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Koller-Auktion : Im Winter und Sommer

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Mit einem starken Angebot kann das Zürcher Auktionshaus Koller bei seinen Auktionen der Schweizer Kunst, Moderne und Gegenwart aufwarten. Winterliche Landschaften sind ein häufiges Motiv.

          Die Auktion mit Schweizer Kunst am 8. Dezember bei Koller in Zürich steht ganz im Zeichen von Giovanni Giacometti. Gleich vier Werke des Postimpressionisten sollen sich anschicken, die Marke von 100 000 Franken – zum Teil deutlich – zu übersteigen. Angeführt werden sie von zwei verschneiten Landschaften: Bei „Inverno“ von 1932 scheinen der Schnee und die dichte Wolkendecke eins zu sein; die Erwartung dafür liegt bei 280 000 bis 350 000 Franken. Auf der „Winterlandschaft bei Maloja“ aus dem Jahr 1928 gibt der klare blaue Himmel den Blick auf das verschneite Engadin frei; die Schätzung lautet auf 150 000 bis 200 000 Franken.

          Die Giacometti-Phalanx könnte durchbrochen werden von dem Stillleben „Corbeille de mandarines et bananes“, das Félix Vallotton 1923 gemalt hat (Taxe 180 000/280 000 Franken). Oder von der aufblühenden Frühlingslandschaft „Der rote Rücken“ von Paul Camenisch aus dem Jahr 1926, die durch ihre expressive Pinselführung und das dominante Spektrum kräftiger Rot- und Orangetöne Assoziationen an Ernst Ludwig Kirchner erweckt (100 000/140 000). Ernest Biélers „Walliser Frau mit Gebetbuch“ schafft hingegen einen Zugang zu den Traditionen der Landbevölkerung; das mit Tempera auf Papier gemalte Gemälde wird auf 80 000 bis 120 000 Franken geschätzt.

          Winterlich ist auch – bei Impressionismus und Klassischer Moderne – Maurice de Vlamincks „Paysage de neige“, die er um 1910 en plein air auf die Leinwand brachte, inspiriert von den schillernden Reflexionen des Schnees (180 000/ 240 000). An der Spitze dieser Sektion steht jedoch Max Beckmanns „Waldgracht mit Segeln“, die 1943 während der Zeit im Amsterdamer Exil entstand: Die Schätzung für das 55 mal 95 Zentimeter große Gemälde liegt bei 400 000 bis 700 000 Franken. Hohe Erwartungen weckt auch Raoul Dufy mit „La Baignade“ aus dem Jahr 1906: Während sich zahlreiche Personen unter den Blicken der fein gekleideten, vornehmen Gesellschaft auf einem Steg beim Baden austoben, taucht am Horizont ein qualmendes Dampfschiff auf (400 000/500 000). Ebenfalls mit bis zu 500 000 Franken beziffert ist Fernand Légers späte „Composition“ aus dem Jahr 1946.

          Im Feld der Zeitgenossen, das am 9. Dezember zum Aufruf kommt, sind zwei Arbeiten des chinesisch-französischen Malers Chu Teh-Chun führend vertreten, die der lyrischen Abstraktion zugerechnet werden können (Taxe je 200 000/300 000). Alexander Calders „Butterfly and Serpent“ von 1975 (80 000/120 000) und die „Very Low Sun-box“, die Theodoros Stamos 1964/65 in Acryl auf Leinwand malte (70 000/120 000), überzeugen dagegen durch ihre Farbigkeit. Die untere Gesamttaxe für die drei Auktionen des Hauses beträgt rund 6,1 Millionen Franken.

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