17.05.2004 · Die Schauspielerin und Operettensängerin Marika Rökk ist am Sonntag im Alter von 90 Jahren gestorben. In den vierziger Jahren war die gebürtige Ungarin als Star unzähliger Operetten- und Musikfilme berühmt geworden.
Die Operettenlegende Marika Rökk ist am Sonntag morgen im Alter von 90 Jahren in Baden bei Wien gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur APA erlag sie einem Herzversagen. Dies berichtete die Agentur unter Berufung auf die Tochter der Künstlerin, Gabriele Jacoby.
Rökk wurde als Star unzähliger Operetten- und Musikfilme nicht zuletzt durch ihren unverkennbaren ungarischen Akzent berühmt. Geboren wurde die Tochter eines ungarischen Architekten am 3. November 1913 in Kairo. An der Seite von Stars wie Johannes Heesters und Willy Fritsch wurde sie in Filmen wie „Gaspargone“ (1937), „Hallo, Janine“ (1939) oder „Es war eine rauschende Ballnacht“ (1939) gefeiert. 1941 begeisterte sie im ersten deutschen Farbfilm „Frauen sind doch die besseren Diplomaten“.
Ihr wichtigster Regisseur wurde Georg Jacoby, den sie 1940 heiratete. Zu ihren größten Erfolgen gehörten Filme wie „Maske in Blau“ (1953), „Die Frau meiner Träume“ (1944) und „Die Csardasfürstin“ (1951). Ihren Abschied von der Operette nahm die Schauspielerin 1992, kehrte aber immer wieder auf die Bühne zurück. So spielte sie mit knapp 80 Jahren in der Stadt ihrer Kindheit Budapest in Emerich Kalmans „Gräfin Mariza“.
Für ihre Arbeit wurde Marika Rökk vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Filmband in Gold (1981) und dem Bayerischen Filmpreis (1987). 1998 erhielt sie den Ehrenbambi für ihr Lebenswerk. Ihren letzten Fernsehauftritt hatte Rökk vor fünf Jahren. Zuletzt lebte sie zurückgezogen in Baden bei Wien.