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Veröffentlicht: 09.12.2012, 15:57 Uhr

Weihnachtsauktion in Wien Fürs Christkind

Eine gute Gelegenheit für Kunstgeschenke vom Symbolismus bis zur Gegenwart: Vorschau auf das winterliche Angebot bei Im Kinsky in Wien.

von nicole scheyerer, WIEN

Draußen am Christkindlmarkt leuchten die Lichter und dampft der Punsch, drinnen im Palais Kinsky lockt am 11. Dezember die Weihnachtsauktion. Niedrige Taxen, viele Papierarbeiten und Werke von weniger bekannten österreichischen Künstlern bieten Gelegenheiten für den Geschenkeinkauf. Unter den 459 Losen finden sich frostige Bilder des 1895 geborenen Ernst Huber; seine Mischtechnik auf Papier „Eisläufer“ wird bereits ab tausend Euro angeboten, sein Ölbild „Alte Donau im Winter“ soll 15.000 bis 25.000 Euro kosten.

Zu den teuersten Objekten zählt das Gemälde „Wunderquelle“ des Wiener Symbolisten Alexander Rothaug: Sein 124 mal 170 Zentimeter großes, eher düsteres Bild, in dem nackte Greise zu einem Jungbrunnen streben, ist auf 30.000 bis 50.000 Euro geschätzt. Einen beschaulichen Sommerausflug bietet hingegen die „Landschaft mit Kutsche“, die Robert Russ mit Tempera auf Papier malte (Taxe 12.000/20.000 Euro). Einst direkt vom Künstler erworben wurde Kokoschkas Aquarell mit Hornveilchen, das sich seither in englischem Privatbesitz befand (20.000/40.000). Humorvoll wirkt Feiningers Seebild „Westward Ho!“, eine Papierarbeit mit Tusche und Aquarell (15.000/30.000).

Von Klimt wird eine Rotstift-Studie zum Gemälde „Hoffnung“ aufgerufen, die 1903/04 eine nackte Schwangere im Profil festhielt (15.000/30.000). Herbert Boeckl schuf 1919 einen Frauenakt mit Kohle auf Papier, der 2010 bei seiner Retrospektive zu sehen war (15.000/25.000). Von der 1915 geborenen Tirolerin Gerhild Diesner liegen vier Arbeiten vor, die ihre Prägung durch die französische Malerei erkennen lassen, etwa das farblich leuchtende Ölbild „Ernte in den Bergen“ (12.000/20.000). Weit konventioneller entführt Oskar Laske mit Gouache in die alpine Landschaft von „Hinterstoder“ (6000/12.000).

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Bei den Zeitgenossen wird Josef Mikls farbenprächtige abstrakte Malerei mit dem literarisch inspirierten Titel „Kopejkin wird durch seine vergeblichen Amtsbesuche zum Hund (Gogol)“ angeboten (50.000/100.000). Eine frühe Mischtechnik von Herbert Brandl weist ihn 1984 noch als „Neuen Wilden“ aus (12.000/20.000). Ernst Fuchs lässt in seinem geheimnisvollen Brunnenbild „Grotten-Kopf“ auf 148 mal 200 Zentimetern das Wasser strömen (60.000/ 80.000). Aus der internationalen Kunst bietet die Auktion Warhols Print „Beethoven“ von 1987 auf (300.00/500.00) und von Chuck Close ein auf Stoff gedrucktes Selbstporträt (5500/10.000). Zwei kleinformatige Kippenberger-Zeichnungen kosten zwischen 7500 und 18.000 Euro.

Quelle: F.A.Z.

 

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