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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Leipziger Buchmesse Drei mal drei: Die Leipziger Buchmesse 2001 auf FAZ.NET

 ·  Mit Branchengesprächen, Autoreninterviews und Lesungsmitschnitten hat FAZ.NET die Leipziger Buchmesse 2001 begleitet.

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Gegenüber der umsatzstärkeren, wirtschaftlich bedeutenderen Frankfurter Buchmesse hat sich die Leipziger als Lesemesse etablieren können.

Ende März jedes Jahres treffen sich auf dem Messegelände Autoren und Beschäftigte der Buchbranche mit ihrem neugierigen Publikum. Und nicht nur dort: Die ganze Stadt verwandelt sich durch das Literaturfestival "Leipzig liest" in eine Bühne, auf der Autoren ihre neusten Texte präsentieren.

Von der Buchmesse und vom Festival hat sich FAZ.NET mit einer Vielzahl eigener Beiträge zu Wort gemeldet. Im Mittelpunkt: Gespräche mit Autoren, Gespräche mit Brancheninsidern und Lesungsmitschnitte, die sich als Audio-Files auf FAZ.NET abrufen lassen - ergänzt um Rezensionen und Biogramme.

Drei Autoren im Gespräch

Thomas Hettche zählt als Autor, Dozent und Jury-Mitglied des Bachmann-Wettbewerbs seit Jahren zu den Umtriebigen der Literaturszene. Auch als Herausgeber der Online-Anthologie "Null" für den DuMont-Buchverlag kennt er sich mit literarischer Vernetzung bestens aus. Im Gespräch wirft Hettche einen Blick auf die Situation junger Autoren vor zehn Jahren und heutzutage und auf die Einflüsse der elektronischen Medien auf das Schreiben.

Jochen Schmidts Erzählungsband "Triumphgemüse" ist bereits im Herbst 2000 erschienen. Dadurch steht der Autor, für einige Lesungen nach Leipzig gekommen, nicht im direkten Rampenlicht der Buchmesse. Das ist dem 30-Jährigen ganz recht. Der Messerummel um die Bücher wecke in ihm ohnehin Skepsis und Zweifel. Die selbstzweiflerische Geste allerdings habe ihm sein Publikum nach seinem ersten Buch einfach nicht mehr abgenommen, erzählt der Autor.

Malin Schwerdtfeger hingegen hat schlichtweg keine Zeit für Selbstzweifel. Nach ihrem Auftritt in Klagenfurt wurde ihr erstes Buch mit Spannung erwartet. Zur Buchmesse ist es erschienen - zusammen mit den ersten Resonanzen. Im Interview spricht die junge Autorin von den turbulenten Tagen um die Debüt-Veröffentlichung: Man müsse Contenance bewahren.

Branchengespräche: Von Agenten, E-Books und Hörbüchern

Zwar spielt die Leipziger Buchmesse wirtschaftlich nicht die Rolle der Frankfurter, dennoch treffen sich auch auf den Podien der Leipziger Messe, an den Ständen und in den Séparées Verleger und Lektoren, Agenten und Händler. Drei Buchmessen-Beiträge auf FAZ.NET widmen sich der Branche.

Heinke Hager, Geschäftsführerin der Literaturagentur Graf & Graf, erzählt über die Zusammenarbeit mit den Autoren und die Rolle der Literaturagenten auf einem im Wandel begriffenen Buchmarkt. Claudia Baumhöver, Chefin des größten deutschen Hörbuchverlags Der Hörverlag, erzählt von den Perspektiven ihres noch jungen Marktbereichs und ihren persönlichen Lesevorlieben: Das eskapistische Lesen sei nach wie vor nur lesend möglich. Ein Vortrag von Hendrik Markgraf schließlich fasst die Entwicklungen eines anderen Marktsegments zusammen, des E-Book-Bereichs. Mit seinem Beitrag hat der Chefredakteur des Börsenblattes eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema eröffnet.

Lesungen von Lena Kugler, Tanja Dückers und Nika Bertram

Ganz Leipzig ist auf den Beinen, wenn die Autoren der Buchmesse abends in den Buchhandlungen, Cafés und Kneipen aus ihren neuen Büchern lesen. Zusammen mit den Rezensionen der Bücher veröffentlicht FAZ.NET Mitschnitte der Lesungen von Lena Kugler, die gerade ihren ersten Roman "Wie viele Züge" veröffentlicht hat, von Tanja Dückers, deren Erzählband "Café Brazil" soeben erschienen ist, und von Nika Bertram, die in diesem Frühjahr mit "Der Kahuna-Modus" debütierte.

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Jahrgang 1972, Redakteur im Feuilleton.

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