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Lehrtätigkeit Fischer in Princeton

19.06.2006 ·  Gerüchte über eine Dozentur in Harvard hatte Fischer zu Jahresbeginn noch brüsk dementiert. Jetzt wurde bekannt, daß er ab September als Gastdozent in Princeton tätig sein wird. Reaktionen.

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Wer sich unter Princetons Studenten im kommenden Herbst für die Lehrveranstaltung „Internationale Krisendiplomatie“ einschreibt, darf mit einem prominenten Gastdozenten rechnen. Gemeinsam mit Wolfgang Danspeckgruber, Spezialist für Diplomatie und Internationale Beziehungen und Leiter des Princetoner „Liechtenstein Institute on Self-Determination“ an der Woodrow Wilson School of Public and International Affairs, wird Joschka Fischer den Kurs gestalten.

Danach wird Fischer, der in Princeton als Frederick H. Schultz Class of 1951 Professor of International Economic Policy den Rang eines Lecturer of Public and International Affairs bekleiden soll, im Frühjahrssemester 2007 mit Botschafter Robert Hutchings und dem Politikwissenschaftler Andrew Moravcsik ein Graduiertenseminar über politische Herausforderungen in der Zukunft der transatlantischen Allianz übernehmen.

Wandelnde Denkfabrik

Wie aus Princeton weiterhin mitgeteilt wird, hat Fischer neben seiner Lehrtätigkeit vor, am Liechtenstein Institute und an dem von Moravcsik geleiteten European Union Program als Fellow zu wirken. In Fischer, so erklärte Anne-Marie Slaughter, Dekanin der Woodrow Wilson School, vereine sich ein lebhafter und fortwährend neugieriger Intellekt und eine Fülle an Erfahrung, gewonnen in der Auseinandersetzung mit einigen der dringlichsten Probleme unserer Zeit. Princetons Studenten, so Slaughter, würden von einem Studium unter einem der „maßgeblichen Architekten europäischer Diplomatie im Zeitalter nach dem 11. September 2001“ profitieren und wichtige Einblicke in die Praxis europäischer Politik und Staatsführung erhalten.

Fischer selbst ist, wie die Universität mitteilte, „erfreut“ und „begeistert“ angesichts der künftigen Aufgabe, die er als Gelegenheit begreift, mit seinen neuen Kollegen in Princeton neue Projekte auf dem Gebiet der transatlantischen und globalen Politik zu entwerfen und dabei mit strategischen Institutionen und Individuen in Europa und Amerika zusammenzuarbeiten. Und als sei er damit noch immer nicht ausgelastet, wird Fischer sich auch dem New Yorker Council on Foreign Relations anschließen, einer der einflußreichsten Denkfabriken des Landes.

Quelle: J. M./F.A.Z., 19.06.2006, Nr. 139 / Seite 40
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