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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kurswechsel für Europa Einspruch gegen die Fassadendemokratie

 ·  Ohne einen Strategiewechsel wird die Währungsunion nicht mehr lange überleben. Es bedarf eines neuen Kurses. Er muss die Rolle Europas im Rahmen der Weltpolitik definieren.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (114)

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Tyler Durden Volland

“Für eine von den Banken ausgelöste Krise.... die Steuerzahler aufkommen lassen.“

Das ist gelogen!

Man hätte schlicht und einfach von Anfang an klarstellen können, dass der Steuerzahler für die Verluste von Spekulanten nicht aufkommen wird! Wenn man die HRE und ihre Speissgesellen einfach hätte Pleite gehen lassen, so hätten die dabei entstehenden Verluste ausschliesslich die Verursacher getroffen. Von jenem Tag an hätten sich, vom Privatanleger bis zu den Pensionskassen, alle überlegen müssen, welche Verantwortung sie haben, wenn sie das ihnen zur Verfügung stehende Vermögen demjenigen über den Tisch schieben, der ihnen die grösste Rendite verspricht.
Und auch… wie sinnvoll es ist Parteien zu wählen die diese Art von Wirtschaften nicht nur billigt, sondern aktiv unterstützt.

Angesichts der Tatsache, dass wir in den Zeiten der Post-Demokratie leben, in der die Medien-besitzende Konzerne die öffentliche Meinung vorgeben, klingt es wie Hohn, wenn drei pensionsberechtigte Elfenbeinturmbewohner demokratische zu erbringende Lösungen zu Europa und Euro vorschlagen!

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Rolf Joachim Siegen

Die Grossartigkeit der europaeischen Idee

zeigt dieser Beitrag nicht auf. Kein Wunder, dass sich die Gemeinde der Nationalisten an ihm reibt.
Die Sprache ist uebelstes Politologen - Deutsch, gedrechselt und schwerfaellig. Es scheint, als fehle den akademischen Verfechtern der europaeischen Idee z. Zt. der Mut zur einfachen Botschaft.

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gerhard monsees
gerhard monsees (germon) - 05.08.2012 14:48 Uhr

Europa der großen Sprüche

Sätze wie

"Die europäischen Bevölkerungen müssen lernen, dass sie ihr sozialstaatliches Gesellschaftsmodell und die nationalstaatliche Vielfalt ihrer Kulturen nur noch gemeinsam behaupten können. Sie müssen ihre Kräfte bündeln, wenn sie überhaupt noch auf die Agenda der Weltpolitik und die Lösung globaler Probleme Einfluss nehmen wollen"

sind leider nicht nur abgegriffen, sondern auch ziemlich bemitleidenswert ärmlich, wenn das "Bündeln" im gemeinsamen Zusammenwerfen hoffnungslos überdrehter Staatsschulden bestehen soll.

Das ist kein Einstieg, sondern der komplette Ausstieg aus der Weltpolitik.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 21:36 Uhr
David Remer
David Remer (dremer) - 05.08.2012 21:36 Uhr

Unterschiedliche Krisendiagnose

Die Autoren Habermas, Bofinger und Nida-Rümelin sehen ja eben gerade nicht in angeblich hoffnungslos überdrehten Staatsschulden die Ursache der Krise:
"Im Vergleich mit den beiden Wirtschaftsräumen Amerika und Japan sind EU und, innerhalb der EU, der Euroraum am wenigsten verschuldet. Die Krise ist eine Refinanzierungskrise einzelner Staaten des Euroraums, die in erster Linie einer unzureichenden institutionellen Absicherung der gemeinsamen Währung geschuldet ist."

Es wäre daher interessanter - wenn man möchte - gegen diese andere Krisendiagnose zu argumentieren, statt die eigene Diagnose einfach vorauszusetzen.

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Rolf Michael Ruoff

Fassadendemokratie in Belgien schon seit 2007

Fand gerade folgenden Text aus 2007, der zu dieser nun deutschen Debatte passt:

"La democratie en danger - Mr. Leterme, declasse-t-il la democratie en Belgique?" - Hebelt Mr. Leterme die Demokratie in Belgien aus?

Die Macht der gewählten Abgeordneten wird auf das Zustimmungsrecht im Parlament und im Senat faktisch begrenzt. Die parlamentarische Debatte und Gesetzgebung wird zur Farce degradiert. Die koalierenden Parteiführer bestimmen was in der Legislatur passiert, mit dem verbindlichen Koalitionsvertrag. Der Wille des Volkes wurde durch den zwingenden Willen von Parteiführern ersetzt. - Das ist Belgien heute. (2007)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.08.2012 05:21 Uhr
Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 06.08.2012 05:21 Uhr

Darum dringend Bürgerdemokratie einführen!

Wenn Parlament&Regierung nicht mehr weiterkommen müssen Bürger diese umgehen können über Initiativ und Referenda Rechte. Initiativen für Forderungen & Referenda für annehmen oder verwerfen von Gesetzen die Parlament entschlossen hat. Initiativen auch für Grundgesetz gültig& mindestens 10% der registrierten Bürger müssen sich beteiligen. Für Referenda vielleicht nur 4 bis 6%. Solche Rechte hauptsächlich anwendbar für Steuern, Grossausgaben, Schulen &Erziehung,Gesundheit & Rentner Angelegenheiten,Verteidigung&Polizei, Anstellung & Arbeitsgesetze. 2 bis3 Abstimmungstage pro Jahr festsetzen. Moderne Informationstechnologien sollten da nicht zu grosse Mühe haben. Entsprechend ähnliche Systeme für Länder, Städte, Dörfer. Eine Kultur demokratischen Verhaltens schaffen. Deutsche, übernehmet mutig die Führung zur Bürgerdemokratie in Europa und zur Nachahmung!Keine Zeit zum vergeuden. Gesundes Dasein durch leistungsfähige Wirtsschaft setzt gesunden leistungsfähigen Bürger-Staat voraus!

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Rolf Michael Ruoff

Sigmar Gabriel - was hat er eigentlich im Kopf?

Ich finde diesen Artikel lesenswert, gibt er doch nicht mehr individuelle Meinungen wieder, sondern die Meinung eines Dreier-Kollektivs. Passt also bestens zum Sozialismus.
Was mich aber viel mehr interessieren würde, das ist die Meinung des SPD-Vorsitzenden zur deutschen Fassadendemokratie, also das was Sigmar Gabriel in seinem eigenen Kopf hat.

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Herbert Pietsch

so nicht

Diese wilde Jagd nach Geld in aberwitzigen Summen, mit immer neuen Täuschungsmanövern und hochmoralischen Worten würde souverän werden in Europa. Europa würde nur schneller ruiniert.

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Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 05.08.2012 11:06 Uhr

Verwirrt wie Babel

Wo ist Subsidiaritäts-& Proportionalitäts Prinzip als Grundlage Bürger-demokratischen Verhaltens, auch lachhafte Initiativrecht der nicht eingefuehrten EU Verfassung 2004?
Spezialisten des Artikels>Zentralismus &Elitismus nicht Demokratie> Integration& Kontrolle von oben herab. Wissen sie nicht Macht in Bürgerdemokratie kommt von Unten nach Oben. Vergisst Parlamentar-Stellvertreter Demokratie.Kann nicht funktionieren,wie Figura zeigt!Carsten Hensch 4.8. 19:16 verweist auf CH, lobt mehr demokratische Buergermacht! Nötigin jedem Land,dann nach Prinzip Subsidiaritaet&Proportionalitaet Macht von Unten nach Oben an EU delegieren.Kontrolle bleibt bei Buergern,nicht ungewählter Kommisssion. Jedes EU Land ihre eigene Währung nur für Inlandwirtrschaft brauchbar. Euro wird Export/Import Internationalwährung unter EZB.Wechselkurse bei NB’s bis 4mal/Jahr bestimmt nach Exp/Imp Bedarf&Exportfähigkeit. Zwei getrennte Banksysteme National&EZB Euro. Europa zum Bahnbrecher!Globalisierung kann warten!

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 05.08.2012 10:37 Uhr

Muß das sein?

Diese Art der "Wahrheitsfindung" hatten wir doch schon mal in ähnlicher Form, war das nicht bei G. Schröder, dem Mentor von S. Gabriel? Warum nicht eine Stammtischrunde mit ganz normalen Parteigenossen, da wären dann vielleicht ein paar handfeste Tipps abzustauben gewesen.

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George Rauscher

Das alles liest sich

wie der Entwurf zu einer demokratischen und fiskalpolitischen Twilight Zone. Die Schreiber der großen dystopischen Romane des letzten Jahrhunderts müssen gerade vor Neid erblassen.

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Rudi Zalfen
Rudi Zalfen (zappro) - 05.08.2012 08:50 Uhr

Gibst doch!" Robin Hood für Reiche "

und sie nennen sich auch noch sozialistische, moralistische Erneuerer.
Warum fließt das Geld dann nicht in Löhne, Rentenversicherung und betriebliche Vorsorge ?

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fritz Teich

Wer und wo ist das europaeische Volk?

Das Europarlament ist es bekanntlich nicht. One man one vote waere das Minimum.

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karl-heinz ladeur

Dreams are my reality...

Genauso hat man sich den "zwanglosen Zwang" des rationalen Arguments (Habermas) immer schon vorgestellt: Zwischen die eigene Wunschvorstellung und deren Realisierung stellt sich nur der argumentlose Zwang der Politik der anderen: wenn bloß Merkel nicht wäre, würden die Vertreter der Staaten, die ihre Wirtschaft ruiniert haben, in Funktionäre der europäischen Vernunft verwandelt, die für Wettbewerbsfähigkeit eintreten, keine Klientelpolitik betreiben, nationale Borniertheit abwerfen, vernünftige Regeln setzen und diese einhalten, insbesondere würden die Regeln für die Tilgung der gemeinsamen Schulden beachtet, Fehler der Vergangenheit würden analysiert werden. Mit anderen Worten: der neue Mensch, der europäische Mensch wäre geboren! Da all' dies ganz unwahrscheinlich ist, läuft der Kampf gegen die "Fassadendemokratie" letztlich auf die Forderung nach Unterwerfung unter eine Diktatur des Zwangs der Vernunft der EG-Kommission als Wohlfahrtsausschuss hinaus!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 10:11 Uhr
Klaus Michael Strauss

Brillant formuliert

Dank für diese in aller Kürze sehr klare und umfassende Darstellung.

Und wesentlich, Sie haben absolut recht.

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Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 05.08.2012 00:55 Uhr

Ein Manifest der Zentralisten: Tausche Freiheit und Recht gegen EU-Sozialismus (im Neusprech..

…nennen sie das „vertiefte Integration“)?

Die Propagandamaschine der Herrschenden läuft auf Hochtouren! Darauf sei mit einem Zitat geantwortet:

„..Das Verschwinden des kritischen Geistes ist eine ernsthafte Bedrohung für den Erhalt unserer Zivilisation. Scharlatane haben es dadurch einfach, das Volk hinters Licht zu führen. Bemerkenswerterweise ist die gebildete Schicht einfältiger als die ungebildete. Die begeistertsten Anhänger des Marxismus, des Nationalsozialismus und des Faschismus waren die Intellektuellen, nicht die Grobiane… Dieses Fehlen der Kritik macht es möglich, den Leuten zu erzählen, daß sie in einem Regierungssystem allumfassender Reglementierung frei sein werden… .° (L.v.Mises , „Die Bürokratie“)

Zeigen sich nicht Parallelen zum angestrebten EU-Sozialismus, der gar nicht anders als totalitär sein kann? Wer will "Fassadendemokraten" auf den Leim gehen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 10:15 Uhr
Klaus Michael Strauss

Ludwig von Mises, hervorragend zitiert

Der bis heute maßgebliche Begründer der Geldtheorie, dessen Einsichten auch heute wieder vor Übel bewahren können.

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Charles Villette

Wieso denn kein Europäisches Bundesstaat?

Es wundert mich, daß der einzige lapidäres Argument, der die Philosophen gegen einen Europäischen Bundesstaat liefern, ist der der "Überforderung", ein Konzept, der in der idealen Welt der Philosophie eher selten vorkommt. Ohnehin ist der Bürger mit Rettungsschirme und Austeritätsprogramme schon praktisch überfordert. Die "doppelte" Angehörigkeit, zum Land und zur EU, ist auch eine typische Eigenschaft von Bundesstaaten.
Die Euro-krise ist eine Schuldenkrise einzelner Mitglieder der Eurozone, die von den Risiken des Austrittes und der Ansteckung verschärft ist. Eine konsequente Umsetzung der "No Bail Out" Klausel ist der beste und effektivste Weg, die Währungsunion zu festigen. Die Alternative sind automatische Transfers. Konditionalität ist keine dauerhafte Alternative, deswegen sollten Rettungsschirme nicht permanent werden.
Die "No Bail Out" schließt aber gar nicht aus, daß wie in den USA ein starkes Bundestaat die soziale Konsequenzen von Insolvenzen einzelner Staaten abmildert.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 13:07 Uhr
Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 05.08.2012 13:07 Uhr

Gemeinschaft nicht Bundesstaat

Mir schwebt eine Gemeinschaft vor in der/die Einzelne soviel Selbstverantwortung uebernimmt wie sein/ihr Freiheitsbedarf fordert. Staat ist ein unvermeidbares und unobsessiv zu haltendes, I.e. vom Buerger effectiv moderiertes Uebel.

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Gabriel Schneider
Gabriel Schneider (yota) - 04.08.2012 22:55 Uhr

Geht es hier um Demokratie?

Wenn es hier wirklich um demokratische Legitimation ginge, wie der Titel suggeriert, dann gäbe es eine ganz einfache Lösung: Gesetzes-Referenden auf allen Stufen einführen, inkl. Verfassungsänderungen, dazu das Initiativrecht (wie in CH).
Wenn das nicht so leicht gegen die CDU durchsetzbar ist, dann könnte Herr Gabriel von der SPD mal eine grössere Umfrage starten, zum Euro, zur europäischen Integration, etc. Das kostet nicht viel und ist ohne weiteres machbar. Wir setzen dabei natürlich voraus, dass die Bevölkerung vorher ehrlich informiert wird und dass im Vorfeld zur Umfrage die Diskussion angemessen moderiert wird. Aber ich glaube, dass Herr Gabriel garnicht so gerne wissen will, was die Bevölkerung denkt, darum befragt er nur drei Professoren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 13:30 Uhr
Fred Ruegg
Fred Ruegg (fredruegg) - 05.08.2012 13:30 Uhr

Wie in CH

Seit ueber 50 Jahren lebe ich von den USA ueber die Philippinen bis Ozeania und habe viele Staatsgebilde erlebt. Ich bin CH kritisch wegen ihres Missbrauchs ihres Bankgesetzes.Aber doch sehe ich CH als eine Art Staatswunder seven ihrer Sprachen und ethnischen Vielfaltigkei und nur funktioniert wegen ihrer Staatsverfassung, Dezentralisation, aber doch ausgepraegter Gemeinschaftigkeit. Dabei muss ich zugeben,dass ihr Bestand ihren benachbarten Deutschen Gebieten durch ihr politisches Verhalten und Achtung viel zu verdanken hat

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Wolfgang Kortlang

Griechen sind rafinierter als Portugiesen

Die haben längst gemerkt, was hier abgeht. Kein Wunder, wenn Forderungen kommen, dass sie ihre Inseln doch verkaufen könnten. Und selbstverständlich ist der Euro Mitschuld an ihrer Misere, hat er doch nicht nur verhindert, dass die Südländer per Abwertung auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig blieben. Nein, seit Einführung wurde der globalisierte Wettbewerb extrem angefacht, so dass sie gleich auch noch fast ihre komplette Industrie nach Fernost verloren haben. Wie sollen die so je wieder auf einen grünen Zweig kommen.
Die Frage stellt sich aber m.E. nicht. Denn ganz offensichtlich ist das überhaupt nicht beabsichtigt. Beabsichtigt ist nur, dass sich die Profiteuere der Krise sämtliche realen Werte dieser Länder unter den Nagel reissen können. Und zwar gesponsort von wem wohl? Na von uns! Seit wann kommt der Schuldner wieder auf die Beine, wenn der Gläubiger ihm noch weitere Gelder leiht, damit er wenigstens seine Zinsen bezahlt?

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Bert Reb (Berttreb) - 04.08.2012 21:27 Uhr

Schwacher Artikel

Wenn ich ehrlich sein soll: Ja, all die 'systemischen'' heilsgeschwängerten Lieblingsbegriffe von Habermas und co wurden nun mehrmals anpenetriert. Schön. Und weiter? Gibt es nichts neues, aktuelles mehr zu sagen?

Dann haben wir nicht nur eine Krise, was die Finanzen betrifft.

Das alles klingt so schal, schlaff und leer wie die schweren mit Heilsjuwelen besetzen Kleider des Kaisers.

Wer nichts zu sagen hat, sollte auch nichts sagen, auch wenn noch so nette Lieblingsbegriffe, die irgendwann mal eine Potenz hatten, was an Land zu ziehen und intellektuelle Karrieren, in einer längst vergangenen Zeit, hervorzubringen.

Habermas Zeit ist längst überholt. Das weiß er auch. Nur leider ein Gabriel noch nicht. Und übrigens, falls es wirklich nun keiner mitgekriegt hat, wer der eigtl. Held ist: S. Gabriel hat diesen Artikel initiiert!

Nicht vergessen, S. Gabriel...

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Max Wedell
Max Wedell (MaxWedell) - 04.08.2012 20:16 Uhr

Dürftiges Traktat.

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll mit der Kritik. Ich kann nur den Kopf schütteln über die geistige Dürftigkeit, die dann der Fall wäre, wenn die Autoren wirklich das selber glaubten, was sie da geschrieben haben. Der gröbste Blödsinn allerdings ist die Aussage: "In der postkolonialen Welt hat sich die Rolle Europas im Rückblick [...] auf den Holocaust geändert." Offenkundiger Schwachsinn, egal wie man das verstehen will.

"Gemeinsame Sozialpolitik": Sozialpolitik muß sich immer an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit orientieren. Da die meisten anderen europäischen Länder wirtschaftlich weniger leistungsfähig als D sind, würden europaweite gemeinsame Sozialstandards bedeuten: Entweder a) eine Absenkung der hiesigen hohen Sozialstandards auf ein Niveau, daß auch die schwächsten Länder wirtschaftlich verkraften können, oder b) Einführung unserer hohen Standards in Ländern, die sich das wirtschaftlich nicht leisten können. Wer den Fall b finanzieren soll, dürfte klar sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.08.2012 21:50 Uhr
David Remer
David Remer (dremer) - 05.08.2012 21:50 Uhr

Zitation

Bezogen auf Ihr erstes Zitat möchte ich doch nochmal an die Zitationsregeln erinnern. M. E. verfälscht Ihr Zitat den eigentlichen Sinn in grober Weise. Hier dann nochmal der ganze Absatz:

"In der postkolonialen Welt hat sich die Rolle Europas nicht nur im Rückblick auf die fragwürdige Reputation ehemaliger Imperialmächte verändert, ganz zu schweigen vom Holocaust. Auch die statistisch gestützten Zukunftsprojektionen sagen Europa das Schicksal eines Kontinents von schrumpfender Bevölkerung, abnehmendem ökonomischem Gewicht und schwindender politische Bedeutung voraus."

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Heinke Haberland

Integration mit Räuberpistole

Über eine "Vertiefung der Integration" für die europäischen Staaten zu sprechen ist ja legitim. Dies jedoch mit gezogener Räuberpistole zu tun, ist vermutlich nicht sehr zielführend.

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Carsten Hensch

Schluss mit dem Turmbau zu Babel

Ich fühle mich gar nicht darauf angewiesen, die "Weltpolitik" bestimmen zu wollen und ich brauche auch nicht unbedingt eine Europäische Einheitswährung, wenn sie denn nicht funktioniert.

Ich möchte eine stabile und werthaltige Währung, Demokratie mit wirksamen Mitbestimmungsrechten und vor allem die Einhaltung vereinbarter Regeln.
Die Schweiz macht da vieles richtig.

Mit einem zentralistischen Turmbau wie zu Babels Zeiten entfernen wir uns von alledem.

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