nicht der Übersichtlichkeit und erweckte bei mir, nun ja, gemischte Gefühle - mein Fehler. Ich hätte es nicht beim "ersten Blick" :) belassen sollen.

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Thomas Kaniok

Nobelpreis für Literatur 1999

Ich habe soeben nachgeschaut, unter der Rubrik "Deutsche Nobelpreisträger" wird Günther Grass richtig aufgeführt. Es dürfte also lediglich ein Layoutfehler, eine fehlende Verlinkung oder ähnliches dahinter stecken und kein redaktioneller "böser" Wille.

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Jens Böhme

Interessante Dotation

Ganz schön viele Millionen Euro für den Literaturnobelpreis. ... Wäre vielleicht besser gewesen, wenn Preisträger aus Griechenland gekommen wäre?

Stimme übrigens Martin Walser zu und hoffe, dass sich sein verlorengegangenes Tagebuch vielleicht doch noch einfindet.

Viele Grüße vom Literatur-Blog "Der Tausendfüßler"

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gerd hodina
gerd hodina (hodger) - 11.10.2012 13:47 Uhr

Der NOBEL_Preis hat abgewirtschaftet....

der Preis wird fast ausschließlich noch nach politischen "Vorgaben" und politischer Korrektness verliehen. Begründungen - hier für den Literatur-Nobelpreis werden "passend" gemacht und zur Scheinwahrung mitgereicht. Welche Rolle spielt z. B. Mo Yan im Literaturbetrieb ausserhalb von China? Ich glaube und bin fest überzeugt, das in Deutschland und Europa die Zahl der verkauften Bücher und Kenner dieses Literaten an zwei Händen abzählbar sind. Da auf dem Feld der Realpolitik der "Westen" aufgrund von Abhängigkeit schon längst aufgegeben hat, China irgendwelche "Verletzungen" vorzuwerfen, wird nun versucht, mit Vergabe von Preisen aus Film , Kunst und Literatur den Herrschenden in China Leuchtzeichen zu geben. Zurück zum Literatur-Nobelpreis: Diesen hätte längst Robert Zimmermann verdient. Selbst in China weiss man, das damit Bob Dylan gemeint ist.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.10.2012 07:31 Uhr
Reiner Wadel
Reiner Wadel (Wadel) - 12.10.2012 07:31 Uhr

Noch einer

im Tal der Ahnungslosen aber mit fester Überzeugung. Jeder blamiert sich halt so gut er kann.

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Daniel Müller

Soso

Sie geben also offen zu, von chinesischer Literatur keine Ahnung zu haben und plädieren trotzdem für deren Minderwertigkeit? Sehr amüsant, wirklich.
Im Übrigen sollte noch gesagt werden, dass die eigene Ignoranz sehr selten ein gutes Argument macht.

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Mark Möschl
Mark Möschl (Cimpoler) - 11.10.2012 16:49 Uhr

Gerd Hodina hat recht

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie was gehört von einem Mo Yan. Ohnehin ist die chinesische/asiatische Literatur absolut nicht mit der westlichen vergleichbar, es hat seine Gründe warum asiatische Autoren bei uns völlig unbekannt sind. Dieser Nobelpreis ist absolut rein politisch motiviert.

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Udo Helms
Udo Helms (Siebensax) - 11.10.2012 16:47 Uhr

Um Gottes Willen...

...Sie hätten den Namen Mo Yan doch bloß zu googeln brauchen, um zu erkennen, wie absolut untragbar Ihre Behauptung ist. Sie reden vom Autor von 'Die Schnapsstadt', einem satirischen Detektivroman, in der es (nebenbei) um Kannibalismus in höheren Parteizirkeln geht, vom Autor der 'Knoblauchrevolte', welche die katastrophalen Folgen der Planwirtschaft beschreibt, vom Autor von 'Rotes Kornfeld', worin die Diskriminierung von Frauen kritisiert wird. Mo Yan ist einer der subversivsten und zugleich erfolgreichsten chinesischen Schriftsteller überhaupt, und wer Bücher wirklich liest anstelle sein Wissen darüber aus der Röhre zu beziehen, kann die Preisvergabe nur begrüßen.

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Reiner Wadel
Reiner Wadel (Wadel) - 11.10.2012 14:51 Uhr

Ahnungslos

"Ich glaube und bin fest überzeugt, das in Deutschland und Europa die Zahl der verkauften Bücher und Kenner dieses Literaten an zwei Händen abzählbar."

Glaube und feste Überzeugung ersetzen nicht das Wissen. Sie haben leider keine Ahnung, worüber sie schreiben aber eine ganz feste Überzeugung! Fragen Sie doch den deutschen Verlag, an wie viel Händen die Auflage der Bücher von Mo Yan abzuzählen ist.

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