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Kunst-Diebstahl : Banksy wird nicht versteigert

Das in London von einer Hauswand verschwundene Banksy-Graffito wird nicht versteigert. Das Auktionshaus überzeugte den Einlieferer, das Werk zurückzuziehen.

          Das bei Nacht und Nebel von der Mauer der Filiale einer Billigladen-Kette im Norden Londons verschwundene Graffito des Straßenkünstlers Banksy, das am vergangenen Wochenende in Miami mit einer Taxe von bis zu 700.000 Dollar versteigert werden sollte, ist aus der Auktion zurückgezogen worden.

          Gina Thomas

          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Die Firma Fine Art Auctions in Miami bekräftigte, es stünden dem Verkauf keine rechtlichen Hindernisse im Wege, doch habe man die Einlieferer überredet, die Werke aus der Auktion zu nehmen. Die Bewohner und die Verwaltung des Londoner Bezirks Haringey hatten heftig gegen die geplante Versteigerung protestiert und versucht, die Behörden einzuschalten.

          An der Mauer prangt schon ein neues Graffitto

          Da jedoch keine Diebstahlsmeldung vorliegt, kann die Polizei nicht eingreifen. Die Besitzverhältnisse sind weiterhin ungeklärt. Die Immobilienfirma, der das Gebäude gehört, an dem das Graffito des barfüßigen asiatischen Jungen, der an einer Nähmaschine Union-Jack-Fahnen anfertigt, kurz vor dem Thronjubiläum im vergangenen Jahr auftauchte, will sich auf Anraten ihrer Anwälte nicht äußern. An der schnell wieder verputzten Mauer der Filiale des Discounters „Poundland“, dem Kinderarbeit vorgeworfen wurde, prangt bereits ein neues Graffito: eine Nonne mit einem roten Stern am Auge.

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