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Donnerstag, 16. Februar 2012
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Kunstraub Unbewacht gelungen: Gigantischer Kunstraub aus Museen und Sammlungen

17.05.2002 ·  Über 170 Mal gelang es dem 31-jährigen Kunsträuber Stèphane Breitwieser Kunstwerke in Millionenwerten aus europäischen Sammlungen zu klauen.

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Ein französischer Kunsträuber ist - wie erst jetzt in Straßburg bekannt wurde - bereits im November vergangenen Jahres wegen mindestens 172 Diebstählen in öffentlichen Museen und Privatsammlungen in der Schweiz festgenommen worden.

Jahrelang hatte der 31-jährige bei hellem Tag dreiste Beutezüge unternommen. Stèphane Breitweiser entwendete Kunstgegenstände aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Er warf sie zum Teil in den Rhein-Rhone-Kanal bei Gerstheim im Elsass. Seine Mutter übernahm nach seiner Festnahme die Zerstörung von rund 60 Gemälden aus der Hand Brueghels, Bouchers, Cranachs und Watteaus. Sie landeten auf dem Müll.

Krimineller Hunger nach Kunst

Breitweiser begann mit seinem bizarren Tun 1995. Einige Gegenstände wie Plastiken, Geschirr und Schmuck konnten aus den Fluten des Kanals geborgen werden. Anderes, wie Cranachs „Prinzessin von Kleve“, ehemals in Baden-Baden, ist für immer verloren.

Das in London ansässige Art Loss Register für gestohlene Kunst hat sich erschüttert über die Zerstörungen geäußert. „Das ist ein gewaltiger Verlust für die Kunstwelt“, sagte Alexandra Smith vom Art Loss Register am Freitag. „Diese Bilder sind selbstverständlich unersetzlich, aber bei einer Versteigerung hätten sie rund 1,5 Milliarden Euro eingebracht.“

Der europäischen Kultur entraubt

Im schweizerischen Luzern ist der Elsässer inhaftiert. Er hat die Taten bereits gestanden. Seine Mutter gab nach Angaben der französischen Ermittler zu, nach der Festnahme ihres Sohnes im November die Gemälde zerstört und auf den Müll geworfen zu haben.

Ihre Institution habe seit 1995 das beständige Verschwinden von Kunstgegenständen aus europäischen Museen und Galerien beobachtet, sagte Smith. „Alle gingen davon aus, dass da eine Bande am Werk war, aber es war merkwürdig, dass keiner der Gegenstände auf den Markt kam. Dass sie ein Mann allein in seiner privaten Sammlung für sich behielt, hat uns fassungslos gemacht.“

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