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Kunst-Diebstahl Banksy wird nicht versteigert

Das in London von einer Hauswand verschwundene Banksy-Graffito wird nicht versteigert. Das Auktionshaus überzeugte den Einlieferer, das Werk zurückzuziehen.

© dpa Vergrößern Hier befindet sich Banksys Junge noch an der Wand eines Billigladens in London. Das Graffito war der Stolz der Anwohner.

Das bei Nacht und Nebel von der Mauer der Filiale einer Billigladen-Kette im Norden Londons verschwundene Graffito des Straßenkünstlers Banksy, das am vergangenen Wochenende in Miami mit einer Taxe von bis zu 700.000 Dollar versteigert werden sollte, ist aus der Auktion zurückgezogen worden.

An image and a painted a heart are seen on a wall from which a section was removed and shipped to the U.S., in north London © Reuters Vergrößern Mittlerweile prangt an der Hauswand, von der das Graffito von Banksy verschwand, schon eine Nonne mit rotem Stern am Auge. Und noch so allerlei andere Statements ...

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Die Firma Fine Art Auctions in Miami bekräftigte, es stünden dem Verkauf keine rechtlichen Hindernisse im Wege, doch habe man die Einlieferer überredet, die Werke aus der Auktion zu nehmen. Die Bewohner und die Verwaltung des Londoner Bezirks Haringey hatten heftig gegen die geplante Versteigerung protestiert und versucht, die Behörden einzuschalten.

An der Mauer prangt schon ein neues Graffitto

Da jedoch keine Diebstahlsmeldung vorliegt, kann die Polizei nicht eingreifen. Die Besitzverhältnisse sind weiterhin ungeklärt. Die Immobilienfirma, der das Gebäude gehört, an dem das Graffito des barfüßigen asiatischen Jungen, der an einer Nähmaschine Union-Jack-Fahnen anfertigt, kurz vor dem Thronjubiläum im vergangenen Jahr auftauchte, will sich auf Anraten ihrer Anwälte nicht äußern. An der schnell wieder verputzten Mauer der Filiale des Discounters „Poundland“, dem Kinderarbeit vorgeworfen wurde, prangt bereits ein neues Graffito: eine Nonne mit einem roten Stern am Auge.

The former site of "Banksy: Slave Labour", a mural by graffiti artist Banksy, is seen in north London © REUTERS Vergrößern Achtung, Kunstdiebe! So sieht die Hauswand in London jetzt aus.

Quelle: F.A.Z.

 
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